Nach der Pension weiterarbeiten – was müssen sie beachten

Wer über das ordentliche Rentenalter weiterarbeiten möchte, muss alle Möglichkeiten prüfen, die das steuerbare Einkommen senken.

Viele Arbeitgeber sind froh, wenn immer mehr Arbeitnehmer über das ordentliche Rentenalter hinaus weiterarbeiten möchten. Denn das Wissen und die Erfahrung älterer Arbeitnehmer sind für viele Unternehmen wichtiges Kapital.

Rente und Erwerbseinkommen können aber zu unnötig hohen Steuern führen. Es lohnt sich zu prüfen, welche Möglichkeiten die Pensionskasse, AHV, und die dritte Säule bieten, um die Steuerbelastung zu senken.

Renten und Vorsorgekapital später beziehen

Reicht das Einkommen zum Leben, kann es sich lohnen, den Bezug der Rente und vorsorgeguthaben aufzuschieben und weiterhin Beiträge zu entrichten. Männer können bis ins Alter von 70 Jahren (Frauen 69 Jahren) ihre Pensionskasse in der Regel weiterführen. Diese zusätzlichen Sparbeiträge führen zu einem höheren Altersguthaben. Abhängig von der Pensionskasse sind auch weiterhin freiwillige Einkäufe möglich, welche vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können. Ausnahme: wenn sie das Pensionskassenkapital ganz oder teilweise beziehen möchten, müssen sie sich bis spätestens drei Jahre vor der geplanten Pensionierung einkaufen, ansonsten sind Steuern nachzuzahlen. Ein Aufschub der Pensionskassenrente muss gut geprüft werden – wir, die Köppel-Legal AG, helfen ihnen dabei.

Zahlen sie in die Säule 3a ein

Eine weitere Steuersparmassnahme sind regelmässige Einzahlungen in die Säule 3a. Die Beträge sind auf CHF 6’768.- pro Jahr (oder 20% des jährlichen Nettoeinkommens, maximal CHF 33’840.-) beschränkt.

Ihre AHV-Rente kann bis zu 31,5% steigen

Die AHV-Rente kann ebenfalls aufgeschoben werden, nämlich bis zu fünf Jahren. Nach Ablauf der minimalen Aufschubdauer von einem Jahr, kann man die Rente jederzeit abrufen (Tabelle beachten). Nachteil: damit sich der Aufschub ohne Steuereffekte lohnt, müssen Frauen mindestens 85 Jahre und Männer 86 Jahre alt werden. Erst dann ist die Summe aller erhaltenen Renten höher, als bei einem regulären Bezug.

 

Rentenerhöhung bei aufgeschobenem Bezug
Rentenerhöhung in Prozenten nach einer Aufschubdauer von…
Jahr    und Monaten
0 bis 2 3 bis 5 6 bis 8 9 bis 11
1 5,2% 6,6% 8,0 % 9,4%
2 10,8% 12,3% 13,9% 15,5%
3 17,1% 18,8% 20,5% 22,2%
4 24,0% 25,8% 27,7% 29,6%
5 31,5%

Pensionskassenkapital für eine Wohnung/Haus im Ausland

Wohnung oder Haus im Ausland: Pensionskassengeld gibt es nur, wenn Sie auswandern!

«Wegen den hohen Preisen für Eigentumswohnungen in der Schweiz planen wir, eine Wohnung im Ausland zu kaufen. Kann ich dafür Gelder aus meiner Pensionskasse vorbeziehen und wie erfolgt die Besteuerung?»

Damit ein Vorbezug aus der Pensionskasse im Rahmen der Wohneigentumsförderung für eine Immobilie im Ausland überhaupt möglich ist, müssen Sie auch Ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen. Weil Zweit- und Ferienwohnungen nicht von den Geldern aus der Pensionskasse finanziert werden dürfen.

Ein Vorbezug ist problemlos, wenn jemand in einen Staat ausserhalb der EU auswandert: Dann darf man unabhängig von Wohneigentum das volle Pensionskassengeld beziehen. Wenn jemand in einen EU-Staat auswandert, ist der Bezug auf den überobligatorischen Bereich beschränkt.

