Hypotheken: Banken verwirren mit Fehlprognosen

Auch weil einige Banken steigende Hypothekarzinsen voraussagten, binden viele Eigenheimbesitzer ihren Zins fest an. Doch für viele lohnt sich das nicht.

In der Schweiz dürften die Hypozinsen noch eine Weile tief bleiben. Zu diesem Schluss kommen jetzt auch die Banken, die letztes Jahr noch von einem starken Anstieg ausgingen. Manche Prognosen hinterlassen Spuren, auch wenn sie sich nicht bewahrheiten. So neigen heute viele Eigenheimbesitzer dazu, langfristige Festhypotheken abzuschliessen, weil sie der (falsch) vorausgesagten Zinswende zuvorkommen wollen. Diesen Schritt sollte man sich aber gut überlegen. Das spricht dagegen:
Teures Modell: Banken empfehlen am liebsten Festhypotheken, weil sie daran am meisten verdienen. Viele locken mit Rabatten von etwa 0,25 Prozent auf den offiziellen Zinssatz. Bei Kunden kommt das gut an. Doch Achtung: Die offiziellen Zinssätze sind meistens überhöht. Unter dem Strich ist der Zins trotz Rabatt immer noch sehr hoch.

Besser ist es, bis auf Weiteres auf Geldmarkthypotheken (Libor) zu setzen. Sie sind bis zu 0,5 Prozentpunkte günstiger als Festhypotheken (siehe Grafik). Bei einer Hypothek von 500’000 Franken spart man jedes Jahr 2500 Franken, wenn der Zins 0,5 Prozent tiefer ist. Über zehn Jahre gerechnet macht das 25’000 Franken aus, die man dank der Geldmarkthypothek sparen kann.

Wenn die Zinsen tatsächlich anziehen sollten, kann man jederzeit in eine Festhypothek wechseln. Wichtig ist darum, dass man sich mit einem intelligenten Überwachungssystem einen Zinsalarm setzen kann.
Hypothekarzins: Entwicklung seit 2008

Falsche Strategie: Eine Festhypothek gibt zwar Budgetsicherheit, sie bringt aber auch Risiken mit sich. Eine berufliche Veränderung, eine schwere Krankheit oder eine Scheidung können dazu führen, dass man sein Eigenheim verkaufen und die Hypothek vorzeitig auflösen muss. Das ist sehr teuer.

Deshalb sollte man die Hypothek auf mehrere Modelle und Laufzeiten aufteilen. Eine Geldmarkthypothek kann man problemlos mit einer langfristigen Festhypothek kombinieren.

Sie möchten die Zinsen mit einem intelligenten Überwachsungssystem im Auge behalten und möglichst lange von günstigeren Konditionen profitieren?

Die Experten der Köppel-Legal AG helfen Ihnen gerne weiter. Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Termin.

Der digitale Nachlass

Die Digitalisierung hinterlässt seine Spuren auch im Erbrecht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welches Schicksal den elektronischen Daten eines Nutzers widerfährt.

Die Erben erwerben mit dem Versterben des Nutzers die Erbschaft als Ganzes und treten in seine Rechtsstellung ein. Das Schweizer Erbrecht schweigt sich darüber aus, ob diese Daten Bestandteil eines Nachlasses bilden können. Die Daten werden urheberrechtlich nur erfasst und geschützt, wenn sie eine Schöpfung mit individuellem Charakter darstellen. Diese Anforderungen erfüllen in der Praxis wohl die wenigsten von Laien produzierten Datensammlungen. Dies bedeutet, dass das Schweizer Recht die Vererbung von solchen digitalen Daten also nicht regelt.

Netzwerke

Wie sieht es denn aktuell aus bei den diversen Sozialen-Netzwerken? Seit dem Jahr 2015 bietet Facebook die Möglichkeit, einen sogenannten Legacy-Kontakt (Erbenkontakt) zu benennen. Das ist z.B. ein Familienmitglied oder ein Freund, die unter anderem das Profilbild ändern und Freundschaftsanfragen akzeptieren können. Sie dürfen auch das Profil löschen, private Nachrichten aber dürfen sie nicht lesen. Die Messaging-App Whatsapp hat bisher keine Vorgehensweise festgelegt für den Fall, dass ein Nutzer verstirbt. Bei den beruflichen Netzwerken Xing und Linkedin kann das Konto von Verstorbenen auf inaktiv gesetzt werden, wenn eine entsprechende Meldung eingeht. Einen besonderen Nachweis braucht es dafür nicht.

Passwörter

Der passwortgeschützte Zugang zu den einzelnen Portalen stellt schliesslich ein weiteres Hindernis dar, welches von der Erbengemeinschaft bewältigt werden muss. Häufig sind den Angehörigen die Passwörter nicht bekannt. Ohne aber die Mitwirkung des Anbieters sind die Erben daher nicht in der Lage, sich in die jeweiligen Datenbanken und Plattformen einzuloggen und diese zu verwalten. Mit der Kenntnis der Passwörter würde die dargelegte Problematik erheblich entschärft. Auch virtuelle Sammlungen (Fotos, Musik usw.) können einen erheblichen finanziellen wie auch ideellen Wert darstellen. In die Erbmasse fallen gekaufte Musik- und Filmtitel jedoch in den meisten Fällen nur dann, wenn sie der Verstorbene auf seine Festplatte oder sonst einen Datenträger heruntergeladen hat. Lagern sie jedoch bloss in der Cloud (E-Book-Reader, iTunes usw.), besteht dafür lediglich eine Nutzungslizenz, welche mit dem Tod erlischt. Wie ist dann vom Nutzer und zukünftigen Erblasser mit all diesen Daten und Informationen sinnvollerweise umzugehen?

Letztwillige Verfügung

Der Testator kann in einer letztwilligen Verfügung festhalten, auf welchen Internetseiten und Plattformen er aktiv war, und die entsprechenden Passwörter festhalten oder bezeichnen, wo diese hinterlegt sind. Der Testator kann zudem anordnen, welcher Erbe sich der Betreuung der Profile annehmen und somit Einsicht in die Datensammlung erhalten soll. Es ist zulässig und empfehlenswert, diese Regelungen über die Internetdaten in einem separaten, eigens dafür vorgesehenen Testament festzuhalten. Es gibt zudem die Möglichkeit, digitale Vererbungsdienste zu nutzen. Bei diesen Anbietern kann hinterlegt werden, was mit den Daten im Todesfall passieren soll oder es kann ein Bevollmächtigter bestimmt werden.

