Einflussfaktoren auf Obligationenkurse

Welche Risiken gilt es bei einer Obligationenanlage zu berücksichtigen?

Sucht der Anleger eine sichere Anlagemöglichkeit, investiert er in vielen Fällen in Obligationen. Sofern es sich um einen soliden Schuldner handelt, erhält der Investor jährlich einen Coupon und am Ende der Laufzeit den investierten Geldbetrag zurück. Allerdings gibt es auch in dieser Anlageklasse verschiedene Faktoren und damit Risiken zu beachten, welche den Preis in die eine oder andere Richtung beeinflussen können. Teilweise sind diese offensichtlich und somit dem Anleger bekannt, teilweise nicht.

Bewertungsmechanik

Der Preis einer Obligation ist trotz der garantierten Zahlungsströme nicht stabil, sondern schwankt während der Laufzeit. Um die Einflussfaktoren auf die Preisbildung besser zu verstehen, lohnt sich kurz ein Blick auf die Bewertungsmechanik einer Anleihe. Der aktuelle Preis einer Obligation wird bestimmt, indem der Barwert der zukünftigen Ausschüttungen inklusive Rückzahlung berechnet wird. Zu diesem Zweck werden die Zahlungsströme zu einem durchschnittlichen Zinssatz abdiskontiert. Die Summe aller Barwerte ergibt den aktuellen Obligationenpreis. Da der Abdiskontierungssatz nicht stabil ist, sondern sich nach den geltenden Zinssätzen sowie weiteren Einflussfaktoren richtet, ist auch der Preis für die Obligation nicht stabil.

Einflussfaktoren

Die Hauptkomponente in der Preisbildung einer Obligation ist sicher das Zinsänderungsrisiko. Zum Zeitpunkt der Emission widerspiegelt eine Anleihe ein bestimmtes Zinsumfeld. Wenn sich dieses ändert, wird sich der Preis der Obligation dahingehend anpassen, dass die zugrunde liegende Rendite dem neuen Zinsumfeld entspricht. In der Praxis bedeuten steigende Zinsen eine Preisreduktion und sinkende Zinsen eine Preisreduktion.

Neben den aktuell geltenden Zinssätzen für die jeweiligen Laufzeiten gibt es weitere Faktoren, welche den Kurs einer Obligation in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Unter anderem spielt das Kreditrisiko eine wichtige Rolle. Wenn der Anleger in Obligationen von Schuldnern mit einer schlechteren Bonität und damit höherem Ausfallrisiko investiert, verlangt er dafür eine Risikoentschädigung. Staatsanleihen mit hoher Qualität beinhalten im Normalfall ein tiefes Kreditrisiko und damit eine tiefe Entschädigung. Anleihen von Unternehmen dagegen, können je nach finanzieller Lage des Schuldners, eine tiefere Bonität aufweisen. Das damit verbunden höhere Ausfallrisiko wird mit einem höheren Coupon entschädigt. Verändert sich die Bonitätseinstufung des Schuldners, ändern sich auch die Risikoentschädigung für den Anleger und damit der Preis der Anleihe.

Während sich einzelne Risikofaktoren indirekt über den Abdiskontierungssatz auf den Preis auswirken, beeinflussen andere ganz direkt die Notierung einer Anleihe. Einer davon ist die Währung. Wenn die Anleihe nicht in Franken emittiert wird, besteht für den Schweizer Anleger ein Währungsrisiko. Solche Obligationen locken in den meisten Fällen mit einem höheren Coupon, der dem Zinsgefüge der fremden Währung entspricht. Sie stellen eine sinnvolle Ergänzung zu den Investitionen in der Heimwährung dar. Der Wert der Anleihe kann sich in diesem Fall für den Schweizer Investor auch dann verändern, wenn der Preis stabil bleibt.

Zu beachten gilt auch das Liquiditätsrisiko. Ein Vermögenswert gilt als liquide, wenn er zeitnah und ohne grosse Kosten verkauft werden kann. Wenn viele Anleger die gleiche Obligation aus spezifischen Gründen (z.B. Rückstufung der Bonität) gleichzeitig verkaufen wollen, fehlen plötzlich die Käufer. Als Folge davon können die Verkäufe nur zu deutlich tieferen Preisen erfolgen. Leider ergibt sich die eingeschränkte Handelbarkeit häufig erst in Stresssituationen und ist somit nur schwer prognostizierbar.

Bei Fragen zu diesem Thema steht Ihnen die Köppel-Legal AG zur Verfügung!

Zweite Säule – Wie krisenfest sind Schweizer Pensionskassen?

Pensionskassen müssen konsequent ihre Risiken im Auge behalten. Der Deckungsgrad liefert dafür nicht unbedingt verlässliche Angaben. Andere Gefahren wie Cyberkriminalität nehmen zu.

Pensionskassen müssen ihre Risiken nüchtern analysieren.