Es ist anders, wenn Sie das Geld im Rahmen der Wohneigentumsförderung vorbeziehen möchten: ebenfalls ist es erlaubt, auch den obligatorischen Teil des Geldes für selbstgenutztes Wohneigentum in einem EU-Land zu nutzen, wobei aber generell ein Mindestbetrag von min. CHF 20’000.- bezogen werden muss.

Die Voraussetzungen für einen vorzeitigen Bezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung wäre bei Ihnen somit grundsätzlich erfüllt. Da Sie das Kapital aus der Pensionskasse vorbeziehen, während Sie noch in der Schweiz angemeldet sind, wird das Geld auch hier versteuert (zu einem reduzierten Satz). Erfolgt die Auszahlung für ein Wohnobjekt im Ausland, wird die Quellensteuer bereits bei der Auszahlung des Vorbezugs in Abzug gebracht. Sollte es später zu einer Rückzahlung des Vorbezugs kommen, wird die bezahlte Steuer zurückerstattet.

Das Geld aus einem Vorbezug darf nur für das Wohneigentum eingesetzt werden und nicht für anderweitige Belangen. Unabhängig von den steuerlichen Folgen und den rechtlichen Möglichkeiten für einen Vorbezug für Wohneigentum im Ausland, möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Ihnen das so bezogene Geld später für die Altersvorsorge fehlt.

Übrigens, ich halte dies für riskant, das ganze Vorsorgegeld, inkl. Säule 3a für Wohneigentum im Ausland zu verwenden und würde Ihnen von einem solchen Vorgehen abraten. Sie müssen sich ebenfalls vor Augen halten, dass neben den Erwerbskosten bei Wohneigentum noch Kosten für den Unterhalt anfallen. Zudem sollten Sie jederzeit auch für unerwartete Ereignisse über finanzielle Reserven verfügen.

Ich rate Ihnen, Ihre Pläne einerseits mit uns, oder Ihrer Pensionskasse und andererseits mit mehreren Banken im Detail zu besprechen. Sollte für Sie die Finanzierung eng werden, würde ich von einem Kauf von Wohneigentum absehen.

Unterstützung von Seniorinnen und Senioren bei administrativen Aufgaben

Über viele Jahre war die Ehefrau für administrative Aufgaben wie Zahlungen erledigen, Post bearbeiten, Rückerstattungsanträge bei der Krankenkasse stellen, oder die Steuererklärung ausfüllen, zuständig. Nach dem Tod seiner Ehefrau ist der Senior überfordert. Seine erwachsenen Kinder wohnen beide im Ausland, diese können keine regelmässige Unterstützung leisten. Der Senior hat zusammen mit seinen Kindern beschlossen, Unterstützung für die administrativen Belange bei der Köppel-Legal AG zu suchen.

Folgende Dienstleistungen bietet die Köppel-Legal AG an:

  • Steuererklärungsdienst: Das Ausfüllen der Steuererklärung ist nicht für alle ein einfaches Unterfangen. Wir füllen die Steuererklärung diskret und vertraulich aus – auch bei Ihnen Zuhause.
  • Administrative Dienste (Sozialberatung, Hilfe zu Hause, etc.): Moderne Formen des Zahlungsverkehrs, sowie die wachsende Flut von Einzahlungsscheinen im Briefkasten überfordern viele Menschen. Administrativer Verkehr mit Sozialversicherungen und Krankenkassen stellen viele ältere Menschen vor Probleme. Rückforderungen müssen gemacht, Formulare richtig ausgefüllt und termingerecht eingereicht werden. Zusätzlich unterstützen wir für Sie auch bei Behördengängen.

Wenn auch Sie unsere Hilfe und Unterstützung wünschen, zögern Sie nicht, wählen Sie unsere Telefonnummer 041 787 03 32. Wir freuen uns Ihnen unsere Hilfe anbieten zu können.