Ein Experte soll sich um ihren Nachlass kümmern? Dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Finanzierung von Wohneigentum

Vorbezug oder Pfändung der Pensionskasse ?

Generell gilt, 20% des Eigenheims muss selbst finanziert werden. Wenn man dafür zu wenig Eigenkapital besitzt, besteht die Möglichkeit, Geld von der Pensionskasse für den Bau oder Kauf von Eigenturm vor zu beziehen oder für einen höheren Kredit zu verpfänden. Das Pensionskassengeld gilt in dem Fall dann als Sicherheit für ein Bankdarlehen.

Beide Optionen bringen sowohl Vorteile wie auch Nachteile mit sich.

Vorbezug Pensionskassen-Geld

Vorteile

  • Mehr Eigenkapital
  • Tiefere Hypothek
  • Tiefere Zinsbelastung

Nachteile

  • Tiefere Altersrente und Invaliden- & Hinterlassenenrente
  • Bis die Pensionskasse den Vorbezug ausbezahlt, kann es bis zu einem halben Jahr dauern. Man sollte sich daher von der Pensionskasse schriftlich bestätigen lassen, dass das Guthaben vor dem Notariatstermin für die Eigentumsübertragung ausbezahlt wird.

Bedingungen

  • Man darf nur alle fünf Jahre eine Mindestsumme von CHF 20’000.- (2. Säule) vorbeiziehen. Bei der Säule 3a fällt diese Bezugsuntergrenze weg.
  • Grundsätzlich nur möglich bis spätestens drei Jahre vor Erreichen des reglementarischen Pensionsalters.
  • Bis zum 50. Lebensjahr darf man das gesamte Vorsorgekapital vorbeziehen.
  • Nach dem 50. Lebensjahr bekommt man den Betrag, den man mit 50 hätte vorbeiziehen können, oder die Hälfte des aktuellen Guthabens. Je nachdem, welche Summe höher ist.
  • Bei Verheirateten Paaren muss der Ehepartner schriftlich zustimmen.
  • Nur möglich für dauernd selbst genutztes Wohneigentum. Nicht für Feriendomizil oder Liegenschaft zur Vermietung.
  • Wenn das Wohneigentum wiederverkauft wird, muss im Normalfall der vorbezogene Betrag zurückbezahlt werden.
    -Beim Bezug muss das Geld versteuert werden. Wenn man einen Wohneigentums-vorbezug zurückzahlt, kann die Steuer wieder zurückverlangt werden. Der Anspruch auf Rückerstattung der Steuern erlischt drei Jahre nach der Rückzahlung des Vorbezuges.
  • Gewisse Pensionskassen erlauben Rückzahlungen von Vorbezügen nur bis drei Jahre vor der Pensionierung.
Pfändung Pensionskassen-Geld

Vorteile

  • Keine Kürzung bei der Altersrente
  • Pensionskassen-Kapitalauszahlung wird nicht besteuert (ausser, das Pfand muss verwertet werden)
  • Höhere Steuerabzüge dank Schuldzinsen

Nachteile

  • Höhere Hypothek
  • Zinszahlungen für Darlehen

Bedingungen

  • Grundsätzlich nur möglich bis spätestens drei Jahre vor erreichen des reglementarischen Pensionsalters.
  • Nur möglich für dauernd selbst genutztes Wohneigentum. Nicht für Feriendomizil oder Liegenschaft zur Vermietung.

Die Möglichkeiten sollten genau geprüft werden und die Konsequenzen genau in Betracht gezogen werden. Die Köppel-Legal AG steht Ihnen beratend zur Seite und finden gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung. Kontaktieren Sie uns noch heute.

Steuerbelastung als Hauseigentümer optimieren – So geht’s

Eigenheimbesitzer müssen den Eigenmietwert als Einkommen versteuern. Was viele aber nicht wissen: Hauseigentümer können eine Reihe von Abzügen geltend machen. Wir verraten, wie Eigenheimbesitzer mit Ihrer Immobilie Steuern sparen.

Steuerabzüge beim Eigenheim

Grundsätzlich sind Kosten abzugsfähig, welche Wert erhaltend sind und die dem Unterhalt des Wohneigentums dienen.

Unsere Tabelle zeigt, welche Ausgaben Eigenheimbesitzer vom steuerbaren Einkommen abziehen können:

Werterhaltende Arbeiten
  • Unterhaltsarbeiten wie Maler-, Sanitär oder Schreinerarbeiten etc.
Schuldzinsen
  • Bezahlte Schuldzinsen (Hypothekarzinsen) können vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden
Umweltschutz
  • Massnahmen für den Umweltschutz oder der Energieeffizienz wie zum Beispiel eine Installation von Solaranlagen oder eine Verbesserung der Isolation (wenn sie von einem fachkundigen Unternehmen durchgeführt werden)
Sachversicherung
  • Die Prämien der Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung, Wasserschadenversicherung, Feuerversicherung & Hagelschadenversicherung sind abzugsfähig
Verwaltung
  • Kosten der Verwaltung durch Dritte
Gartenunterhalt
  • Je nach Kanton können Kosten für den Gartenunterhalt abgezogen werden
  • Wichtig: Das erstmalige Pflanzen von Bäumen, Sträuchern, etc. ist nicht abzugsfähig
Hausgeräte
  • Reparatur oder Ersatz von Hausgeräten (Waschmaschine, Kühlschrank, etc.)
Abwassergebühren
  • Abwasserentsorgung, Abwasserreinigung etc.
Wichtig:
  • Massnahmen, die den Wert der Immobilie vermehren, sind nicht abzugsfähig. Beispielsweise die Vergrösserung des Hauses oder der Einbau einer Sauna.
  • Betriebskosten wie Heizungskosten, Strom, TV-Gebühren, Frischwasser etc. können nicht abgezogen werden.
  • Die einzelnen Belege für die Steuererklärung zusammenzutragen, lohnt sich nur bei grösseren Unterhaltsarbeiten. Falls nur kleinere Arbeiten getätigt werden, fährt man in der Regel besser, wenn die Unterhaltskostenpauschale geltend gemacht wird. Denn je nach Kanton können pauschal 10 bis 20 Prozent des Eigenmietwerts abgezogen werden, ohne Belege einzureichen.
  • Oft ist es von Vorteil, die werterhaltenden Arbeiten auf mehrere Steuerperioden zu verteilen, damit die Steuerprogression gebrochen wird. Diese werterhaltenden Arbeiten müssen aber auch tatsächlich zeitlich versetzt durchgeführt werden.
  • Für Hauseigentümer empfiehlt sich wertvermehrende Investitionen sorgfältig zu dokumentieren und entsprechende Nachweise aufzubewahren. Diese können zwar nicht direkt von den Steuern abgezogen werden, jedoch später bei einem möglichen Grundstückgewinn geltend gemacht werden. So sinkt die Grundstückgewinnsteuer.