Es waren gute Börsenjahre für die Pensionskassen. Laufend steigende Kurse an den Aktienmärkten zogen den Deckungsgrad nach oben. Manche Vorsorgeeinrichtungen vermochten die Reserven nach dem Einbruch im Gefolge der Finanzkrise wieder auf ein ansprechendes Niveau zu heben.

Aber im vergangenen Jahr folgte der Knick. Schuld daran war die miese Stimmung an den Kapitalmärkten. Gemäss dem Pensionskassen-Monitor von Swisscanto wiesen die erfassten privatrechtlichen Kassen eine Rendite von minus 3,5 Prozent aus. Mit Ausnahme der Anlageklassen Obligationen Schweiz und Immobilien Schweiz leisteten alle Kategorien einen negativen Beitrag zur Rendite.

Damit haben sich die Reserven der Vorsorgeeinrichtungen 2018 aufgrund der Anlageverluste im Durchschnitt von 14,4 Prozent auf 7,7 Prozent beinahe halbiert. Mit anderen Worten: Statt eines komfortablen Deckungsgrads von 114,4 Prozent sind es noch bescheidenere 107,7 Prozent.

Mehr Kassen in ungemütlicher Lage

Spätestens wenn der Deckungsgrad bei einer Pensionskasse unter 100 Prozent sinkt, sollten die Alarmlampen aufleuchten. Mit der verschlechterten Performance an den Kapitalmärkten sind nun deutlich mehr Vorsorgeeinrichtungen in eine ungemütliche Lage geraten. Umso wichtiger ist ein professionelles Pensionskassen-Management. Für Branchenexperten ist das Anlagerisiko der zentrale Bestimmungsfaktor der Vorsorgesicherheit. Zur Einschätzung des gesamten Risikos operiert die Oberaufsichtskommission der beruflichen Vorsorge (OAK) mit den Kriterien finanzielle Sicherheit, Sanierungsfähigkeit und laufende Finanzierung.

Bei der finanziellen Sicherheit geht es um die Deckungsgrade, die erwarteten Renditen und die Volatilitäten. Im Fall der Sanierungsfähigkeit steht nebst den demografischen Veränderungen vor allem das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern im Vordergrund. Massgeblich für die laufende Finanzierung sind die Sollrenditen.

Als die Aufsichtsbehörde allerdings nebst der Jahresrechnung auch noch zusätzliche Kennzahlen zur finanziellen Lage erheben wollte, sperrten sich die Pensionskassen dagegen. Auch ein mehrjähriger Anlauf für eine bessere Vergleichbarkeit der finanziellen Lage von Vorsorgeeinrichtungen, angestossen durch ein parlamentarisches Postulat, verlief letztlich im Sand.

Risikotragender Deckungsgrad

Damit sind die Pensionskassen individuell gefordert, intern ein taugliches System zur Erfassung der finanziellen Risiken aufzubauen. Studien zeigen, dass heute rund ein Drittel der Vorsorgeeinrichtungen den risikotragenden Deckungsgrad anwenden. Das ist eine deutlich aussagekräftigere Kennzahl als der übliche technische Deckungsgrad.

Insgesamt wird die Qualität einer Kasse durch ihre finanzielle und strukturelle Risikofähigkeit definiert. Der risikotragende Deckungssatz verdichtet diese beiden Dimensionen in einer Kennzahl und misst dabei die Belastung der Risikoträger, also der aktiven Versicherten und der Arbeitgeber. Je höher der Anteil der garantierten Renten für die Pensionierten ist, umso höher sind die Risiken bei den aktiv Versicherten.

Berechnungen von Experten deuten darauf hin, dass der risikotragende Deckungsgrad bis zu 15 Prozent unter dem normalen technischen Deckungsgrad liegt. Statt beim aktuell ermittelten Deckungsgrad von knapp 108 Prozent läge der Durchschnitt für die Schweizer Pensionskassen gemäss dem risikotragenden Deckungsgrad lediglich noch bei rund 93 Prozent.
Visualisuerung durch «Ampelsystem»

Grössere Pensionskassen haben bereits vor längerem damit begonnen, jährlich einen umfassenden Risikobericht zuhanden des obersten Organs zu verfassen. Darin enthalten sind die Risikofelder Anlagerendite, Leistungen, Altersstruktur, Beiträge, Liquidität sowie Organisation und Prozesse. Die ermittelten Kennzahlen werden dabei von einzelnen Kassen mit einem Ampelsystem (grün-gelb-rot) bewertet, wie das etwa in den Niederlanden und in Dänemark bereits üblich ist.

Derartige Visualisierungen sind auch für die einzelnen Versicherten eine aufschlussreiche Informationsquelle. In dieser Hinsicht besteht noch grosses Potenzial. Das Beratungsunternehmen Aon jedenfalls ermittelte in seinem «Global Pension Risk Survey», dass tiefe Zinssätze, Langlebigkeit und Demografie für Pensionskassen die grössten Risiken darstellen. Besonders gefordert sind kleine und mittlere Vorsorgeeinrichtungen.

