Wen sollen wir als Willensvollstrecker einsetzen?

Wir (Ehepaar, 73 und 69) wollen unseren Nachlass in einem Testament regeln. Wir möchten einen Willensvollstrecker einsetzen. Wir fragen uns, ob es sinnvoll ist, für diese Funktion eine Person, die in irgendeiner Weise mit der Erbschaft verbunden ist, zu bestimmen, oder ob wir doch eher eine neutrale Person dafür einsetzen sollten?

Jede handlungsfähige natürliche Person kann das Amt des Willensvollstreckers wahrnehmen. Besondere Fähigkeiten sind dafür von Gesetzes wegen nicht vorausgesetzt. Es besteht weiter die Möglichkeit, eine juristische Person dafür einzusetzen. Auch verwandte oder verschwägerte Personen oder der Ehepartner können als Willensvollstrecker ernannt werden.

Um allfällige Interessenkonflikte zu vermeiden, empfehle ich Ihnen allerdings, eine möglichst neutrale Person einzusetzen, d.h. eine Person, die am Nachlass keine eigenen Interessen hat, also weder Erbe (gesetzlicher oder eingesetzter) noch Vermächtnisnehmer ist. Die Auswahl sollte primär auf eine Ihrer Vertrauenspersonen fallen. Von Vorteil ist zudem, wenn sich die Person mit Erbschaftsangelegenheiten generell auskennt und gegebenenfalls bereits mit Ihren Wünschen und Absichten sowie Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen vertraut ist.

Die Ernennung eines Willensvollstreckers muss durch Verfügung von Todes wegen erfolgen, d. h. entweder durch ein eigenhändiges oder öffentliches Testament oder durch einen Erbvertrag.

Nach Versterben des Erblassers werden die vorhandenen letztwilligen Verfügungen eröffnet, und der Willensvollstrecker wird über seine Ernennung informiert. Dieser ist nicht zur Annahme des Mandats verpflichtet, sondern hat die Möglichkeit, die Einsetzung abzulehnen. Deshalb ist es empfehlenswert, die Person, welche Sie als Willensvollstrecker einsetzen möchten, vorgängig über Ihre Absicht zu informieren und abzuklären, ob diese zu einer Mandatsannahme grundsätzlich überhaupt bereit ist.

Die Entschädigung für den Willensvollstrecker richtet sich nach den Vorgaben des Erblassers in der letztwilligen Verfügung. Fehlt eine solche Bestimmung, so bemisst sich die Höhe der Entschädigung nach dem effektiven Arbeitsaufwand zu einem Stundentarif, welcher den Qualifikationen des Willensvollstreckers (Ausbildung und Berufserfahrung) sowie der Komplexität des Mandats und der damit verbundenen Verantwortung angemessen Rechnung zu tragen hat.

Bei komplexen Verhältnissen

Die Einsetzung eines Willensvollstreckers empfiehlt sich insbesondere bei komplexen Familien- und Vermögensverhältnissen und bei Fällen mit Auslandbezug. Allerdings kann ein Willensvollstrecker auch zur Entlastung der Erben von administrativen Arbeiten hilfreich sein. Die Aufgabe des Willensvollstreckers ist die Umsetzung des Willens des Erblassers, wobei der Umfang seines Aufgabenbereichs vom Willen des Erblassers abhängt.

Zu seinen einzelnen Aufgaben gehören grundsätzlich die Verwaltung der Erbschaft, die Begleichung der Schulden des Erblassers, die Ausrichtung allfälliger Vermächtnisse und die Vorbereitung der Teilung des Nachlasses nach den Anordnungen des Erblassers, subsidiär nach den Vorschriften des Gesetzes. Der Entscheid über die Teilung liegt aber nicht mehr in der Kompetenz des Willensvollstreckers, sondern in derjenigen der Erben.

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Wie viel brauche ich im Alter? Ein Budget schafft Klarheit!

Erfahren Sie bei uns, der Köppel-Legal AG, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und
3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Reicht die Rente, um den Lebensstandard zu halten? Viele Erwerbstätige sind verunsichert. Klar ist: Wer nicht rechtzeitig ein Budget erstellt, weiss kaum über seine künftige Finanzsituation Bescheid.

Einzelne Ausgaben nehmen in der Regel leicht ab – zum Beispiel Steuern, Wohnkosten und Versicherungsprämien. Doch Ausgaben für Ferien, Hobbys und andere Freizeitbeschäftigungen steigen eher. Auch gesundheitliche Probleme können zusätzliche Kosten verursachen.

Unter dem Strich sind die Ausgaben meistens höher als die erwarteten Einnahmen. Spätestens mit 55 sollte man sich darum einen Überblick verschaffen, wie man nach der Pensionierung finanziell dasteht. Zeichnen sich Einkommenslücken ab, sollte man sofort beginnen, das fehlende Vermögen anzusparen.