Wollen Sie Ihre Steuererklärung durch einen Experte ausfüllen lassen? Dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Welche Abzüge gehen vom Gehalt weg?

Die Freude über den Lohn währt nur kurz, wenn man die Abzüge in der Lohnabrechnung entdeckt. Was das für junge Menschen bedeutet und wie die Beiträge einem zugute kommen.

Sarah hat eine neue Praktikumsstelle und verdient CHF 2’000.- im Monat. Sie freut sich sehr auf den ersten Lohn und hat ihn in Gedanken auch schon mehrfach ausgegeben. Als das Geld dann auf dem Konto gutgeschrieben wird, staunt sie. Von den ursprünglich CHF 2’000.- sind nur CHF 1’839.95 übrig.

Eigentlich wusste Sarah, dass es irgendwelche Abzüge gibt. Aber so viele? Und dass sie bereits mit 17 Jahren Geld in die Pensionskasse einzahlt, überrascht sie doch sehr.

Beiträge an die Sozialversicherungen zahlen junge Menschen ab dem 1. Januar des Jahres, in dem sie 18 werden. Sarah wurde am 22. Februar 2019 volljährig, darum zahlt sie im ganzen laufenden Jahr ihre Lohnbeiträge. Im Folgenden die einzelnen Abzüge im Detail, wie hoch sie sind und was damit finanziert wird.

Das kommt auf Sie zu, sobald Sie 18 sind

Krankenkasse: Mit 18 Jahren müssen sich Jugendliche um den Versicherungsschutz bei der Krankenkasse kümmern . Bis dahin waren sie wahrscheinlich ohne Franchise versichert. Neu müssen sie sich überlegen, wie hoch sie die Franchise ansetzen wollen und bei welcher Kasse sie versichert sein möchten. Die Prämien steigen, man gehört jetzt zur Versicherungsstufe «junge Erwachsene».

Ausbildung: Solange Jugendliche in Ausbildung und unter 25 Jahre alt sind, können die Eltern für sie Ausbildungszulagen beziehen. Diese betragen mindestens 250 Franken monatlich. Falls ein Elternteil verstorben ist, können Jugendliche während der Ausbildung Halbwaisenrenten und – falls diese für den minimalen Lebensunterhalt nicht reichen – Ergänzungsleistungen beantragen.

Das kommt auf Sie zu, sobald Sie 25 sind

Sozialversicherungen: Mit 25 Jahren gehört man allen Versicherungen an – man ist quasi sozialversicherungstechnisch erwachsen geworden. Das merkt man auch daran, dass die entsprechenden Abzüge jetzt abrupt ansteigen. Zum Beispiel der Beitrag an die Pensionskasse, weil man jetzt neu in die Altersvorsorge einzahlt – und zwar schon ab dem 1. Januar des Jahres, in dem man 25 Jahre alt wird (siehe Tabelle, unten).

Krankenkasse: Auch bei der Krankenkasse zahlt man ab 25 Jahren die normalen Prämien. Wichtig ist hier: Man sollte abklären, ob man Anspruch auf eine Prämienverbilligung hat – die AHV-Zweigstelle der Gemeinde weiss mehr dazu.

Ausbildung: Sobald der Nachwuchs 25 Jahre alt ist, erhalten die Eltern keine Ausbildungszulagen mehr. Mögliche Kinder- oder Waisenrenten werden eingestellt.

1. AHV, IV, EO

Dieser Abzug wird je hälftig vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen. Der Betrieb leitet seine und Sarahs Beiträge an die jeweiligen Versicherungen weiter. Auf der Lohnabrechnung ist nur der Teil ersichtlich, der Sarah abgezogen wird.

Von den insgesamt 10,25 % (zweimal 5,125 %) gehen 8,4 % an die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). Damit werden die Altersrenten mitfinanziert. 1,4 % gehen an die Invalidenversicherung (IV). Sie zahlt Renten für Menschen mit Behinderung und unterstützt deren Eingliederung. An die Erwerbsersatzordnung (EO) schliesslich gehen 0,45 %. Sie zahlt den Lohnersatz, wenn man Militärdienst oder Zivilschutz leistet, und das Mutterschaftstaggeld.

2. Arbeitslosenversicherung (ALV)

Auch diesen Abzug tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je hälftig. Die Arbeitslosenversicherung (ALV) bezahlt Sarah ein Taggeld im Umfang von 70 bis 80 % ihres bisherigen Lohns, wenn sie ihren Job verliert oder ihr Arbeitgeber Konkurs anmeldet.

3. Nichtbetriebsunfallversicherung (NBUV)

Die Nichtbetriebsunfallversicherung (NBUV) zahlt der Arbeitnehmer allein. Sie kommt zum Zug, wenn Sarah in ihrer Freizeit einen Unfall erleidet. Zum Beispiel wenn sie beim Sport verunfallt und sich ein Bein bricht. Dabei übernimmt die Unfallversicherung nicht nur die Kosten für Arzt, Transport und Spital, sondern sie kommt auch für den Lohnausfall während der Genesung auf. In Form eines Unfalltaggelds ersetzt die Versicherung ab dem dritten Tag 80 % des Lohns, vorher zahlt die Firma den Lohnausfall.

Der Arbeitgeber finanziert dagegen die Berufsunfallversicherung (BUV) allein, mit der mögliche Unfälle der Mitarbeiter während der Arbeitszeit abgedeckt werden.

4. Pensionskasse

Sarah zahlt schon mit 18 Jahren gemäss Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) in die Pensionskasse des Arbeitgebers ein. Das sind aber noch keine Sparbeiträge fürs Alter, sondern sie finanziert eine Risikoversicherung, die zusätzlich zur IV bei einer Arbeitsunfähigkeit eine Rente zahlen würde.