Sorgen Sie rechtzeitig vor – bei Fragen, auch zu diesem Thema, steht Ihnen die Köppel-Legal AG wie immer zur Seite!

Steuerrecht – Arbeitszimmerabzug (Home-Office-Abzug)

Im Rahmen moderner Arbeitsplatzkonzepte («Smart-Working» oder «Desksharing») stehen Mitarbeitenden oftmals keine fixen Arbeitsplätze mehr zur Verfügung. Da ein Teil von ihnen stets wegen Krankheit, Ferien oder aus anderen Gründen nicht am Arbeitsplatz sind, werden bspw. nur für 80% der Mitarbeitenden Arbeitsplätze vor Ort eingerichtet. Sind Mitarbeitende deshalb auf ein Arbeitszimmer zu Hause angewiesen, stellt sich die Frage, ob die Kosten für die Benutzung eines privaten Arbeitszimmers geltend gemacht werden können. Mit einem solchen Fall beschäftigte sich das Bundesgericht in seinem Urteil vom 31. Mai 2018 (BGer 2C_1033/2017).

Voraussetzungen des Arbeitszimmerabzugs

Die Kosten für die Benutzung eines privaten Arbeitszimmers können als übrige für die Ausübung des Berufs erforderliche Kosten im Sinne von Art. 26 Abs. 1 Bst. c DBG abgezogen werden. Dabei müssen gemäss bundesgerichtlicher Praxis (siehe bspw. BGer 2C_21/2013 vom 5. Juli 2013 E. 4.2 in: ASA 82 S. 74) kumulativ drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der zu Hause ausgeübte Anteil der Erwerbstätigkeit muss wesentlich und regelmässig sein,
  • die steuerpflichtige Person muss auf einen ruhigen, abgeschirmten und spezifisch eingerichteten Arbeitsplatz angewiesen sein und benötigt für die Berufsausübung ein Arbeitszimmer (was ihr der Arbeitgeber nicht gewährt),
  • ein besonderer Arbeitsplatz, welcher vorwiegend den Charakter eines Arbeitszimmers haben muss, ist auch tatsächlich ausgeschieden worden.
Kriterium der wesentlichen und regelmässigen Nutzung

In seinem Urteil vom 31. Mai 2018 befasste sich das Bundesgericht insbesondere damit, ob die von einem Steuerpflichtigen zu Hause ausgeübte Erwerbstätigkeit wesentlich und regelmässig war. Es sei – so führt das Bundesgericht aus – zwar nicht ausgeschlossen, dass moderne Arbeitsplatzkonzepte je länger je mehr dazu führen, dass Arbeitnehmer einen erheblichen Teil ihrer Arbeitsleistung im «Home Office» erbringen müssen. Vorliegend fehle es jedoch am Nachweis, wonach das «Smart-Working»-Konzept im konkreten Fall dazu führe, dass der Steuerpflichtige einen wesentlichen Teil der ihm obliegenden Arbeiten zu Hause ausführen müsse.

Das Bundesgericht lässt dabei offen, wie hoch die Nutzung eines privaten Arbeitszimmers konkret sein muss, um das Kriterium der wesentlichen und regelmässigen Nutzung zu erfüllen. Es verweist in diesem Zusammenhang auf die Praxis im Kanton Basel-Landschaft, welche von 40% der Arbeitszeit ausgeht (Entscheid 510 09 12 des Steuergerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 12. August 2009).

Unklarheiten bleiben bestehen

Es bleibt die Frage offen, was genau unter dem Begriff der Wesentlichkeit bzw. Erheblichkeit im Zusammenhang mit der Geltendmachung der Kosten für ein privates Arbeitszimmer zu verstehen ist bzw. was der Umfang der von zu Hause aus zu erbringenden Tätigkeit zu sein hat. Ob dabei wirklich – wie es die Praxis des Steuergerichts des Kantons Basel-Landschaft zu sein scheint – 40% Arbeitstätigkeit von zu Hause aus notwendig sind, damit das Kriterium der Wesentlichkeit erfüllt ist, muss bezweifelt werden, auch wenn das Bundesgericht ausdrücklich auf diese verweist. Vor dem Hintergrund, dass eine Home Office-Tätigkeit wohl kaum je mehr als 20-40% ausmachen wird, kann aber bereits ein Umfang von weniger (bspw. 20%) einen wesentlichen Teil ausmachen, sofern die Tätigkeit gezwungenermassen regelmässig erfolgt und die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Fraglich ist auch, ob sich die Wesentlichkeit in jedem Fall an einem 100%-Pensum misst oder ob bei reduzierten Arbeitspensen die Wesentlichkeit im Verhältnis zum Arbeitspensum beurteilt wird.

Bei Fragen wenden Sie sich an die Köppel-Legal AG, wir helfen Ihnen weiter.

Hypotheken: Banken verwirren mit Fehlprognosen

Auch weil einige Banken steigende Hypothekarzinsen voraussagten, binden viele Eigenheimbesitzer ihren Zins fest an. Doch für viele lohnt sich das nicht.