Der automatische Informationsaustausch und ausländische Immobilien (Liegenschaften)

Es ist gut zu wissen, dass ausländische Immobilien (Liegenschaften) in der Schweizer Steuererklärung deklariert werden müssen.
Ab dem Jahr 2018 gilt der automatische Informationsaustausch. Mit ihren Vertragsstaaten ist auch die Schweiz verpflichtet, Informationen zu Bankkonten und Wertschriften gegenseitig auszutauschen. Nicht Gegenstand des Informationsaustausches sind ausländische Immobilien, respektive Liegenschaften. Doch viele Eigentümer verfügen im Land der Liegenschaft auch über ein Bankkonto. Verfügen die Steuerbehörden Kenntnis von ausländischen Kontos, können diese allenfalls auf ausländische Liegenschaften hinweisen. Viele in der Schweiz wohnende Steuerpflichtige sind Eigentümer von Liegenschaften im Ausland. Diese müssen auch im Ausland versteuert werden. Was aber oft vergessen wird, dass diese Liegenschaften auch in der Schweiz zu deklarieren sind.

Steuerfolgen ausländischer Immobilien

Die Schweiz besteuert ausländische Immobilien nicht direkt. Sie werden jedoch für die Steuerabsatzbestimmung berücksichtigt. Was bedeutet das? Einkommens- und Vermögenssteuer sind progressiv ausgestaltet. Mit zunehmendem Einkommen und Vermögen werden die Steuern nicht absolut höher, sondern auch im Verhältnis zum Einkommen und Vermögen. Die ausländische Liegenschaft wird nicht besteuert, sie führt aber dazu, dass das übrige Einkommen in der Schweiz höher besteuert wird.
Wie viel zusätzliche Steuern aufgrund der ausländischen Liegenschaften geschuldet sind, hängt also massgeblich von den individuellen Verhältnissen ab.
Straflose Selbstanzeigen zur Offenlegung ausländischer Liegenschaften sind bei erfüllten Voraussetzungen in gewissen Kantonen (zB. Aargau bis am 30.09.2018) noch in diesem Jahr möglich. Dies gilt für alle Länder, mit denen Informationen bereits über das Jahr 2017 ausgetauscht werden, insbesondere alle EU-Staaten.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen die Köppel-Legal AG gerne zur Verfügung.

Vorsorge: Rente oder Kapital?

Je höher das Vorsorgeguthaben und das Einkommen im Alter, desto eher lohnt sich der Kapitalbezug aus der Pensionskasse.

Das Schweizer Stimmvolk hat beschlossen, der Umwandlungssatz bleibt bei 6,8 Prozent. So hat es, als es die Altersvorsorge 2020 im letzten Herbst bachab schickte. Doch dieser hohe Umwandlungssatz gilt nur für das obligatorisch in der zweiten Säule versicherte Altersguthaben bis zu einer Höhe von CHF 84’600.- pro Jahr. Überobligatorische Leistungen dürfen die Vorsorgeeinrichtungen nach eigenem Gutdünken verzinsen. Und davon machen sie regen Gebrauch, in Einzelfällen verzichten sie sogar vollständig darauf. Durchschnittliche Umwandlungssätze von 5 bis 6 Prozent für sogenannte umhüllende Versicherungen sind darum weit verbreitet. Tendenz weiter sinkend.

Bei der Swisscom sind es künftig noch 5,34, bei der Credit Suisse 4,865 und bei der UBS gar nur noch 4,42 Prozent (Tabelle beachten). Die Folge für die Rentner: Pro CHF 100’000.- Vorsorgekapital erhalten sie im Extremfall statt CHF 6800.- bloss noch CHF 4420.- jährlich – fast ein Fünftel weniger. Da stellt sich die Frage, ob sich der Rentenbezug überhaupt noch lohnt oder ob man sich sein Altersguthaben nicht besser als Kapital auszahlen lässt und künftig selbst verwaltet. Die Antwort ist stark geprägt von drei subjektiven Faktoren: dem individuellen Gesundheitszustand, dem Familienstatus und dem Kenntnisstand zum Thema Geldanlagen. Bin ich gesundheitlich angeschlagen, habe ich Nachkommen, denen ich gerne etwas vererben würde, kenne ich mich in Geldfragen bestens aus – dann wäre ein Kapitalbezug wahrscheinlich besser. Strotze ich vor Gesundheit, bin ich verheiratet, aber kinderlos, habe ich von Geldanlagen keine Ahnung, dann eignet sich eher ein Rentenbezug.