5. Krankentaggeldversicherung

Eine Krankentaggeldversicherung ist nicht obligatorisch. Sie kann allerdings im Arbeits- oder im Gesamtarbeitsvertrag vorgesehen sein. Die Höhe der Abzüge variiert zwischen 0,5 und 3 %. Auch diese Beträge werden je hälftig vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen.
In den meisten Fällen zahlt eine solche Krankentaggeldversicherung während rund 720 Tagen, wenn ein Angestellter krank wird. Sarah ist keiner Taggeldversicherung unterstellt. Sollte sie längere Zeit krank werden, müsste ihr Arbeitgeber im ersten Anstellungsjahr den Lohn nur drei Wochen lang weiterzahlen.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Lohnausweis, dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Wie hoch soll der Aktienanteil meiner Anlage sein?

40, 60, 80 oder 100? Wieviel Prozent einer Geldanlage in Aktien fliessen soll, ist eine Frage, die ganze Heere von Finanzexperten beschäftigt. Der Fachbegriff lautet Asset Allocation – also die Verteilung in Anlageklassen.

Dazu gehören nebst Aktien auch Barmittel, Währungen, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle. Wer noch genauer werden will, unterscheidet bei den Aktien zwischen Branchen und Regionen.

Das meiste Geld wird logischerweise mit der profitabelsten Asset-Klasse gemacht. Und um die Frage, welche das sei, möglichst präzis zu beantworten: mal die, mal jene.

Wir wissen schlicht nicht, welche Anlageklasse in Zukunft die beste sein wird. »End of story«, wie der Amerikaner in solchen Fällen so schön sagt. Für den Anleger heisst das, dass er sein Geld idealerweise gleichmässig investiert.

Dabei dürfen Sie aber nicht vergessen, dass Sie das vermutlich bereits getan haben. Sie sind ziemlich sicher einer Pensionskasse angeschlossen, und die ist üblicherweise in Anleihen und Schweizer Aktien investiert. Das heisst, Sie können beides schon mal weglassen. Vielleicht sind Sie auch Hausbesitzer – dann können Sie die Immobilien abhaken.

In der Folge empfiehlt es sich für die meisten, zu 100 Prozent in inländische und ausländische Aktien zu investieren. Am ehesten europäische, denn die sind momentan günstig bewertet.

Ist das eine gute Strategie? Das wird sich erst weisen. Und zwar viel später. Zwischendurch wird es wie eine sehr gute Strategie aussehen, dann wie eine sehr schlechte. Das ist unvermeidlich.

Wer Geld investiert, investiert in die Zukunft, und die ist ungewiss. Wer das nicht aushält, muss auf Nummer sicher gehen. Das bedeutet derzeit: Mehrere Sparkontos, die alle null Zinsen oder Negativzinsen haben und nur Spesen produzieren.

Wer das nicht will, sondern Geld verdienen, muss akzeptieren, dass die Welt sich stetig verändert und der grosse Hit von heute das grosse Fiasko von morgen sein kann und umgekehrt. End of story.

Fragen Sie die Köppel-Legal AG zum Thema Aktien!

Tipps, damit Sie niemanden Betreiben müssen

Die Zahlungsmoral der Schweizer Bevölkerung sinkt, doch Betreibungen kosten Zeit und Nerven. Mit diesen Tipps kommt es gar nicht so weit.

Die Zahlungsmoral der Schweizer Bevölkerung verschlechtert sich. Dies zeigen die Zahlen des Bundesamts für Statistik. So ist die Anzahl der landesweiten Zahlungsbefehle zwischen 2000 und 2017 um über 36% gewachsen.

Betroffen von der tiefen Zahlungsmoral sind in erster Linie Krankenkassen und das Steueramt. Doch auch Rechnungen von KMU werden immer wieder verspätetet oder gar nicht bezahlt. Das ist ein Problem, denn offene Rechnungen können besonders bei kleinen Unternehmen schnell zu Zahlungsengpässen führen. Hinzu kommt, dass Betreibungsverfahren Zeit und Nerven kosten. Deshalb sollten folgende Tipps Sie und Ihr Unternehmen unterstützen, so dass es gar nicht erst zur Betreibung kommt.

Bonität überprüfen

Besonders bei grossen Aufträgen lohnt es sich, wenn Sie vorher eine Bonitätsauskunft einholen. Unter Bonität versteht man die Eigenschaft eines Schuldners, seine künftigen Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen. Mit einer Bonitätsauskunft erhalten Sie schnell relevante Einblicke und Informationen. Zudem erhalten Sie eine Handlungsempfehlung, damit Sie die nächsten Schritte planen können.

AGB überarbeiten

Überprüfen Sie Ihre AGB und Vertragsdokumente. Alles rund um Rechnungen sollte ausführlich und präzise formuliert sein, so dass kein Spielraum für Interpretationen und Diskussionen übrig bleibt.

Firmen beobachten

Verfolgen Sie Firmen und Personen im Handelsregister. So erhalten Sie Informationen, wenn sich bei einem Kunden etwas ändert. Häufig sind plötzliche Wechsel im Management oder Umzüge erste Warnsignale.

Schnelle Zahlungen fördern

Fördern Sie schnelle Zahlungen, indem Sie den Kunden mehrere bequeme Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarten oder Paypal anbieten. Auch die Einführung von Skonto könnte sich für manches Unternehmen lohnen.

Schwierige Kunden loslassen

Vielleicht haben Sie Kunden, die vergangene Rechnungen sehr langsam oder erst nach mehreren Aufforderungen bezahlt haben. Bei solchen Kunden ist das Risiko hoch, dass irgendwann Rechnungen gar nicht mehr bezahlt werden, ausserdem verursachen Sie zusätzliche Kosten und Aufwand. In besonders extremen Fällen sollten Sie die Geschäftsbeziehung besser beenden.

Haben Sie Fragen zum Thema Bonitätsauskünften und Betreibungen, dann rufen Sie bei Köppel-Legal AG an!

Steuererklärung – Wegleitung durch den Papierkram

Wer bei der Steuererklärung planmässig vorgeht und alle Unterlagen parat hat, kann Aufwand und Ärger begrenzen. Eine Anleitung in fünf Schritten.

Wenn Sie allein nicht weiterkommen, wenden Sie sich an Ihr Steueramt: Dieses ist verpflichtet, Ihnen Auskunft zu erteilen.