Wie viel Vermögen nötig ist, um die Einkommenslücke zum Beispiel 20 Jahre lang zu schliessen, hängt sehr stark von der Rendite ab. Beträgt die Lücke 1000 Franken pro Monat, sind es bei 1 Prozent Rendite 217’600 Franken. Bei 2 Prozent Rendite sinkt der Bedarf auf 198’000 Franken (siehe unten).

Der Vermögensbedarf hängt von der Lücke und der Rendite ab.

Es gibt viele Möglichkeiten, um das fehlende Vermögen anzusparen:

Vorsorge:  Besonders attraktiv sind Einzahlungen in die Säule 3a und freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse. Auch Sparpläne kommen in Frage, während sich Lebensversicherungen wegen der Kosten weniger lohnen.

Wohnen:  Überlegen Sie, ob Ihre Wohnsituation nach der Pensionierung noch Ihren Bedürfnissen entspricht, und ob sie auch finanziell tragbar bleibt. Unter Umständen ist eine kleinere, weniger arbeitsintensive und günstigere Wohnung sinnvoller.

Steuern:  Wenn Sie Ihre Einkünfte und Abzüge im Hinblick auf die Pensionierung steuerlich optimieren, werden Sie im Alter jedes Jahr viel Geld sparen. Jetzt sollten Sie auch überprüfen, ob Ihre Hypothek eher zu hoch oder zu niedrig ist, und ob Ihr Vermögen steuerlich optimal angelegt ist.

Versicherungen:   Überprüfen Sie Ihre Leistungen und die Kosten. Erfahrungsgemäss lässt sich einiges optimieren und gleichzeitig mehrere hundert Franken im Jahr sparen.

Rechtliche Fallen beim Wohnungskauf

Auf dem Weg zum Eigenheim lauern Fallen. Wer sich vor dem Kauf informiert, tappt nicht hinein.

Damit sich der Traum vom eigenen Haus nicht in Luft auflöst, sollte man den Kauf bis ins kleinste Detail regeln.
Wer ein Eigenheim kaufen will, sucht nicht selten jahrelang. Und wenn das passende Objekt endlich gefunden ist, muss es oft schnell gehen. Der Verkäufer will den Deal rasch über die Bühne bringen, und andere Interessenten stehen Schlange.

Trotz aller Eile sollte eines nicht vergessen gehen: Selten im Leben geht man einen Vertrag von vergleichbarer finanzieller Tragweite ein. Man tut also gut daran, sich eingehend zu informieren, um nicht in eine der Fallen zu tappen, die beim Hauskauf lauern können.

Eine wichtige Rolle spielt der Notar. Denn Kaufverträge über Liegenschaften müssen zwingend öffentlich beurkundet werden. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet, und er muss zudem die Parteien auf heikle Punkte in den Verträgen hinweisen und ihnen mögliche Folgen aufzeigen. Weil die Vertragsfreiheit gewahrt werden muss, darf er aber nicht in die Verhandlung eingreifen.

Ein Notar kann von einem Hausverkäufer abhängig sein

Obwohl der Notar neutral bleiben muss, sollten ihm potenzielle Hauskäufer nicht blind vertrauen. Vorsicht ist vor allem in Kantonen mit freien Notaren angebracht. Sie sind nicht Staatsangestellte, sondern selbständig. Es kann vorkommen, dass ein Notar regelmässig für einen Immobilienanbieter Vertragsabschlüsse vorbereitet und deshalb wirtschaftlich von ihm abhängig ist. Es besteht also eine gewisse Gefahr, dass einzelne Punkte eher zugunsten des Verkäufers abgefasst werden – immer im Rahmen des Gesetzes.
In Kantonen mit freiem Notariat empfiehlt es sich daher, den Notar selbst zu bestimmen. Falls der Verkäufer nicht einwilligt, kann man den Vertragsentwurf durch eine spezialisierte Anwältin oder einen Notar eigener Wahl prüfen lassen. «Die dafür nötigen rund 1000 Franken sind oft gut investiertes Geld», sagt Werner Schib, Rechtsanwalt und Notar bei SwissLegal in Aarau.

Mängel am gekauften Haus sofort melden

Ein anderer tückischer Punkt beim Hauskauf sind Sachmängel. Sie können die anfängliche Begeisterung schnell schwinden lassen.
Wenn im Vertrag nichts anderes vereinbart wurde, muss der Verkäufer während fünf Jahren ab dem Erwerb für Mängel am Gebäude geradestehen. Falls eine Käuferin einen Mangel entdeckt, muss sie ihn sofort melden – aus Beweisgründen per Einschreiben. Danach hat die Käuferin die Wahl: Sie kann verlangen, dass der Kauf rückgängig gemacht wird (Wandelung) oder dass sie den Minderwert des Grundstücks ersetzt bekommt (Minderung). Wenn es die Umstände nicht rechtfertigen, den Kauf rückgängig zu machen, kann das Gericht ihr bei einer Wandelungsklage auch bloss den Ersatz des Minderwerts zusprechen.