In der Schweiz dürften die Hypozinsen noch eine Weile tief bleiben. Zu diesem Schluss kommen jetzt auch die Banken, die letztes Jahr noch von einem starken Anstieg ausgingen. Manche Prognosen hinterlassen Spuren, auch wenn sie sich nicht bewahrheiten. So neigen heute viele Eigenheimbesitzer dazu, langfristige Festhypotheken abzuschliessen, weil sie der (falsch) vorausgesagten Zinswende zuvorkommen wollen. Diesen Schritt sollte man sich aber gut überlegen. Das spricht dagegen:
Teures Modell: Banken empfehlen am liebsten Festhypotheken, weil sie daran am meisten verdienen. Viele locken mit Rabatten von etwa 0,25 Prozent auf den offiziellen Zinssatz. Bei Kunden kommt das gut an. Doch Achtung: Die offiziellen Zinssätze sind meistens überhöht. Unter dem Strich ist der Zins trotz Rabatt immer noch sehr hoch.

Besser ist es, bis auf Weiteres auf Geldmarkthypotheken (Libor) zu setzen. Sie sind bis zu 0,5 Prozentpunkte günstiger als Festhypotheken (siehe Grafik). Bei einer Hypothek von 500’000 Franken spart man jedes Jahr 2500 Franken, wenn der Zins 0,5 Prozent tiefer ist. Über zehn Jahre gerechnet macht das 25’000 Franken aus, die man dank der Geldmarkthypothek sparen kann.

Wenn die Zinsen tatsächlich anziehen sollten, kann man jederzeit in eine Festhypothek wechseln. Wichtig ist darum, dass man sich mit einem intelligenten Überwachungssystem einen Zinsalarm setzen kann.
Hypothekarzins: Entwicklung seit 2008

Falsche Strategie: Eine Festhypothek gibt zwar Budgetsicherheit, sie bringt aber auch Risiken mit sich. Eine berufliche Veränderung, eine schwere Krankheit oder eine Scheidung können dazu führen, dass man sein Eigenheim verkaufen und die Hypothek vorzeitig auflösen muss. Das ist sehr teuer.

Deshalb sollte man die Hypothek auf mehrere Modelle und Laufzeiten aufteilen. Eine Geldmarkthypothek kann man problemlos mit einer langfristigen Festhypothek kombinieren.

Sie möchten die Zinsen mit einem intelligenten Überwachsungssystem im Auge behalten und möglichst lange von günstigeren Konditionen profitieren?

Die Experten der Köppel-Legal AG helfen Ihnen gerne weiter. Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Termin.

Der digitale Nachlass

Die Digitalisierung hinterlässt seine Spuren auch im Erbrecht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welches Schicksal den elektronischen Daten eines Nutzers widerfährt.

Die Erben erwerben mit dem Versterben des Nutzers die Erbschaft als Ganzes und treten in seine Rechtsstellung ein. Das Schweizer Erbrecht schweigt sich darüber aus, ob diese Daten Bestandteil eines Nachlasses bilden können. Die Daten werden urheberrechtlich nur erfasst und geschützt, wenn sie eine Schöpfung mit individuellem Charakter darstellen. Diese Anforderungen erfüllen in der Praxis wohl die wenigsten von Laien produzierten Datensammlungen. Dies bedeutet, dass das Schweizer Recht die Vererbung von solchen digitalen Daten also nicht regelt.

Netzwerke

Wie sieht es denn aktuell aus bei den diversen Sozialen-Netzwerken? Seit dem Jahr 2015 bietet Facebook die Möglichkeit, einen sogenannten Legacy-Kontakt (Erbenkontakt) zu benennen. Das ist z.B. ein Familienmitglied oder ein Freund, die unter anderem das Profilbild ändern und Freundschaftsanfragen akzeptieren können. Sie dürfen auch das Profil löschen, private Nachrichten aber dürfen sie nicht lesen. Die Messaging-App Whatsapp hat bisher keine Vorgehensweise festgelegt für den Fall, dass ein Nutzer verstirbt. Bei den beruflichen Netzwerken Xing und Linkedin kann das Konto von Verstorbenen auf inaktiv gesetzt werden, wenn eine entsprechende Meldung eingeht. Einen besonderen Nachweis braucht es dafür nicht.

Passwörter

Der passwortgeschützte Zugang zu den einzelnen Portalen stellt schliesslich ein weiteres Hindernis dar, welches von der Erbengemeinschaft bewältigt werden muss. Häufig sind den Angehörigen die Passwörter nicht bekannt. Ohne aber die Mitwirkung des Anbieters sind die Erben daher nicht in der Lage, sich in die jeweiligen Datenbanken und Plattformen einzuloggen und diese zu verwalten. Mit der Kenntnis der Passwörter würde die dargelegte Problematik erheblich entschärft. Auch virtuelle Sammlungen (Fotos, Musik usw.) können einen erheblichen finanziellen wie auch ideellen Wert darstellen. In die Erbmasse fallen gekaufte Musik- und Filmtitel jedoch in den meisten Fällen nur dann, wenn sie der Verstorbene auf seine Festplatte oder sonst einen Datenträger heruntergeladen hat. Lagern sie jedoch bloss in der Cloud (E-Book-Reader, iTunes usw.), besteht dafür lediglich eine Nutzungslizenz, welche mit dem Tod erlischt. Wie ist dann vom Nutzer und zukünftigen Erblasser mit all diesen Daten und Informationen sinnvollerweise umzugehen?