Die folgenden fünf Punkte helfen Ihnen, Aufwand und Ärger beim Ausfüllen der Steuererklärung zu begrenzen:

1. Steuererklärung vorbereiten

Bevor Sie mit dem Ausfüllen der Steuererklärung beginnen, sollten Sie alle Unterlagen zusammensuchen. Sonst fangen Sie zehn Mal an − und jedes Mal hängt der Kopf ein wenig tiefer.

Die folgenden Dokumente sollten Sie vor sich haben, wenn Sie das Steuerformular ausfüllen:

  • Lohnausweis(e), Belege über Arbeitslosenversicherungstaggelder, Erwerbsausfallentschädigungen und/oder Rentenzahlungen
  • Endjahresbank- und -postkontoauszüge
  • Wertschriften
  • Quittungen der Kinderkrippe
  • Belege für Arbeitswegkosten und auswärtige Verpflegung
  • Belege über Weiterbildungskosten
  • Quittungen Ihrer Spenden
  • Belege für die selbst bezahlten Krankheitskosten
  • Belege über den Liegenschaftsunterhalt, Umbauten und Mieteinnahmen
  • Belege für Einzahlungen an die Säule 3a
  • Belege über Schulden
  • die Vorjahressteuererklärung
  • die letzte definitive Veranlagung
  • evtl. Beleg für Unterhaltszahlungen

Wer die Steuererklärung elektronisch ausfüllt, spart zusätzlich Zeit und Aufwand. Die dazu benötigte Software können Sie vom Internet herunterladen oder beim Steueramt auf einer CD-ROM beziehen.

2. Steuererklärung ausfüllen

Beginnen Sie mit den Zusatzformularen, die Sie einreichen müssen. Die dort berechneten Totalbeträge übertragen Sie in die Steuererklärung. Anschliessend gehen Sie diese Punkt für Punkt durch. Wenn Sie die Steuererklärung elektronisch ausfüllen, folgen Sie am besten den Anweisungen und der Reihenfolge im Programm. Konsultieren Sie Ihre letzte Steuererklärung und die letzte definitive Steuerrechnung. Dort sehen Sie, wie Sie es letztes Mal gemacht haben und ob das Steueramt es so akzeptiert hat. Verstehen Sie etwas nicht, lesen Sie zuerst die Wegleitung. Bringt diese Sie nicht weiter, wenden Sie sich an Ihr Steueramt, denn dieses ist verpflichtet, Ihnen Auskunft zu erteilen. Geben Sie alle Einkünfte und Vermögenswerte im In- und Ausland an. Steuerhinterziehung lohnt sich nicht.

Wollen Sie bei Abzügen, für die Pauschalen vorgesehen sind, die effektiven Kosten abziehen, müssen Sie diese auflisten und belegen. Ziehen Sie ab, was Ihnen zusteht, aber nicht auf Heller und Pfennig. Ihre Zehn-Franken-Spende an die Heilsarmee ist eine gute Tat, sie muss aber nicht in der Steuererklärung verbürgt sein. Sonst ärgern Sie nur den Steuerbeamten.

3. Steuererklärung einreichen

Die Steuererklärung muss in der Regel bis Ende März unterschrieben und mit allen Beilagen bei der Steuerbehörde eingereicht werden. Können Sie diesen Termin nicht einhalten, stellen Sie rechtzeitig ein Gesuch um Fristerstreckung. Damit das Gesuch bewilligt wird, muss die Verlängerung vor Fristablauf beantragt werden.

4. Steuererklärung kontrollieren

Mit der Abgabe der Steuererklärung sind Sie noch nicht am Ziel. Erhalten Sie Monate später die Einschätzung, sollten Sie diese unbedingt prüfen. Vergleichen Sie das steuerbare Einkommen und Vermögen in Ihrer Steuererklärung mit den Zahlen auf dem Einschätzungsentscheid und der definitiven Steuerrechnung. Ebenso sollten Sie kontrollieren, ob der Steuerbeamte den richtigen Steuertarif – verheiratet oder alleinstehend – gewählt hat, ob Sie der richtigen Konfession zugeteilt sind und ob auch der Betrag der Verrechnungssteuer stimmt. Prüfen Sie genau, denn das Steueramt ist nicht verpflichtet , Sie ausdrücklich auf Abweichungen von Ihrer Steuererklärung hinzuweisen.

5. Steuerveranlagung beanstanden

Verlieren Sie nicht gleich die Nerven, wenn das Steueramt Korrekturen vorgenommen hat. Rufen Sie Ihren Steuerbeamten an und fragen Sie ihn höflich nach dem Grund der Änderung. Vielleicht hat er nur einen Fehler gemacht. Oder er hat sogar Recht, wenn er Ihnen die Kosten für den Kochkurs nicht als abzugsfähige Weiterbildungskosten durchlässt.

Falls Sie nach dem Gespräch mit seiner Korrektur immer noch nicht einverstanden sind, können Sie gegen die Einschätzung Einsprache erheben. In den meisten Kantonen haben Sie dazu 30 Tage Zeit. Verpassen Sie diese Frist, wird die Einschätzung verbindlich, und Sie müssen die definitive Steuerrechnung bezahlen. Dann kehrt wieder für ein Jahr Ruhe ein.

Haben sie Fragen zum Thema Steuererklärung, dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Auf wie vielen Säulen soll die Säule 3a stehen?

In der Vorsorge mehr als ein Säule-3a-Konto zu führen ist sinnvoll. Primär entscheidet der Wohnort darüber, wie viele Konten eingerichtet werden sollen und vor allem, wie viel auf diese eingezahlt werden soll.

Zu einer konsequenten Planung der Altersfinanzen gehört die Säule 3a. Dieses Instrument der Vorsorge ermutigt zum disziplinierten Sparen, optimiert auf ganz legale Weise die Besteuerung und belohnt mit einer bevorzugten Verzinsung der Guthaben – zumindest ausserhalb der aktuellen Tiefzinszeiten.

Mit der Säule 3a kann ein ansehnliches Vermögen zusammenkommen. Ein Beispiel: Die junge kaufmännische Angestellte Petra beginnt im Alter von 28 Jahren, ihre dritte Säule aufzufüllen. Angestellte können seit Anfang 2019 maximal 6826 Franken im Jahr einzahlen (Selbständige bis zu 34’128 Franken). Zahlt Petra bis zu ihrem Pensionsalter bei 64 Jahren konsequent diesen Betrag ein, hat sie bis dahin – bei einer durchschnittlichen Verzinsung von einem Prozent im Jahr – einen Betrag von fast 300’000 Franken zusammengespart.