Die Krux ist aber: Der Kaufvertrag schliesst sogenannte Gewährleistungsansprüche oft aus (also dass Mängel geltend gemacht werden können). Dann haftet der Verkäufer nur noch, wenn er einen Mangel arglistig verschwiegen hat; die Verjährungsfrist beträgt zehn Jahre. Mit einer Klage durchzukommen ist aber fast unmöglich. Die Käuferin muss nicht nur den Mangel, sondern auch die Arglist des Verkäufers beweisen können. Wir raten deshalb, die Liegenschaft vorgängig mit einem Baufachmann zu besichtigen. Dieser kann besser einschätzen, ob mit verdeckten Mängeln wie Feuchtigkeitsschäden zu rechnen ist.

Mängel beim Neubau

Wer einen Neubau kauft, ist in der Regel mit anderen Klauseln über Gewährleistungsansprüche konfrontiert. Grundsätzlich läuft es folgendermassen: Der Verkäufer schliesst selbst einen Werkvertrag mit einem Generalunternehmer (GU) ab. Dieser wiederum handelt Werkverträge mit einzelnen Handwerkern aus, sogenannten Subunternehmern. In diesen Werkverträgen ist ein Recht auf unentgeltliche Nachbesserung und Ersatz für Mangelfolgeschäden festgeschrieben. Diese Rechte lassen sich an die Käufer abtreten. Das bedeutet: Wenn ein Mangel festgestellt worden ist, kann der Käufer je nachdem, was vertraglich festgehalten wurde, entweder vom GU oder direkt von den Handwerkern verlangen, dass nachgebessert oder dass ein Folgeschaden ersetzt wird.

Das Abtreten von Mängelrechten ist zulässig, aber problematisch, wenn die Rechte später gegenüber einzelnen Handwerkern geltend gemacht werden sollen. Festzustellen, welcher Handwerker den Mangel verursacht hat, ist schwierig. Nicht selten schiebt der eine Handwerker dem anderen die Schuld in die Schuhe. Aufgepasst bei einem Gutachten, das klären soll, wer verantwortlich ist: Es kann teurer werden als die Behebung des Schadens. Und auf diesen Kosten bleibt die Käuferin sitzen.

Alles bedenken

Wir empfehlen deshalb, dass der Käufer eine Klausel zur Abtretung von Mängelrechten nur dann akzeptieren soll, wenn er die Verhältnisse und die Handwerksverträge genau kennt. Besser sei, die Mängelrechte beim GU geltend zu machen. Doch auch für diesen Fall empfiehlten wir, eine Klausel in den Vertrag aufzunehmen, wonach der Verkäufer dennoch haftet – falls der GU in Konkurs geht, also zahlungsunfähig ist.
Einen Werkvertrag kann man auch nach den Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) vereinbaren. Doch auch hier werden Mängelrechte regelmässig an die Käuferin abgetreten. Die wichtigsten Unterschiede zum klassischen Werkvertrag:

  • Sofortige Mängelrüge: Anders als nach Gesetz vorgesehen müssen Mängel gemäss «SIA 118» nicht sofort, sondern innerhalb von zwei Jahren gerügt werden. Dazu wird meist eine Zwei-Jahres-Abnahme durchgeführt. Danach kann man nur noch verdeckte Mängel rügen. Sie müssen jeweils sofort eingeschrieben angezeigt werden.
  • Umkehr der Beweislast: Während zweier Jahre muss anders als im Gesetz vorgesehen der Unternehmer beweisen, dass kein Mangel vorliegt.

Wichtig: Wenn Gewährleistungsansprüche abgetreten werden, beginnen die Rügefristen – in der Regel fünf Jahre – meist bereits bei Fertigstellung des Hauses zu laufen und nicht erst beim Abschluss des Kaufvertrags.

Arten von Mängeln bei Wohneigentum

Was ist ein Sachmangel?

  • Dem Kaufobjekt fehlt eine Eigenschaft, die für seine Gebrauchstauglichkeit notwendig ist. Beispiel: Das Dach ist undicht.
  • Eine vertraglich festgelegte Eigenschaft fehlt. Beispiel: Die Küchenfront ist weiss, obwohl Grau vereinbart wurde.

Was ist ein Mangelfolgeschaden?

  • Ein Schaden, der aufgrund eines ¬anderen Schadens entsteht. Beispiel: Ein Leck in der Wasserleitung führt zu Schimmel an den Wänden.

Haben sie Fragen zu diesem Thema? Die Experten der Köppel-Legal AG helfen Ihnen gerne weiter. Vereinbaren Sie jetzt noch einen Termin.

Einflussfaktoren auf Obligationenkurse

Welche Risiken gilt es bei einer Obligationenanlage zu berücksichtigen?