Wann sich der Kapitalbezug lohnt
  PK-Guthaben – CHF 400’000.-   PK-Guthaben – CHF 1’000’000.-
  Mann Frau   Mann Frau
Umwandlungssatz Schwellenwert Schwellenwert   Schwellenwert Schwellenwert
6,8% 1,25% 2,85% 0,25% 2,25%
6,5% 0,65% 2,45% 0,00% 1,75%
6,0% 0,00% 1,65% 1,05%
5,5% 0,75% 0,10%
5,0% 0,00% 0,00%
Die Rente ist oft besser für Frauen

Klar sind die Verhältnisse selten. Die meisten Menschen werden durchschnittlich alt – Frauen bleiben bei Erreichen des Pensionsalters (64 Jahre) noch etwa 23,5 Jahre, Männern mit 65 noch etwa 19,5 Jahre. Und auch die familiären Verhältnisse und die Fähigkeiten im Umgang mit Geld bewegen sich oft im Rahmen des Üblichen. In diesen weit verbreiteten Fällen entscheidet sich die Frage nach Rente oder Kapital aufgrund objektiver Faktoren: Rentenumwandlungssatz, Einkommen nach der Pensionierung sowie Höhe des Alterskapitals. Dabei zeigt sich rasch: Je tiefer der Umwandlungssatz und je höher das Einkommen im Alter, desto eher lohnt sich der Kapitalbezug (Tabelle beachten).

Frauen fahren mit der Rente oft besser als Männer. So muss ein Mann auf sein Vorsorgekapital von CHF 400’000.- bei einem Umwandlungssatz von 6 Prozent nicht einmal eine Rendite erzielen, um mit dem Kapitalbezug rein rechnerisch dennoch besser zu fahren als mit der Rente. Verfügt er über ein Alterskapital von einer Million Franken, so ist der Null-Schwellenwert bereits bei einem – hohen – Umwandlungssatz von 6,5 Prozent erreicht.
Bei einer Frau muss der Umwandlungssatz dagegen fast auf 5 Prozent fallen, damit sie mit dem Kapitalbezug ohne künftige Rendite besser fährt als mit der Rente. Doch Vorsicht: Alle diese Schwellenwerte beziehen sich auf eine Nettorendite. Berücksichtigt ist dabei einzig die Einkommenssteuer auf die Kapitalerträge. Rechnet man die Vermögenssteuer sowie alle Bank- und Transaktionsgebühren hinzu, beträgt der effektive Schwellenwert brutto rund 1 Prozent mehr. Nicht berücksichtigt wurde weiter, dass Ehe und meist auch Lebenspartner nach dem Ableben ihres Partners Anspruch auf mindestens 60 beziehungsweise 20 Prozent der Rente haben.

Kinder haben beim Ableben eines Elternteils Anspruch auf eine Rente von mindestens 20 Prozent. Ehepartner, Kinder oder Jugendliche in Ausbildung lassen die Rente darum deutlich attraktiver erscheinen. In diesem Fall muss die angestrebte Rendite beim Kapitalbezug um mindestens 1 Prozent erhöht werden, um ein Äquivalent zur Rente zu erhalten. Vor allem aber: Der Vergleich basiert auf einer rein durchschnittlichen Lebenserwartung und geht davon aus, dass das Kapital innerhalb der statistischen Restlebensdauer aufgebraucht wird.

Mathematisch ist das zwar korrekt. Es blendet aber das persönliche Langleberisiko aus. Denn wer will mit 85 oder 87 Jahren schon feststellen, dass er künftig ausschliesslich von der AHV-Rente und Ergänzungsleistungen leben muss, weil er sein gesamtes Pensionskassenkapital bereits aufgezehrt hat. Wer nebst seinem Vorsorgekapital nicht über ein nennenswertes Privatvermögen verfügt, wird also den Kapitalverbrauch reduzieren oder die Nettorendite weiter erhöhen müssen. Oder man senkt den Kapitalverzehr.

Breit gefächertes Aktienportfolio

Damit steht monatlich aber weniger Geld zur Verfügung als beim Rentenbezug. Die Rendite auf seinem Kapital zu erhöhen ist jedoch ein schwieriges Unterfangen. Heute und noch auf lange Sicht ist dies nur unter Inkaufnahme von bedeutend höheren Risiken machbar.