Klar, mit einem durchschnittlichen Verdienst ist der Höchstbetrag nicht immer verfügbar, und auch bei der Verzinsung kann man schwer voraussagen, wie viel sie über die Jahre einbringt. Bei konsequentem Sparen kommen aber in jedem Fall beträchtliche Sparbeträge zusammen. Und auch wenn ihr Sparhorizont noch sehr lang ist: Petra sollte jetzt schon daran denken, dass sie diesen Betrag dereinst nicht auf einmal beziehen soll. Obwohl Säule-3a-Guthaben beim Bezug einem begünstigten Steuersatz unterliegen, läppert sich die Abgabe beim Bezug des gesamten angesparten Vermögens zusammen.

Sinnvollerweise legt Petra also im Lauf der Zeit mehrere Säule-3a-Konten an, die sie dann gestaffelt bezieht. Als Frau kann sie die dritte Säule ab 59 Jahren beziehen, bei einem Mann wäre es ein Jahr später. Frühestmöglicher Bezug ist jedenfalls fünf Jahre vor dem regulären Pensionsalter.

Aber wie geht sie am besten vor? Folgende Fragen helfen Petra, ihre Planung zu optimieren.

Kann ein einzelnes Säule-3a-Konto gestaffelt bezogen werden?

Nein, dies geht nicht. Säule-3a-Konten können nur als Ganzes bezogen werden. Deswegen ist es wichtig, die Einrichtung mehrerer Säule-3a-Konten rechtzeitig zu planen.

Wie gross sollten Säule-3a-Konten bezüglich Besteuerung sein?

Die Antwort auf diese Frage fällt typisch schweizerisch aus: Es kommt auf den Kanton an. Bestimmend sind die Steuersätze – Tiefsteuerkantone wie Zug und Schwyz erheben die tiefsten Sätze – und die Frage, ob ein Kanton weitgehend linear oder progressiv besteuert. Zudem setzt die Progression bei der Besteuerung der Kapitalauszahlung je nach Kanton auf einer anderen Höhe ein.

Im linear besteuernden Kanton St. Gallen oder im Kanton Zürich, wo die Progression erst spät einsetzt, sind Konten bis zu 100’000 Franken kein Problem, ins Gewicht falle dann nur die Bundessteuer.

Deutschschweizer Kantone mit einer flachen Progression sind Appenzell-Innerrhoden, Glarus, Luzern, Obwalden und Nidwalden, St. Gallen, Solothurn, Schaffhausen, Thurgau, Uri und Zug – gemessen jeweils in den Kantonshauptorten. Eine steile Progression weisen dagegen auf: Aargau, Appenzell-Ausserrhoden, beide Basel, Graubünden, Schwyz und Zürich.

In der übrigen Schweiz besteuern nur Genf und Neuenburg mit flacher Progression. Bern, Freiburg, Jura, Tessin, Waadt und Wallis kennen eine steile Progression.

Berücksichtigen sollte man aber auch mögliche Wohnsitzwechsel: Man weiss ja nicht immer, in welchem Kanton man zum Zeitpunkt des Bezugs lebt. Mit Konten in der Grösse von etwa 50’000 Franken stehe man steuerlich in allen Kantonen gut da.

Auch die Köppel-Legal AG empfiehlt 50’000 Franken.

Fazit also: Mit mehreren Konten à 50’000 Franken ist man in jedem Falle auf der sicheren Seite. Lebt man beispielsweise in den Kantonen Zürich oder St. Gallen, erfährt man mit einem höheren Kontostand aber noch keine entscheidenden Nachteile bei der Besteuerung. Hat man nach einigen Sparjahren aber schon ein Konto jenseits von 100’000 Franken, sollte man ein weiteres Konto eröffnen.

Gibt es weitere Gründe für mehrere Säule-3a-Konten?

Mit mehreren Konten ist man flexibler, was die gesamte persönliche Finanzplanung betrifft. Beispiel, eine Früh- oder Teilpensionierung: In diesem Falle möchte jemand vorerst vielleicht nur 70’000 Franken beziehen. Zu bedenken sei ja auch:

Bezogenes Säule-3a-Geld gehört zum Vermögen. Addiert man dies zum schon bestehenden Vermögen, kann dies dazu führen, dass auch noch Vermögenssteuern bezahlt werden müssen.

Sind die Steuern der einzige Grund für mehrere Konten?

Nicht unbedingt. Mehrere Konten erlauben eine Diversifikation. Man ist punkto Verzinsung sowie auch bei den Anlagerenditen im Falle eines Säule-3a-Wertschriftenkontos nicht von einem Anbieter abhängig.

Zudem: Säule-3a-Konten sind wie andere Guthaben in der Schweiz bis 100’000 Franken einlagengeschützt. Dieser Schutz gilt allerdings jeweils für eine komplette Bankverbindung: Säule-3a-Guthaben werden zu den übrigen Kontovermögen dazugerechnet.

Es spricht aber nichts dagegen, Säule-3a-Gelder bei einem anderen Anbieter verwalten zu lassen als der eigenen Hausbank. Somit geniesst man pro Bankverbindung den jeweiligen maximalen Einlagenschutz.

Wie viele Konten soll man im Lauf der Zeit anlegen?

Oft hört man, es sollten je nach Höhe der angesparten Vermögen zwei oder drei Konten geführt werden. Eine feststehende Regel oder Empfehlung gibt es aber nicht. Pro Vorsorgestiftung – das heisst, pro Bank oder anderem Säule-3a-Anbieter – können zwei Konten geführt werden. Theoretisch kann jemand beispielsweise bei vier Banken acht Konten führen. Ob das noch Sinn ergibt, steht aber auf einem anderen Blatt.

Wie sollen die verschiedenen Guthaben bezogen werden?

Weil Vermögensverhältnisse so individuell sind, kann diesbezüglich keine einheitliche Antwort gegeben werden. Ehepaaren wird indessen empfohlen, ihre Guthaben in unterschiedlichen Jahren zu beziehen, um die Steuerlast im Haushalt besser zu verteilen.

Wichtig zu wissen ist auch: Frauen können Säule-3a-Konten unter Umständen bis zum Alter von 69 Jahren behalten, Männer bis 70 Jahre. In dieser Zeit kann auch noch einbezahlt und der Steuervorteil durch einbezahlte Beträge genutzt werden.

Können bestehende Säule-3a-Konten gesplittet werden?