Letztwillige Verfügung

Der Testator kann in einer letztwilligen Verfügung festhalten, auf welchen Internetseiten und Plattformen er aktiv war, und die entsprechenden Passwörter festhalten oder bezeichnen, wo diese hinterlegt sind. Der Testator kann zudem anordnen, welcher Erbe sich der Betreuung der Profile annehmen und somit Einsicht in die Datensammlung erhalten soll. Es ist zulässig und empfehlenswert, diese Regelungen über die Internetdaten in einem separaten, eigens dafür vorgesehenen Testament festzuhalten. Es gibt zudem die Möglichkeit, digitale Vererbungsdienste zu nutzen. Bei diesen Anbietern kann hinterlegt werden, was mit den Daten im Todesfall passieren soll oder es kann ein Bevollmächtigter bestimmt werden.

Ein Experte soll sich um ihren Nachlass kümmern? Dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Finanzierung von Wohneigentum

Vorbezug oder Pfändung der Pensionskasse ?

Generell gilt, 20% des Eigenheims muss selbst finanziert werden. Wenn man dafür zu wenig Eigenkapital besitzt, besteht die Möglichkeit, Geld von der Pensionskasse für den Bau oder Kauf von Eigenturm vor zu beziehen oder für einen höheren Kredit zu verpfänden. Das Pensionskassengeld gilt in dem Fall dann als Sicherheit für ein Bankdarlehen.

Beide Optionen bringen sowohl Vorteile wie auch Nachteile mit sich.

Vorbezug Pensionskassen-Geld

Vorteile

  • Mehr Eigenkapital
  • Tiefere Hypothek
  • Tiefere Zinsbelastung

Nachteile

  • Tiefere Altersrente und Invaliden- & Hinterlassenenrente
  • Bis die Pensionskasse den Vorbezug ausbezahlt, kann es bis zu einem halben Jahr dauern. Man sollte sich daher von der Pensionskasse schriftlich bestätigen lassen, dass das Guthaben vor dem Notariatstermin für die Eigentumsübertragung ausbezahlt wird.

Bedingungen

  • Man darf nur alle fünf Jahre eine Mindestsumme von CHF 20’000.- (2. Säule) vorbeiziehen. Bei der Säule 3a fällt diese Bezugsuntergrenze weg.
  • Grundsätzlich nur möglich bis spätestens drei Jahre vor Erreichen des reglementarischen Pensionsalters.
  • Bis zum 50. Lebensjahr darf man das gesamte Vorsorgekapital vorbeziehen.
  • Nach dem 50. Lebensjahr bekommt man den Betrag, den man mit 50 hätte vorbeiziehen können, oder die Hälfte des aktuellen Guthabens. Je nachdem, welche Summe höher ist.
  • Bei Verheirateten Paaren muss der Ehepartner schriftlich zustimmen.
  • Nur möglich für dauernd selbst genutztes Wohneigentum. Nicht für Feriendomizil oder Liegenschaft zur Vermietung.
  • Wenn das Wohneigentum wiederverkauft wird, muss im Normalfall der vorbezogene Betrag zurückbezahlt werden.
    -Beim Bezug muss das Geld versteuert werden. Wenn man einen Wohneigentums-vorbezug zurückzahlt, kann die Steuer wieder zurückverlangt werden. Der Anspruch auf Rückerstattung der Steuern erlischt drei Jahre nach der Rückzahlung des Vorbezuges.
  • Gewisse Pensionskassen erlauben Rückzahlungen von Vorbezügen nur bis drei Jahre vor der Pensionierung.
Pfändung Pensionskassen-Geld

Vorteile

  • Keine Kürzung bei der Altersrente
  • Pensionskassen-Kapitalauszahlung wird nicht besteuert (ausser, das Pfand muss verwertet werden)
  • Höhere Steuerabzüge dank Schuldzinsen

Nachteile

  • Höhere Hypothek
  • Zinszahlungen für Darlehen

Bedingungen

  • Grundsätzlich nur möglich bis spätestens drei Jahre vor erreichen des reglementarischen Pensionsalters.
  • Nur möglich für dauernd selbst genutztes Wohneigentum. Nicht für Feriendomizil oder Liegenschaft zur Vermietung.

Die Möglichkeiten sollten genau geprüft werden und die Konsequenzen genau in Betracht gezogen werden. Die Köppel-Legal AG steht Ihnen beratend zur Seite und finden gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung. Kontaktieren Sie uns noch heute.