Sucht der Anleger eine sichere Anlagemöglichkeit, investiert er in vielen Fällen in Obligationen. Sofern es sich um einen soliden Schuldner handelt, erhält der Investor jährlich einen Coupon und am Ende der Laufzeit den investierten Geldbetrag zurück. Allerdings gibt es auch in dieser Anlageklasse verschiedene Faktoren und damit Risiken zu beachten, welche den Preis in die eine oder andere Richtung beeinflussen können. Teilweise sind diese offensichtlich und somit dem Anleger bekannt, teilweise nicht.

Bewertungsmechanik

Der Preis einer Obligation ist trotz der garantierten Zahlungsströme nicht stabil, sondern schwankt während der Laufzeit. Um die Einflussfaktoren auf die Preisbildung besser zu verstehen, lohnt sich kurz ein Blick auf die Bewertungsmechanik einer Anleihe. Der aktuelle Preis einer Obligation wird bestimmt, indem der Barwert der zukünftigen Ausschüttungen inklusive Rückzahlung berechnet wird. Zu diesem Zweck werden die Zahlungsströme zu einem durchschnittlichen Zinssatz abdiskontiert. Die Summe aller Barwerte ergibt den aktuellen Obligationenpreis. Da der Abdiskontierungssatz nicht stabil ist, sondern sich nach den geltenden Zinssätzen sowie weiteren Einflussfaktoren richtet, ist auch der Preis für die Obligation nicht stabil.

Einflussfaktoren

Die Hauptkomponente in der Preisbildung einer Obligation ist sicher das Zinsänderungsrisiko. Zum Zeitpunkt der Emission widerspiegelt eine Anleihe ein bestimmtes Zinsumfeld. Wenn sich dieses ändert, wird sich der Preis der Obligation dahingehend anpassen, dass die zugrunde liegende Rendite dem neuen Zinsumfeld entspricht. In der Praxis bedeuten steigende Zinsen eine Preisreduktion und sinkende Zinsen eine Preisreduktion.

Neben den aktuell geltenden Zinssätzen für die jeweiligen Laufzeiten gibt es weitere Faktoren, welche den Kurs einer Obligation in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Unter anderem spielt das Kreditrisiko eine wichtige Rolle. Wenn der Anleger in Obligationen von Schuldnern mit einer schlechteren Bonität und damit höherem Ausfallrisiko investiert, verlangt er dafür eine Risikoentschädigung. Staatsanleihen mit hoher Qualität beinhalten im Normalfall ein tiefes Kreditrisiko und damit eine tiefe Entschädigung. Anleihen von Unternehmen dagegen, können je nach finanzieller Lage des Schuldners, eine tiefere Bonität aufweisen. Das damit verbunden höhere Ausfallrisiko wird mit einem höheren Coupon entschädigt. Verändert sich die Bonitätseinstufung des Schuldners, ändern sich auch die Risikoentschädigung für den Anleger und damit der Preis der Anleihe.

Während sich einzelne Risikofaktoren indirekt über den Abdiskontierungssatz auf den Preis auswirken, beeinflussen andere ganz direkt die Notierung einer Anleihe. Einer davon ist die Währung. Wenn die Anleihe nicht in Franken emittiert wird, besteht für den Schweizer Anleger ein Währungsrisiko. Solche Obligationen locken in den meisten Fällen mit einem höheren Coupon, der dem Zinsgefüge der fremden Währung entspricht. Sie stellen eine sinnvolle Ergänzung zu den Investitionen in der Heimwährung dar. Der Wert der Anleihe kann sich in diesem Fall für den Schweizer Investor auch dann verändern, wenn der Preis stabil bleibt.

Zu beachten gilt auch das Liquiditätsrisiko. Ein Vermögenswert gilt als liquide, wenn er zeitnah und ohne grosse Kosten verkauft werden kann. Wenn viele Anleger die gleiche Obligation aus spezifischen Gründen (z.B. Rückstufung der Bonität) gleichzeitig verkaufen wollen, fehlen plötzlich die Käufer. Als Folge davon können die Verkäufe nur zu deutlich tieferen Preisen erfolgen. Leider ergibt sich die eingeschränkte Handelbarkeit häufig erst in Stresssituationen und ist somit nur schwer prognostizierbar.

Bei Fragen zu diesem Thema steht Ihnen die Köppel-Legal AG zur Verfügung!

Zweite Säule – Wie krisenfest sind Schweizer Pensionskassen?

Pensionskassen müssen konsequent ihre Risiken im Auge behalten. Der Deckungsgrad liefert dafür nicht unbedingt verlässliche Angaben. Andere Gefahren wie Cyberkriminalität nehmen zu.

Pensionskassen müssen ihre Risiken nüchtern analysieren.

Es waren gute Börsenjahre für die Pensionskassen. Laufend steigende Kurse an den Aktienmärkten zogen den Deckungsgrad nach oben. Manche Vorsorgeeinrichtungen vermochten die Reserven nach dem Einbruch im Gefolge der Finanzkrise wieder auf ein ansprechendes Niveau zu heben.