Nein, es ist auch nicht erlaubt, Gelder aus einem bestehenden Konto auf zwei neue Konten aufzuteilen. Was aber geht: Ab dem Alter 59 bzw. 60 können Gelder aus einem aufgelösten Säule-3a-Konto natürlich in ein weiteres, noch weiter geführtes Säule-3a-Konto einbezahlt werden.

Bei Anlagekonten ist auch möglich, den Wertschriftenanteil zu verändern. Je nach Bank können Inhaber von Säule-3a-Konten flexibel den Anteil von Cash und den Anteil von Wertschriften variieren und im Lauf der Zeit verändern. Das ist technisch gesehen keine Aufsplittung eines Kontos, aber das Renditeprofil der Guthaben kann beeinflusst werden.

Ist es sinnvoll, Säule-3a-Gelder zu transferieren?

Zwar sind Vorsorgekonten in der heutigen Tiefzinsphase mager verzinst, aber es gibt immer noch Unterschiede zwischen den Anbietern. Die Sätze der Schweizer Banken reichen im Moment von einer Null-Verzinsung bis 0,75 Prozent. Für eine bessere Verzinsung lohnt sich ein Wechsel durchaus. Es muss nur beachtet werden, dass die Banken manchmal Bedingungen stellen. Beim aktuell „bestverzinsten“ 3a-Konto der Tessiner Kantonalbank müssen Interessenten dort auch ein normales Bankkonto einrichten.

Wie wechselt man den Anbieter?

Säule-3a-Konten zu wechseln ist bei den meisten Banken kostenlos und relativ einfach: Eine neue Bankverbindung wird eingerichtet, das Geld überwiesen, und damit die alte Verbindung saldiert. Wechsel können so oft wie gewünscht und immer vorgenommen werden, wobei manche Anbieter eine Kündigungsfrist aufweisen.

Haben sie Fragen zum diesem Thema, dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Darum sollten Sie Ihren Lohnausweis kontrollieren

Den Lohnausweis korrekt auszufüllen, ist eine Kunst. Fehler können zu Problemen führen – für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wir, die Köppel-Legal AG wissen, dass sich leicht Fehler einschleichen.

Das Wichtigste steht auf dem Lohnausweis ganz unten, in kleinen Buchstaben: «Die Richtigkeit und Vollständigkeit bestätigt der Arbeitgeber mit seiner Unterschrift.» Lohnausweise sind Urkunden. Wer sie nicht korrekt ausfüllt, muss mit Sanktionen rechnen. Wer den Lohnausweis absichtlich falsch ausfüllt, allenfalls noch gefälschte Dokumente dazulegt, wird wegen Urkundenfälschung, möglicherweise sogar wegen Betrugs, verurteilt. Es lohnt sich also, die Vorschriften akribisch genau zu befolgen, sonst drohen Nach- und Strafsteuern und eventuell noch Übleres.

Was alles zum Lohn gehört

Im Grundsatz scheint die Sache einfach. Bruttolohn und Abzüge für die Sozialversicherungen aus der Lohnbuchhaltung übernehmen und schon erscheint der Nettolohn. Doch damit ist es nur in den wenigsten Fällen getan. Denn vieles gilt als Lohn, was nicht unbedingt als solcher erkannt wird: Geburts-, Kinder- und Ausbildungszulagen, Verwaltungsratshonorare, Sitzungsgelder und Tantiemen sowie Boni und Provisionen. Trinkgelder dagegen muss der Arbeitnehmende selbst in seiner Steuererklärung deklarieren. Im Lohnausweis sind sie nur aufzuführen, wenn sie einen bedeutenden Lohnanteil ausmachen. Taggelder aus Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung sowie Leistungen der Arbeitslosenkasse und der Erwerbsersatz (EO) sind dagegen speziell unter Ziffer 7 zu erfassen. Ebenso Beiträge an Versicherungen, Quellensteuern oder Schulgelder des Arbeitnehmers.

In den Lohnausweis sind auch Kapitalleistungen und Abgangsentschädigungen mit Vorsorgecharakter, Lohnnachzahlungen und Beteiligungsrechte einzutragen. Bei den Beteiligungsrechten – beispielsweise Aktien oder Optionen – wird dabei unterschieden, ob der Arbeitnehmer sofort darüber verfügen kann (Ziffer 3) oder ob sie nur einen Anspruch auf künftige Leistungen begründen (Ziffer 15).

Zum Bruttolohn kommen zudem viele Arten von – ebenfalls steuerpflichtigen – Gehaltsnebenleistungen hinzu. Auf der andern Seite sind Abzüge zulässig, die das steuerpflichtige Einkommen reduzieren. Profitiert der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin von vergünstigtem Essen oder Gratismahlzeiten, beispielsweise von einer Kantine oder durch Lunchchecks? Dann gehört das zwar nicht zum Lohn, sehr wohl aber auf den Lohnausweis (Feld G ankreuzen).

Lunchzulagen, Gratiszimmer, Auto

Werden die Mittagszulagen bar ausbezahlt oder Lunchchecks mit einem Wert von über 180 Franken monatlich abgegeben, so gelten sie ebenfalls als Lohn. Steuerabzüge für auswärtige Verpflegung darf der Arbeitnehmer in diesem Fall nicht mehr oder nur noch beschränkt vornehmen. Doch was sind eigentlich Mahlzeiten? Relevant sind nur Frühstück, Mittag- und Nachtessen. Kaffee, Mineralwasser, Gipfeli, Süsses oder Obst zwischendurch gehören nicht dazu.

Ein Gratiszimmer muss gemäss ESTV Merkblatt N2 zu speziellen Ansätzen als Lohn ausgewiesen werden. Bei einer vergünstigten Wohnung ist die Differenz zum ortsüblichen Mietzins aufzurechnen. Ähnliches gilt für den unentgeltlichen Transport zwischen Wohn- und Arbeitsort (Feld F). Der Abzug für den Pendelweg entfällt damit für den Arbeitnehmer. Das gilt auch, wenn der Mitarbeitende ein Gratisfahrzeug zur Verfügung hat und dafür einen Privatanteil versteuert. Als Naturallohn sind in diesem Fall pauschal 0,8 Prozent des Kaufpreises – ohne Mehrwertsteuer – pro Monat einzutragen. Bei Leasingfahrzeugen gilt der Barkaufpreis des Autos. Er ist im Lohnausweis unter Ziffer 2.2 aufzuführen, allenfalls unter Abzug eines vom Arbeitnehmer entrichteten Privatanteils. Kauft der Mitarbeiter das Leasingfahrzeug, so gilt steuerlich der im Leasingvertrag festgehaltene Wert des Fahrzeuges. Eine allfällige Differenz zum tatsächlich bezahlten, niedrigeren Kaufpreis muss als Lohn ausgewiesen werden.