Am ehesten bietet sich dazu ein breit gefächertes Aktienportfolio an, das langfristig eine durchschnittliche Rendite von etwa 6 Prozent bringt. Kurzfristig sind die Schwankungen allerdings hoch, was gerade für Menschen im Rentenalter zum Problem werden kann. Denn ihnen fehlt eventuell die Zeit, Verluste an der Börse wieder wettzumachen. Nicht berücksichtigt ist auf der anderen Seite das Inflationsrisiko. Nur schon 1 Prozent Inflation lässt die Kaufkraft einer Rente von CHF 5’000.- über zehn Jahre auf rund CHF 4’500.- schmelzen. Sind es 2 Prozent, bleiben real noch etwa CHF 4’100.-. Mit einem Teuerungsausgleich oder gar realen Rentenerhöhungen ist bei den notorisch klammen Pensionskassen künftig kaum zu rechnen.

Beim Kapitalbezug lässt sich die Inflation durch Investitionen in Realwerte wie Aktien oder Immobilien eher ausgleichen. Dennoch: Wer auch langfristig auf der sicheren Seite sein will, wird zu den rechnerischen Schwellenwerten der Tabelle mindestens 2 Prozent Rendite hinzurechnen. Entsprechend attraktiver wird die Rente insbesondere für Frauen und Menschen mit eher tiefem Alterseinkommen beziehungsweise eher bescheidenem Alterskapital. Unter Berücksichtigung aller Faktoren dürfte der Rentenbezug für Männer bei einem Umwandlungssatz von rund 6 Prozent und mehr von Vorteil sein, bei Frauen ab etwa 5,5 Prozent oder höher. Fällt er tiefer, so empfiehlt sich oft der Kapitalbezug. Allerdings hängt der Entscheid auch vom verfügbaren Einkommen sowie von der Höhe des Alterskapitals ab. Als grobe Grenzwerte gelten in der Vorsorgebranche steuerbare Einkommen von etwa CHF 60’000.- jährlich und CHF 400’000.- Pensionskassenkapital: Darunter empfiehlt sich der Rentenbezug.

Bei Einkommen über CHF 120’000.- und einem Vorsorgekapital von mehr als 1 Million Franken lohnt sich meist der reine Kapitalbezug. Im Zwischenbereich sollte man vom Split der beiden Möglichkeiten profitieren: Ein Teil als Rente, um seine Grundbedürfnisse, Ehepartner und Kinder sowie das Langleberisiko abzusichern. Den Rest als Kapital, um damit sein Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können.

Krypto-Begriffe einfach erklärt

Blockchain, Mining, Wallet: Wer Kryptowährungen verstehen will, sollte einige wichtige Begriffe kennen. Köppel-Legal AG erklärt diese kurz und verständlich.
Nachrichten-Webseiten und Zeitungen sind voll von Informationen über Kryptowährungen. Dabei wird der Leser mit zahlreichen Fachbegriffen konfrontiert. In unserem kleinen «Krypto-Lexikon» klären wir Ihnen die wichtigsten Stichworte.

B wie Blockchain

Die Blockchain ist die Basis von Bitcoin und der meisten anderen Kryptowährungen. Es ist im Grunde ein zentrales Buchhaltungssystem. Jede Transaktion in der Geschichte einer Kryptowährung ist dort festgehalten. Die Blockchain ist nicht auf Geldtransaktionen beschränkt, jede Art von Informationen kann sie fälschungssicher dokumentieren. Manche sehen daher die Blockchain selbst, und nicht die spezielle Anwendung der Kryptowährung, als die für die Zukunft wichtigere Technologie an.

E wie Ethereum

Ethereum ist bestimmt die zweitwichtigste Kryptowährung nach Bitcoin, dabei wurde sie erst 2015 kreiert. Ethereum setzt ebenfalls auf die Blockchain, legt aber mehr den Fokus auf so genannte «Smart Contracts». Hierbei werden Vereinbarungen in der Blockchain rechtssicher festgehalten. Theoretisch könnten die Smart Contracts traditionelle Verträge auf Papier ersetzen und teilweise eigenständig für ihre Einhaltung sorgen. In der Praxis wird Ethereum aber wie auch Bitcoin derzeit vor allem als Wertaufbewahrungsmittel genutzt.