Aber im vergangenen Jahr folgte der Knick. Schuld daran war die miese Stimmung an den Kapitalmärkten. Gemäss dem Pensionskassen-Monitor von Swisscanto wiesen die erfassten privatrechtlichen Kassen eine Rendite von minus 3,5 Prozent aus. Mit Ausnahme der Anlageklassen Obligationen Schweiz und Immobilien Schweiz leisteten alle Kategorien einen negativen Beitrag zur Rendite.

Damit haben sich die Reserven der Vorsorgeeinrichtungen 2018 aufgrund der Anlageverluste im Durchschnitt von 14,4 Prozent auf 7,7 Prozent beinahe halbiert. Mit anderen Worten: Statt eines komfortablen Deckungsgrads von 114,4 Prozent sind es noch bescheidenere 107,7 Prozent.

Mehr Kassen in ungemütlicher Lage

Spätestens wenn der Deckungsgrad bei einer Pensionskasse unter 100 Prozent sinkt, sollten die Alarmlampen aufleuchten. Mit der verschlechterten Performance an den Kapitalmärkten sind nun deutlich mehr Vorsorgeeinrichtungen in eine ungemütliche Lage geraten. Umso wichtiger ist ein professionelles Pensionskassen-Management. Für Branchenexperten ist das Anlagerisiko der zentrale Bestimmungsfaktor der Vorsorgesicherheit. Zur Einschätzung des gesamten Risikos operiert die Oberaufsichtskommission der beruflichen Vorsorge (OAK) mit den Kriterien finanzielle Sicherheit, Sanierungsfähigkeit und laufende Finanzierung.

Bei der finanziellen Sicherheit geht es um die Deckungsgrade, die erwarteten Renditen und die Volatilitäten. Im Fall der Sanierungsfähigkeit steht nebst den demografischen Veränderungen vor allem das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern im Vordergrund. Massgeblich für die laufende Finanzierung sind die Sollrenditen.

Als die Aufsichtsbehörde allerdings nebst der Jahresrechnung auch noch zusätzliche Kennzahlen zur finanziellen Lage erheben wollte, sperrten sich die Pensionskassen dagegen. Auch ein mehrjähriger Anlauf für eine bessere Vergleichbarkeit der finanziellen Lage von Vorsorgeeinrichtungen, angestossen durch ein parlamentarisches Postulat, verlief letztlich im Sand.

Risikotragender Deckungsgrad

Damit sind die Pensionskassen individuell gefordert, intern ein taugliches System zur Erfassung der finanziellen Risiken aufzubauen. Studien zeigen, dass heute rund ein Drittel der Vorsorgeeinrichtungen den risikotragenden Deckungsgrad anwenden. Das ist eine deutlich aussagekräftigere Kennzahl als der übliche technische Deckungsgrad.

Insgesamt wird die Qualität einer Kasse durch ihre finanzielle und strukturelle Risikofähigkeit definiert. Der risikotragende Deckungssatz verdichtet diese beiden Dimensionen in einer Kennzahl und misst dabei die Belastung der Risikoträger, also der aktiven Versicherten und der Arbeitgeber. Je höher der Anteil der garantierten Renten für die Pensionierten ist, umso höher sind die Risiken bei den aktiv Versicherten.

Berechnungen von Experten deuten darauf hin, dass der risikotragende Deckungsgrad bis zu 15 Prozent unter dem normalen technischen Deckungsgrad liegt. Statt beim aktuell ermittelten Deckungsgrad von knapp 108 Prozent läge der Durchschnitt für die Schweizer Pensionskassen gemäss dem risikotragenden Deckungsgrad lediglich noch bei rund 93 Prozent.
Visualisuerung durch «Ampelsystem»

Grössere Pensionskassen haben bereits vor längerem damit begonnen, jährlich einen umfassenden Risikobericht zuhanden des obersten Organs zu verfassen. Darin enthalten sind die Risikofelder Anlagerendite, Leistungen, Altersstruktur, Beiträge, Liquidität sowie Organisation und Prozesse. Die ermittelten Kennzahlen werden dabei von einzelnen Kassen mit einem Ampelsystem (grün-gelb-rot) bewertet, wie das etwa in den Niederlanden und in Dänemark bereits üblich ist.

Derartige Visualisierungen sind auch für die einzelnen Versicherten eine aufschlussreiche Informationsquelle. In dieser Hinsicht besteht noch grosses Potenzial. Das Beratungsunternehmen Aon jedenfalls ermittelte in seinem «Global Pension Risk Survey», dass tiefe Zinssätze, Langlebigkeit und Demografie für Pensionskassen die grössten Risiken darstellen. Besonders gefordert sind kleine und mittlere Vorsorgeeinrichtungen.

Sorgen Sie rechtzeitig vor – bei Fragen, auch zu diesem Thema, steht Ihnen die Köppel-Legal AG wie immer zur Seite!