Sonderfall Aussendienst

Aussendienstmitarbeiter müssen den Fahrzeuggebrauch aufschlüsseln. Als Aussendienst gelten Tage, an denen die Mitarbeitenden direkt zu Kunden und von dort wieder nach Hause fahren (steuerfrei). Fährt der Aussendienstmitarbeiter zuerst ins Büro und dann zum Kunden – oder umgekehrt –, sind das halbe Aussendiensttage (hälftig steuerpflichtig). Die übrigen Tage gelten als «normale», steuerpflichtige Arbeitswege. Analog funktionieren auch Homeoffice-Tage. Sie gelten als «Aussendiensttage», dafür entfällt der Mahlzeitenabzug an diesen Tagen.

Handy und Zugabonnemente

Weniger kompliziert ist es beim Generalabonnement (GA), wenn es der Betrieb zahlt. Ist es geschäftsnotwendig, gilt es als steuerfrei, selbst wenn es privat auch zum Einsatz kommt. Wobei «geschäftsnotwendig» heisst, dass die Summe der Einzelfahrten für den Arbeitgeber teurer wäre als ein GA. Andernfalls gilt es als Lohnbestandteil. Das Gratis-Halbtax-Abonnement muss dagegen in keinem Fall in den Lohnausweis eingetragen werden.
Vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Handys, Computer und sonstige Berufswerkzeuge muss man im Lohnausweis nicht aufführen. Selbst dann nicht, wenn sie auch privat genutzt werden dürfen. Doch damit ist es bei weitem nicht getan. Dienstaltersgeschenke in bar gelten als Lohn, ebenso das Goldvreneli zum Jubiläum. Zusätzlicher Gratisurlaub oder die traditionelle Uhr sind dagegen steuerfrei und deshalb auch nicht in den Lohnausweis einzutragen.

Reka-Checks sind Lohnbestandteil

Auch sonstige Bargeschenke sind als Lohn zu deklarieren (Ziffer 2.3). Naturalgeschenke bis 500 Franken pro Ereignis sind dagegen steuerfrei. Das gilt beispielsweise für einen Früchtekorb oder Veranstaltungstickets, aber auch für Waren- und Reisegutscheine sowie Reka-Checks. Können Mitarbeitende Reka-Checks verbilligt kaufen, erhöht sich der Betrag auf 600 Franken. Die Vergünstigung darf 20 Prozent des Checkwerts in der Regel aber nicht übersteigen. WIR-Checks sind dagegen zum vollen Nominalwert zu deklarieren. Werden sie mit Einschlag abgegeben, so gilt die Differenz als Gehaltsnebenleistung. Vergünstigte Warenbezüge im eigenen Unternehmen gelten ebenfalls als Lohn. Einzutragen und letztlich zu versteuern ist die Differenz zwischen dem Marktpreis und dem Einkaufspreis des Arbeitgebers zuzüglich 10 Prozent.

Vereinsbeiträge bis 1000 Franken müssen nicht in den Lohnausweis eingetragen werden. Ebenso wenig Beiträge an Fachverbände. Eine firmeninterne Kinderkrippe muss im Lohnausweis ebenfalls nicht erwähnt werden. Kostenbeiträge an eine externe Krippe und Schulgelder dagegen schon. Zügelkosten sind nur dann frei, wenn der Umzug auf Verlangen des Arbeitgebers erfolgt. Schulgelder und auch Umzugsbeiträge an Expats unterliegen speziellen Regelungen.

Effektive Spesen und Pauschalspesen

Spesen gegen Beleg muss man zwar anmerken, aber nicht mit einem Betrag aufführen (Ziffer 13.1). Pauschal- und Repräsentationsspesen sowie pauschale Autospesen sind dagegen zu deklarieren. Sie dürfen Einzelauslagen bis 50 Franken abdecken. Wer Diskussionen darüber mit den Steuerbehörden vermeiden will, wird aber gut daran tun, das Musterformular für Pauschalspesen zu verwenden oder sein Reglement von den kantonalen Steuerbehörden genehmigen zu lassen.
Übernimmt das Unternehmen bei Geschäftsreisen auch die Kosten für den Partner, so müssen diese nicht deklariert werden.

Aus- und Weiterbildung

Zahlt der Arbeitgeber die interne oder externe Ausbildung, so taucht sie auf dem Lohnausweis nicht auf, egal, wie teuer sie war. Vorausgesetzt, es handelt sich um einen berufsorientierten Lehrgang. Andernfalls ist sie unter Ziffer 3 («unregelmässige Leistung») als Lohn aufzuführen.

Bezahlt der Arbeitgeber eine Weiterbildung, deren Rechnung auf den Arbeitnehmer lautet, so ist das zwar ebenfalls nicht lohnrelevant. Der Arbeitgeber muss diese Vergütung aber auf dem Lohnausweis vermerken, damit der Mitarbeitende nicht in Versuchung gerät, für die Ausbildungskosten selbst auch noch einen Steuerabzug vorzunehmen. Trägt ein Mitarbeiter die Weiterbildungskosten teilweise selbst, etwa, weil er die geforderte Prüfung nicht bestanden hat oder vorzeitig aus dem Unternehmen ausscheidet, so hat das zwar auch keine Lohnfolgen. Es muss aber unter Ziffer 15 vermerkt werden, damit der Arbeitnehmer seinerseits einen entsprechenden Steuerabzug (bis maximal 12 000 Franken) vornehmen kann.

Wann Nach- und Strafsteuern drohen

Gehen Lohnbestandteile oder Gehaltsnebenleistungen vergessen, so werden darauf Nachsteuern (samt Zins) und auch Sozialabgaben für AHV/IV/EO fällig. Und dies sowohl beim Arbeitgeber als auch beim Arbeitnehmer. Zudem drohen Strafen wegen Steuerhinterziehung, im Extremfall sogar Strafsteuern. Es lohnt sich also für beide Seiten, den Lohnausweis stets ganz genau zu prüfen.

Haben sie noch weitere Fragen zu Ihrem Lohnausweis, dann fragen Sie die Köppel-Legal AG!