Steuerbelastung als Hauseigentümer optimieren – So geht’s

Eigenheimbesitzer müssen den Eigenmietwert als Einkommen versteuern. Was viele aber nicht wissen: Hauseigentümer können eine Reihe von Abzügen geltend machen. Wir verraten, wie Eigenheimbesitzer mit Ihrer Immobilie Steuern sparen.

Steuerabzüge beim Eigenheim

Grundsätzlich sind Kosten abzugsfähig, welche Wert erhaltend sind und die dem Unterhalt des Wohneigentums dienen.

Unsere Tabelle zeigt, welche Ausgaben Eigenheimbesitzer vom steuerbaren Einkommen abziehen können:

Werterhaltende Arbeiten
  • Unterhaltsarbeiten wie Maler-, Sanitär oder Schreinerarbeiten etc.
Schuldzinsen
  • Bezahlte Schuldzinsen (Hypothekarzinsen) können vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden
Umweltschutz
  • Massnahmen für den Umweltschutz oder der Energieeffizienz wie zum Beispiel eine Installation von Solaranlagen oder eine Verbesserung der Isolation (wenn sie von einem fachkundigen Unternehmen durchgeführt werden)
Sachversicherung
  • Die Prämien der Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung, Wasserschadenversicherung, Feuerversicherung & Hagelschadenversicherung sind abzugsfähig
Verwaltung
  • Kosten der Verwaltung durch Dritte
Gartenunterhalt
  • Je nach Kanton können Kosten für den Gartenunterhalt abgezogen werden
  • Wichtig: Das erstmalige Pflanzen von Bäumen, Sträuchern, etc. ist nicht abzugsfähig
Hausgeräte
  • Reparatur oder Ersatz von Hausgeräten (Waschmaschine, Kühlschrank, etc.)
Abwassergebühren
  • Abwasserentsorgung, Abwasserreinigung etc.
Wichtig:
  • Massnahmen, die den Wert der Immobilie vermehren, sind nicht abzugsfähig. Beispielsweise die Vergrösserung des Hauses oder der Einbau einer Sauna.
  • Betriebskosten wie Heizungskosten, Strom, TV-Gebühren, Frischwasser etc. können nicht abgezogen werden.
  • Die einzelnen Belege für die Steuererklärung zusammenzutragen, lohnt sich nur bei grösseren Unterhaltsarbeiten. Falls nur kleinere Arbeiten getätigt werden, fährt man in der Regel besser, wenn die Unterhaltskostenpauschale geltend gemacht wird. Denn je nach Kanton können pauschal 10 bis 20 Prozent des Eigenmietwerts abgezogen werden, ohne Belege einzureichen.
  • Oft ist es von Vorteil, die werterhaltenden Arbeiten auf mehrere Steuerperioden zu verteilen, damit die Steuerprogression gebrochen wird. Diese werterhaltenden Arbeiten müssen aber auch tatsächlich zeitlich versetzt durchgeführt werden.
  • Für Hauseigentümer empfiehlt sich wertvermehrende Investitionen sorgfältig zu dokumentieren und entsprechende Nachweise aufzubewahren. Diese können zwar nicht direkt von den Steuern abgezogen werden, jedoch später bei einem möglichen Grundstückgewinn geltend gemacht werden. So sinkt die Grundstückgewinnsteuer.

Wollen Sie Ihre Steuererklärung durch einen Experte ausfüllen lassen? Dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Welche Abzüge gehen vom Gehalt weg?

Die Freude über den Lohn währt nur kurz, wenn man die Abzüge in der Lohnabrechnung entdeckt. Was das für junge Menschen bedeutet und wie die Beiträge einem zugute kommen.

Sarah hat eine neue Praktikumsstelle und verdient CHF 2’000.- im Monat. Sie freut sich sehr auf den ersten Lohn und hat ihn in Gedanken auch schon mehrfach ausgegeben. Als das Geld dann auf dem Konto gutgeschrieben wird, staunt sie. Von den ursprünglich CHF 2’000.- sind nur CHF 1’839.95 übrig.

Eigentlich wusste Sarah, dass es irgendwelche Abzüge gibt. Aber so viele? Und dass sie bereits mit 17 Jahren Geld in die Pensionskasse einzahlt, überrascht sie doch sehr.

Beiträge an die Sozialversicherungen zahlen junge Menschen ab dem 1. Januar des Jahres, in dem sie 18 werden. Sarah wurde am 22. Februar 2019 volljährig, darum zahlt sie im ganzen laufenden Jahr ihre Lohnbeiträge. Im Folgenden die einzelnen Abzüge im Detail, wie hoch sie sind und was damit finanziert wird.

Das kommt auf Sie zu, sobald Sie 18 sind

Krankenkasse: Mit 18 Jahren müssen sich Jugendliche um den Versicherungsschutz bei der Krankenkasse kümmern . Bis dahin waren sie wahrscheinlich ohne Franchise versichert. Neu müssen sie sich überlegen, wie hoch sie die Franchise ansetzen wollen und bei welcher Kasse sie versichert sein möchten. Die Prämien steigen, man gehört jetzt zur Versicherungsstufe «junge Erwachsene».