M wie Mining

Mining ist das Erschaffen von neuen Einheiten einer Kryptowährung. In der Regel müssen dafür grosse Rechenaufgaben gelöst werden. Bei Bitcoin werden diese Aufgaben immer komplizierter, so dass immer leistungsstärkere Computer für die Lösung gebraucht werden.
N wie Nakamoto, Satoshi
Bitcoin wurde 2009 von einer oder mehreren Personen mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erschaffen. Dessen wahre Identität ist bis heute unklar. Zahlreiche Menschen gaben an, Nakamoto zu sein oder wurden von anderen mit ihm in Verbindung gebracht, aber es besteht keine Gewissheit, wer dieser wirklich ist. Auf jeden Fall dürfte Nakamoto steinreich sein, da er oder sie wohl der grösste Besitzer von Bitcoin sind.

S wie Schlüssel

Wie fast alle modernen Verschlüsselungstechniken verwenden Kryptowährungen ein System mit zwei Schlüsseln (Keys). Jeder Nutzer hat einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel ist in der Blockchain für alle sichtbar. Jeder öffentliche Key ist aber mit einem privaten Key verbunden, auf den nur ein Nutzer Zugriff hat. Mit diesem privaten Schlüssel kann man dann beispielsweise beweisen, dass man Eigentümer eines an einen öffentlichen Schlüssel gebundenen Bitcoin ist. Deshalb gilt: Der private Key darf nicht mit Dritten geteilt werden.

T wie Transaktionen

Jede Transaktion einer Kryptowährung muss in der Blockchain festgehalten werden. Dafür sind die in der Regel die Miner zuständig. Sie kassieren dafür zum einen eine Transaktionsgebühr und bekommen zusätzlich in vielen Fällen wie bei Bitcoin neu geschaffene Einheiten der Währung als Belohnung.

W wie Wallet

Die Wallet (Portemonnaie) ist der Ort, an denen die Schlüssel für Ihre Einheiten einer Kryptowährung gespeichert ist. Das kann ein Programm auf Ihrem Computer, ein Online-Dienst oder ein speziell für diesen Zweck geschaffene Gadget, die «Hardware-Wallet» sein. Die Speicherorte unterscheiden sich hinsichtlich des Komforts und der Sicherheit teilweise erheblich.

Z wie Zahlungsmittel

Bitcoin sollte ursprünglich mal als Währung zum alltäglichen Bezahlen von Waren und Dienstleistungen dienen. Hohe Transaktionsgebühren und -dauer machen diese Anwendung aber derzeit praktisch unmöglich. Es gibt mehrere Vorschläge, die Bitcoin-Struktur so zu ändern, dass Transaktionen wieder günstiger und schneller werden. Neuere Kryptowährungen haben das Problem der Transaktionsgebühren von Anfang an erkannt und sind daher weniger anfällig.

FINMA publiziert Wegleitung zu ICOs

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA publizierte am 16.02.2018 eine Wegleitung, wie sie auf Basis des bestehenden Finanzmarktrechts mit Unterstellungsanfragen zu Initial Coin Offerings umgehen wird. Die FINMA definiert darin, welche Mindestangaben sie für die Bearbeitung solcher Anfragen benötigt und nach welchen Prinzipien sie die Beantwortung vornehmen wird. Die FINMA schafft damit Transparenz für die interessierten Marktteilnehmer.

Zur Erinnerung: Bei einem ICO überweisen Investoren eine Summe an die Organisatoren des ICO. Üblicherweise in einer Kryptowährung, häufig Ether oder Bitcoin. Im Gegenzug erhalten sie ein sogenanntes Token, das auf Blockchain basiert. Dieses Token kann nun unterschiedliche Funktionen haben.

Finma unterscheidet drei Funktionen

Die Finma unterscheidet hier drei verschiedene Funktionen:

  • Zahlungstoken
  • Nutzungstoken
  • Anlagetoken.