Steuerrecht – Arbeitszimmerabzug (Home-Office-Abzug)

Im Rahmen moderner Arbeitsplatzkonzepte («Smart-Working» oder «Desksharing») stehen Mitarbeitenden oftmals keine fixen Arbeitsplätze mehr zur Verfügung. Da ein Teil von ihnen stets wegen Krankheit, Ferien oder aus anderen Gründen nicht am Arbeitsplatz sind, werden bspw. nur für 80% der Mitarbeitenden Arbeitsplätze vor Ort eingerichtet. Sind Mitarbeitende deshalb auf ein Arbeitszimmer zu Hause angewiesen, stellt sich die Frage, ob die Kosten für die Benutzung eines privaten Arbeitszimmers geltend gemacht werden können. Mit einem solchen Fall beschäftigte sich das Bundesgericht in seinem Urteil vom 31. Mai 2018 (BGer 2C_1033/2017).

Voraussetzungen des Arbeitszimmerabzugs

Die Kosten für die Benutzung eines privaten Arbeitszimmers können als übrige für die Ausübung des Berufs erforderliche Kosten im Sinne von Art. 26 Abs. 1 Bst. c DBG abgezogen werden. Dabei müssen gemäss bundesgerichtlicher Praxis (siehe bspw. BGer 2C_21/2013 vom 5. Juli 2013 E. 4.2 in: ASA 82 S. 74) kumulativ drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der zu Hause ausgeübte Anteil der Erwerbstätigkeit muss wesentlich und regelmässig sein,
  • die steuerpflichtige Person muss auf einen ruhigen, abgeschirmten und spezifisch eingerichteten Arbeitsplatz angewiesen sein und benötigt für die Berufsausübung ein Arbeitszimmer (was ihr der Arbeitgeber nicht gewährt),
  • ein besonderer Arbeitsplatz, welcher vorwiegend den Charakter eines Arbeitszimmers haben muss, ist auch tatsächlich ausgeschieden worden.
Kriterium der wesentlichen und regelmässigen Nutzung

In seinem Urteil vom 31. Mai 2018 befasste sich das Bundesgericht insbesondere damit, ob die von einem Steuerpflichtigen zu Hause ausgeübte Erwerbstätigkeit wesentlich und regelmässig war. Es sei – so führt das Bundesgericht aus – zwar nicht ausgeschlossen, dass moderne Arbeitsplatzkonzepte je länger je mehr dazu führen, dass Arbeitnehmer einen erheblichen Teil ihrer Arbeitsleistung im «Home Office» erbringen müssen. Vorliegend fehle es jedoch am Nachweis, wonach das «Smart-Working»-Konzept im konkreten Fall dazu führe, dass der Steuerpflichtige einen wesentlichen Teil der ihm obliegenden Arbeiten zu Hause ausführen müsse.

Das Bundesgericht lässt dabei offen, wie hoch die Nutzung eines privaten Arbeitszimmers konkret sein muss, um das Kriterium der wesentlichen und regelmässigen Nutzung zu erfüllen. Es verweist in diesem Zusammenhang auf die Praxis im Kanton Basel-Landschaft, welche von 40% der Arbeitszeit ausgeht (Entscheid 510 09 12 des Steuergerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 12. August 2009).

Unklarheiten bleiben bestehen

Es bleibt die Frage offen, was genau unter dem Begriff der Wesentlichkeit bzw. Erheblichkeit im Zusammenhang mit der Geltendmachung der Kosten für ein privates Arbeitszimmer zu verstehen ist bzw. was der Umfang der von zu Hause aus zu erbringenden Tätigkeit zu sein hat. Ob dabei wirklich – wie es die Praxis des Steuergerichts des Kantons Basel-Landschaft zu sein scheint – 40% Arbeitstätigkeit von zu Hause aus notwendig sind, damit das Kriterium der Wesentlichkeit erfüllt ist, muss bezweifelt werden, auch wenn das Bundesgericht ausdrücklich auf diese verweist. Vor dem Hintergrund, dass eine Home Office-Tätigkeit wohl kaum je mehr als 20-40% ausmachen wird, kann aber bereits ein Umfang von weniger (bspw. 20%) einen wesentlichen Teil ausmachen, sofern die Tätigkeit gezwungenermassen regelmässig erfolgt und die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Fraglich ist auch, ob sich die Wesentlichkeit in jedem Fall an einem 100%-Pensum misst oder ob bei reduzierten Arbeitspensen die Wesentlichkeit im Verhältnis zum Arbeitspensum beurteilt wird.

Bei Fragen wenden Sie sich an die Köppel-Legal AG, wir helfen Ihnen weiter.

Hypotheken: Banken verwirren mit Fehlprognosen

Auch weil einige Banken steigende Hypothekarzinsen voraussagten, binden viele Eigenheimbesitzer ihren Zins fest an. Doch für viele lohnt sich das nicht.