Ausbildung: Solange Jugendliche in Ausbildung und unter 25 Jahre alt sind, können die Eltern für sie Ausbildungszulagen beziehen. Diese betragen mindestens 250 Franken monatlich. Falls ein Elternteil verstorben ist, können Jugendliche während der Ausbildung Halbwaisenrenten und – falls diese für den minimalen Lebensunterhalt nicht reichen – Ergänzungsleistungen beantragen.

Das kommt auf Sie zu, sobald Sie 25 sind

Sozialversicherungen: Mit 25 Jahren gehört man allen Versicherungen an – man ist quasi sozialversicherungstechnisch erwachsen geworden. Das merkt man auch daran, dass die entsprechenden Abzüge jetzt abrupt ansteigen. Zum Beispiel der Beitrag an die Pensionskasse, weil man jetzt neu in die Altersvorsorge einzahlt – und zwar schon ab dem 1. Januar des Jahres, in dem man 25 Jahre alt wird (siehe Tabelle, unten).

Krankenkasse: Auch bei der Krankenkasse zahlt man ab 25 Jahren die normalen Prämien. Wichtig ist hier: Man sollte abklären, ob man Anspruch auf eine Prämienverbilligung hat – die AHV-Zweigstelle der Gemeinde weiss mehr dazu.

Ausbildung: Sobald der Nachwuchs 25 Jahre alt ist, erhalten die Eltern keine Ausbildungszulagen mehr. Mögliche Kinder- oder Waisenrenten werden eingestellt.

1. AHV, IV, EO

Dieser Abzug wird je hälftig vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen. Der Betrieb leitet seine und Sarahs Beiträge an die jeweiligen Versicherungen weiter. Auf der Lohnabrechnung ist nur der Teil ersichtlich, der Sarah abgezogen wird.

Von den insgesamt 10,25 % (zweimal 5,125 %) gehen 8,4 % an die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). Damit werden die Altersrenten mitfinanziert. 1,4 % gehen an die Invalidenversicherung (IV). Sie zahlt Renten für Menschen mit Behinderung und unterstützt deren Eingliederung. An die Erwerbsersatzordnung (EO) schliesslich gehen 0,45 %. Sie zahlt den Lohnersatz, wenn man Militärdienst oder Zivilschutz leistet, und das Mutterschaftstaggeld.

2. Arbeitslosenversicherung (ALV)

Auch diesen Abzug tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je hälftig. Die Arbeitslosenversicherung (ALV) bezahlt Sarah ein Taggeld im Umfang von 70 bis 80 % ihres bisherigen Lohns, wenn sie ihren Job verliert oder ihr Arbeitgeber Konkurs anmeldet.

3. Nichtbetriebsunfallversicherung (NBUV)

Die Nichtbetriebsunfallversicherung (NBUV) zahlt der Arbeitnehmer allein. Sie kommt zum Zug, wenn Sarah in ihrer Freizeit einen Unfall erleidet. Zum Beispiel wenn sie beim Sport verunfallt und sich ein Bein bricht. Dabei übernimmt die Unfallversicherung nicht nur die Kosten für Arzt, Transport und Spital, sondern sie kommt auch für den Lohnausfall während der Genesung auf. In Form eines Unfalltaggelds ersetzt die Versicherung ab dem dritten Tag 80 % des Lohns, vorher zahlt die Firma den Lohnausfall.

Der Arbeitgeber finanziert dagegen die Berufsunfallversicherung (BUV) allein, mit der mögliche Unfälle der Mitarbeiter während der Arbeitszeit abgedeckt werden.

4. Pensionskasse

Sarah zahlt schon mit 18 Jahren gemäss Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) in die Pensionskasse des Arbeitgebers ein. Das sind aber noch keine Sparbeiträge fürs Alter, sondern sie finanziert eine Risikoversicherung, die zusätzlich zur IV bei einer Arbeitsunfähigkeit eine Rente zahlen würde.

5. Krankentaggeldversicherung

Eine Krankentaggeldversicherung ist nicht obligatorisch. Sie kann allerdings im Arbeits- oder im Gesamtarbeitsvertrag vorgesehen sein. Die Höhe der Abzüge variiert zwischen 0,5 und 3 %. Auch diese Beträge werden je hälftig vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen.
In den meisten Fällen zahlt eine solche Krankentaggeldversicherung während rund 720 Tagen, wenn ein Angestellter krank wird. Sarah ist keiner Taggeldversicherung unterstellt. Sollte sie längere Zeit krank werden, müsste ihr Arbeitgeber im ersten Anstellungsjahr den Lohn nur drei Wochen lang weiterzahlen.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Lohnausweis, dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Wie hoch soll der Aktienanteil meiner Anlage sein?

40, 60, 80 oder 100? Wieviel Prozent einer Geldanlage in Aktien fliessen soll, ist eine Frage, die ganze Heere von Finanzexperten beschäftigt. Der Fachbegriff lautet Asset Allocation – also die Verteilung in Anlageklassen.