Zahlungstoken, das wären Kryptowährungen wie Bitcoin. Anlagetoken wären das Blockchain-Äquivalent für Wertpapiere. Nutzungstoken dagegen eröffnen Zugang zu einem digitalen Nutzen oder einer Dienstleistung – was das bedeutet, wird leider von der FINMA nicht genauer ausgeführt.

Steuerparadiese – Die Top 10 weltweit

Steuerparadiese – Ja, es gibt sie noch, die Oasen der Steuerzahler! Hier erfahren Sie, wo sich Kapitalanlagen heutzutage noch lohnen und welche Gebiete zu den Top 10 der Steuerparadiese gehören.

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben sich seit 2009 alle beobachteten Staaten den internationalen Standards für die Vermögens- und Einkommenssteuer verpflichtet. Trotzdem gibt es immer noch eine sogenannte graue Liste. Auf dieser sind Länder und Gebiete verzeichnet, die die Vorgaben der OECD bisher nicht in vollem Maße umgesetzt haben. Im Folgenden werden 10 Gebiete vorgestellt in denen der Steuerzahler noch von niedrigen Steuersätzen profitieren kann.

Belize

Der zentralamerikanische Staat Belize ist eine ehemalige britische Kolonie und bietet vor allem Offshore-Gesellschaften einen hohen Anreiz. Gründet man dort eine Gesellschaft, die zugleich neue Arbeitsplätze bietet, so garantiert die Regierung eine 15-jährige Abgabenfreiheit. Außerdem gibt es weder eine Steuer auf Fremdquelleneinkommen noch ein fiskalisches Auslieferungsabkommen. Hier ist sogar das Bankgeheimnis verfassungsrechtlich fixiert.

Liberia

Der westafrikanische Staat hat seit 1975 ein Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung mit Deutschland. Daher ist es deutschen Firmen mit Sitz in Liberia möglich Steuern ganz oder teilweise am deutschen Fiskus vorbei zu schmuggeln. Viele Schifffahrtsgesellschaften nutzen diesen Vorteil und haben außer der anfallenden Registrierungsgebühr keine weiteren Abgaben zu zahlen.

Nauru

Nauru ist mit seinen 13.000 Einwohnern und 21,3 km² Fläche der drittkleinste Staat der Erde und liegt im Indischen Ozean. Die Posphatressourcen, von deren Abbau die Bewohner Naurus seit jeher leben, neigen sich dem Ende zu. Bis 2001 fielen für die Anwohner weder Steuern noch Arzt- oder sonstige Dienstleistungskosten an. Um den Staat vor dem Bankrott zu retten und die Vorgaben der OECD zu erfüllen, werden diese Vergünstigungen nach und nach aufgehoben. Noch ist Nauru aber ein Paradies für Offshore-Banken, die dort als sogenannte Briefkastenfirmen von den niedrigen Steuern profitieren. Die russische Mafia soll auf diesem Wege jährlich mehrere Milliarden Dollar Geld waschen.

Andorra

Das Fürstentum Andorra ist der größte der sechs europäischen, unabhängigen Zwergstaaten und ist zwischen Spanien und Frankreich in den Pyrenäen gelegen. Zugleich ist es der einzige europäische Staat, der kein Finanzamt besitzt. Eine Einkommens- oder Kapitalsteuer gibt es hier praktisch nicht. Die Mehrwertsteuer für Waren und Dienstleistungen liegt bei gerade mal 4%. Auch Andorra ist also ein Paradies für Briefkastenfirmen.

Vanuatu

Zu Vanuatu zählen etwa 82 Inseln im Südpazifik. Wer eine Internetseite mit der Endung .vu besitzt, der hat diese genau diesem kleinen Inselstaat zu verdanken. Durch den Verkauf der Domains wurde der Staat wohlhabend. Sämtliches Einkommen oder Kapital ist hier steuerfrei – ein nährreicher Boden für ausländische Banken und Versicherungen.

Die Marshallinseln

Die Marshallinseln im Pazifischen Ozean waren einmal Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea. Heute sind sie bis auf einen Assoziierungsvertrag mit den USA weitgehend selbstständig. Offshore-Gesellschaften sind hier von der Steuer befreit und können sogar an der Börse notiert werden. Sämtliche auf den Marshallinseln erworbene Einkünfte sind steuerfrei.