In der Schweiz dürften die Hypozinsen noch eine Weile tief bleiben. Zu diesem Schluss kommen jetzt auch die Banken, die letztes Jahr noch von einem starken Anstieg ausgingen. Manche Prognosen hinterlassen Spuren, auch wenn sie sich nicht bewahrheiten. So neigen heute viele Eigenheimbesitzer dazu, langfristige Festhypotheken abzuschliessen, weil sie der (falsch) vorausgesagten Zinswende zuvorkommen wollen. Diesen Schritt sollte man sich aber gut überlegen. Das spricht dagegen:
Teures Modell: Banken empfehlen am liebsten Festhypotheken, weil sie daran am meisten verdienen. Viele locken mit Rabatten von etwa 0,25 Prozent auf den offiziellen Zinssatz. Bei Kunden kommt das gut an. Doch Achtung: Die offiziellen Zinssätze sind meistens überhöht. Unter dem Strich ist der Zins trotz Rabatt immer noch sehr hoch.

Besser ist es, bis auf Weiteres auf Geldmarkthypotheken (Libor) zu setzen. Sie sind bis zu 0,5 Prozentpunkte günstiger als Festhypotheken (siehe Grafik). Bei einer Hypothek von 500’000 Franken spart man jedes Jahr 2500 Franken, wenn der Zins 0,5 Prozent tiefer ist. Über zehn Jahre gerechnet macht das 25’000 Franken aus, die man dank der Geldmarkthypothek sparen kann.

Wenn die Zinsen tatsächlich anziehen sollten, kann man jederzeit in eine Festhypothek wechseln. Wichtig ist darum, dass man sich mit einem intelligenten Überwachungssystem einen Zinsalarm setzen kann.
Hypothekarzins: Entwicklung seit 2008

Falsche Strategie: Eine Festhypothek gibt zwar Budgetsicherheit, sie bringt aber auch Risiken mit sich. Eine berufliche Veränderung, eine schwere Krankheit oder eine Scheidung können dazu führen, dass man sein Eigenheim verkaufen und die Hypothek vorzeitig auflösen muss. Das ist sehr teuer.

Deshalb sollte man die Hypothek auf mehrere Modelle und Laufzeiten aufteilen. Eine Geldmarkthypothek kann man problemlos mit einer langfristigen Festhypothek kombinieren.

Sie möchten die Zinsen mit einem intelligenten Überwachsungssystem im Auge behalten und möglichst lange von günstigeren Konditionen profitieren?

Die Experten der Köppel-Legal AG helfen Ihnen gerne weiter. Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Termin.

Der digitale Nachlass

Die Digitalisierung hinterlässt seine Spuren auch im Erbrecht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welches Schicksal den elektronischen Daten eines Nutzers widerfährt.

Die Erben erwerben mit dem Versterben des Nutzers die Erbschaft als Ganzes und treten in seine Rechtsstellung ein. Das Schweizer Erbrecht schweigt sich darüber aus, ob diese Daten Bestandteil eines Nachlasses bilden können. Die Daten werden urheberrechtlich nur erfasst und geschützt, wenn sie eine Schöpfung mit individuellem Charakter darstellen. Diese Anforderungen erfüllen in der Praxis wohl die wenigsten von Laien produzierten Datensammlungen. Dies bedeutet, dass das Schweizer Recht die Vererbung von solchen digitalen Daten also nicht regelt.

Netzwerke

Wie sieht es denn aktuell aus bei den diversen Sozialen-Netzwerken? Seit dem Jahr 2015 bietet Facebook die Möglichkeit, einen sogenannten Legacy-Kontakt (Erbenkontakt) zu benennen. Das ist z.B. ein Familienmitglied oder ein Freund, die unter anderem das Profilbild ändern und Freundschaftsanfragen akzeptieren können. Sie dürfen auch das Profil löschen, private Nachrichten aber dürfen sie nicht lesen. Die Messaging-App Whatsapp hat bisher keine Vorgehensweise festgelegt für den Fall, dass ein Nutzer verstirbt. Bei den beruflichen Netzwerken Xing und Linkedin kann das Konto von Verstorbenen auf inaktiv gesetzt werden, wenn eine entsprechende Meldung eingeht. Einen besonderen Nachweis braucht es dafür nicht.

Passwörter

Der passwortgeschützte Zugang zu den einzelnen Portalen stellt schliesslich ein weiteres Hindernis dar, welches von der Erbengemeinschaft bewältigt werden muss. Häufig sind den Angehörigen die Passwörter nicht bekannt. Ohne aber die Mitwirkung des Anbieters sind die Erben daher nicht in der Lage, sich in die jeweiligen Datenbanken und Plattformen einzuloggen und diese zu verwalten. Mit der Kenntnis der Passwörter würde die dargelegte Problematik erheblich entschärft. Auch virtuelle Sammlungen (Fotos, Musik usw.) können einen erheblichen finanziellen wie auch ideellen Wert darstellen. In die Erbmasse fallen gekaufte Musik- und Filmtitel jedoch in den meisten Fällen nur dann, wenn sie der Verstorbene auf seine Festplatte oder sonst einen Datenträger heruntergeladen hat. Lagern sie jedoch bloss in der Cloud (E-Book-Reader, iTunes usw.), besteht dafür lediglich eine Nutzungslizenz, welche mit dem Tod erlischt. Wie ist dann vom Nutzer und zukünftigen Erblasser mit all diesen Daten und Informationen sinnvollerweise umzugehen?