Dazu gehören nebst Aktien auch Barmittel, Währungen, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle. Wer noch genauer werden will, unterscheidet bei den Aktien zwischen Branchen und Regionen.

Das meiste Geld wird logischerweise mit der profitabelsten Asset-Klasse gemacht. Und um die Frage, welche das sei, möglichst präzis zu beantworten: mal die, mal jene.

Wir wissen schlicht nicht, welche Anlageklasse in Zukunft die beste sein wird. »End of story«, wie der Amerikaner in solchen Fällen so schön sagt. Für den Anleger heisst das, dass er sein Geld idealerweise gleichmässig investiert.

Dabei dürfen Sie aber nicht vergessen, dass Sie das vermutlich bereits getan haben. Sie sind ziemlich sicher einer Pensionskasse angeschlossen, und die ist üblicherweise in Anleihen und Schweizer Aktien investiert. Das heisst, Sie können beides schon mal weglassen. Vielleicht sind Sie auch Hausbesitzer – dann können Sie die Immobilien abhaken.

In der Folge empfiehlt es sich für die meisten, zu 100 Prozent in inländische und ausländische Aktien zu investieren. Am ehesten europäische, denn die sind momentan günstig bewertet.

Ist das eine gute Strategie? Das wird sich erst weisen. Und zwar viel später. Zwischendurch wird es wie eine sehr gute Strategie aussehen, dann wie eine sehr schlechte. Das ist unvermeidlich.

Wer Geld investiert, investiert in die Zukunft, und die ist ungewiss. Wer das nicht aushält, muss auf Nummer sicher gehen. Das bedeutet derzeit: Mehrere Sparkontos, die alle null Zinsen oder Negativzinsen haben und nur Spesen produzieren.

Wer das nicht will, sondern Geld verdienen, muss akzeptieren, dass die Welt sich stetig verändert und der grosse Hit von heute das grosse Fiasko von morgen sein kann und umgekehrt. End of story.

Fragen Sie die Köppel-Legal AG zum Thema Aktien!

Tipps, damit Sie niemanden Betreiben müssen

Die Zahlungsmoral der Schweizer Bevölkerung sinkt, doch Betreibungen kosten Zeit und Nerven. Mit diesen Tipps kommt es gar nicht so weit.

Die Zahlungsmoral der Schweizer Bevölkerung verschlechtert sich. Dies zeigen die Zahlen des Bundesamts für Statistik. So ist die Anzahl der landesweiten Zahlungsbefehle zwischen 2000 und 2017 um über 36% gewachsen.

Betroffen von der tiefen Zahlungsmoral sind in erster Linie Krankenkassen und das Steueramt. Doch auch Rechnungen von KMU werden immer wieder verspätetet oder gar nicht bezahlt. Das ist ein Problem, denn offene Rechnungen können besonders bei kleinen Unternehmen schnell zu Zahlungsengpässen führen. Hinzu kommt, dass Betreibungsverfahren Zeit und Nerven kosten. Deshalb sollten folgende Tipps Sie und Ihr Unternehmen unterstützen, so dass es gar nicht erst zur Betreibung kommt.

Bonität überprüfen

Besonders bei grossen Aufträgen lohnt es sich, wenn Sie vorher eine Bonitätsauskunft einholen. Unter Bonität versteht man die Eigenschaft eines Schuldners, seine künftigen Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen. Mit einer Bonitätsauskunft erhalten Sie schnell relevante Einblicke und Informationen. Zudem erhalten Sie eine Handlungsempfehlung, damit Sie die nächsten Schritte planen können.

AGB überarbeiten

Überprüfen Sie Ihre AGB und Vertragsdokumente. Alles rund um Rechnungen sollte ausführlich und präzise formuliert sein, so dass kein Spielraum für Interpretationen und Diskussionen übrig bleibt.

Firmen beobachten

Verfolgen Sie Firmen und Personen im Handelsregister. So erhalten Sie Informationen, wenn sich bei einem Kunden etwas ändert. Häufig sind plötzliche Wechsel im Management oder Umzüge erste Warnsignale.

Schnelle Zahlungen fördern

Fördern Sie schnelle Zahlungen, indem Sie den Kunden mehrere bequeme Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarten oder Paypal anbieten. Auch die Einführung von Skonto könnte sich für manches Unternehmen lohnen.

Schwierige Kunden loslassen

Vielleicht haben Sie Kunden, die vergangene Rechnungen sehr langsam oder erst nach mehreren Aufforderungen bezahlt haben. Bei solchen Kunden ist das Risiko hoch, dass irgendwann Rechnungen gar nicht mehr bezahlt werden, ausserdem verursachen Sie zusätzliche Kosten und Aufwand. In besonders extremen Fällen sollten Sie die Geschäftsbeziehung besser beenden.

Haben Sie Fragen zum Thema Bonitätsauskünften und Betreibungen, dann rufen Sie bei Köppel-Legal AG an!