Dominica

Dominica gehört zu den Kleinen Antillen und liegt in der Karibik. Zur Oase für europäische Unternehmen wird sie durch die fehlende Kapitalertrags- und Grundsteuer. Wie auf den Marshallinseln sind auch hier Offshore-Unternehmen von sämtlichen Steuern befreit. Kleine Besonderheit: auf Dominica ist es möglich innerhalb von 24 Stunden ein solches Unternehmen zu gründen!

Die Bahamas

Die Bahamas sind Teil der Westindischen Inseln im Nordatlantik. Neben der paradiesischen klimatischen Bedingungen sind auch die Voraussetzungen für Arbeitnehmer ideal. Steuern gibt es nicht. Der Staat verlangt lediglich Exportabgaben und Zölle.

Die Cook-Inseln

Die Cook-Inseln liegen im Südpazifik und haben lediglich einen Assoziierungsvertrag mit Neuseeland. Auch sie sind ein Paradies für Versicherungen und Offshore-Banken aufgrund ihrer nicht vorhandenen Steuer. Die Regierung hat sich eine ungewöhnliche aber wirkungsvolle Möglichkeit zum Füllen der Staatskassen einfallen lassen: eine Ausreisesteuer für Touristen in Höhe von 27 Euro. Achtung Urlauber!

Grenada

Grenada gehört zu den Inseln über dem Winde und liegt zwischen Karibik und Atlantik. Rosige Aussichten für Offshore-Unternehmen gibt es auch hier: keine Kapitalertragssteuer und nur eine niedrige Transaktionssteuer.

 

Die Auflistung beruht auf den Untersuchungen aus diversen Portalen wie z.B. www.oecd.org. Eine etwas andere Reihenfolge der Steuerparadiese bietet Bankenblatt.de.

 

Die wichtigsten Steuerabzüge im Überblick

  • Schuldzinsen (Hypothekarkredite)
  • Liegenschaftsunterhalt (werterhaltende Investitionen)
  • Bildungskosten (Ausbildung, Weiterbildung Umschulung)
  • Berufsauslagen (Fahrkosten, Unterkunft bei Wochenaufenthalter)
  • Selbst zu bezahlende Gesundheitskosten (Brille, Hörgeräte, Zahnarztrechnungen, etc.)
  • Einkäufe und Beiträge in Vorsorgeeinrichtungen (Pensionskasse, dritte Säule)
  • Spenden (gemeinnützige Organisationen, Parteien)
  • Fremdbetreuungskosten für Kinder (Tagesschule, Hort)
  • Kinderabzüge (Schüler, Studenten)

Korrigiert das Steueramt Fehler in meiner Steuererklärung?

Wir werden oft gefragt, ob das Steueramt Fehler In der Steuererklärung korrigiert. Beispiel: Sie erhalten Ergänzungsleistungen. Ergänzungsleistungen sind im Gegensatz zur AHV- und IV-Rente steuerfrei. Sie deklarieren aber aus Versehen die erhaltenen Ergänzungsleistungen in Ihrer Steuererklärung.

Was tut das Steueramt? Eine aufmerksame Steuerbehörde würde die steuerfreien Ergänzungsleistungen von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen, da die Differenz zwischen ausgewiesenem Einkommen und der Rentenbescheinigung auffallen müsste.

Sie dürfen sich jedoch nicht blind darauf verlassen und sollten die Steuerbehörde explizit auf die irrtümliche Deklaration hinweisen. Wenn Sie die definitive Veranlagung bekommen, ist besondere Aufmerksamkeit angebracht. Denn der Gesetzgeber mutet einem zu, dass man die Zahlen sorgfältig prüft und bei Unstimmigkeiten innert 30 Tagen Einsprache erhebt.

Wenn Sie das unterlassen, wird die Veranlagung rechtskräftig und kann nur noch mittels Revision geändert werden. Eine Revision ist aber ausgeschlossen, wenn Sie einen Grund vorbringen, der bereits im ordentlichen Verfahren hätte geltend gemacht werden können.

In einem solchen Fall müssten Sie tatsächlich ein zu hohes Einkommen versteuern.