Letztwillige Verfügung

Der Testator kann in einer letztwilligen Verfügung festhalten, auf welchen Internetseiten und Plattformen er aktiv war, und die entsprechenden Passwörter festhalten oder bezeichnen, wo diese hinterlegt sind. Der Testator kann zudem anordnen, welcher Erbe sich der Betreuung der Profile annehmen und somit Einsicht in die Datensammlung erhalten soll. Es ist zulässig und empfehlenswert, diese Regelungen über die Internetdaten in einem separaten, eigens dafür vorgesehenen Testament festzuhalten. Es gibt zudem die Möglichkeit, digitale Vererbungsdienste zu nutzen. Bei diesen Anbietern kann hinterlegt werden, was mit den Daten im Todesfall passieren soll oder es kann ein Bevollmächtigter bestimmt werden.

Ein Experte soll sich um ihren Nachlass kümmern? Dann wenden Sie sich doch an die Köppel-Legal AG!

Finanzierung von Wohneigentum

Vorbezug oder Pfändung der Pensionskasse ?

Generell gilt, 20% des Eigenheims muss selbst finanziert werden. Wenn man dafür zu wenig Eigenkapital besitzt, besteht die Möglichkeit, Geld von der Pensionskasse für den Bau oder Kauf von Eigenturm vor zu beziehen oder für einen höheren Kredit zu verpfänden. Das Pensionskassengeld gilt in dem Fall dann als Sicherheit für ein Bankdarlehen.

Beide Optionen bringen sowohl Vorteile wie auch Nachteile mit sich.

Vorbezug Pensionskassen-Geld

Vorteile

  • Mehr Eigenkapital
  • Tiefere Hypothek
  • Tiefere Zinsbelastung

Nachteile

  • Tiefere Altersrente und Invaliden- & Hinterlassenenrente
  • Bis die Pensionskasse den Vorbezug ausbezahlt, kann es bis zu einem halben Jahr dauern. Man sollte sich daher von der Pensionskasse schriftlich bestätigen lassen, dass das Guthaben vor dem Notariatstermin für die Eigentumsübertragung ausbezahlt wird.

Bedingungen

  • Man darf nur alle fünf Jahre eine Mindestsumme von CHF 20’000.- (2. Säule) vorbeiziehen. Bei der Säule 3a fällt diese Bezugsuntergrenze weg.
  • Grundsätzlich nur möglich bis spätestens drei Jahre vor Erreichen des reglementarischen Pensionsalters.
  • Bis zum 50. Lebensjahr darf man das gesamte Vorsorgekapital vorbeziehen.
  • Nach dem 50. Lebensjahr bekommt man den Betrag, den man mit 50 hätte vorbeiziehen können, oder die Hälfte des aktuellen Guthabens. Je nachdem, welche Summe höher ist.
  • Bei Verheirateten Paaren muss der Ehepartner schriftlich zustimmen.
  • Nur möglich für dauernd selbst genutztes Wohneigentum. Nicht für Feriendomizil oder Liegenschaft zur Vermietung.
  • Wenn das Wohneigentum wiederverkauft wird, muss im Normalfall der vorbezogene Betrag zurückbezahlt werden.
    -Beim Bezug muss das Geld versteuert werden. Wenn man einen Wohneigentums-vorbezug zurückzahlt, kann die Steuer wieder zurückverlangt werden. Der Anspruch auf Rückerstattung der Steuern erlischt drei Jahre nach der Rückzahlung des Vorbezuges.
  • Gewisse Pensionskassen erlauben Rückzahlungen von Vorbezügen nur bis drei Jahre vor der Pensionierung.
Pfändung Pensionskassen-Geld

Vorteile

  • Keine Kürzung bei der Altersrente
  • Pensionskassen-Kapitalauszahlung wird nicht besteuert (ausser, das Pfand muss verwertet werden)
  • Höhere Steuerabzüge dank Schuldzinsen

Nachteile

  • Höhere Hypothek
  • Zinszahlungen für Darlehen

Bedingungen

  • Grundsätzlich nur möglich bis spätestens drei Jahre vor erreichen des reglementarischen Pensionsalters.
  • Nur möglich für dauernd selbst genutztes Wohneigentum. Nicht für Feriendomizil oder Liegenschaft zur Vermietung.

Die Möglichkeiten sollten genau geprüft werden und die Konsequenzen genau in Betracht gezogen werden. Die Köppel-Legal AG steht Ihnen beratend zur Seite und finden gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung. Kontaktieren Sie uns noch heute.

Steuerbelastung als Hauseigentümer optimieren – So geht’s

Eigenheimbesitzer müssen den Eigenmietwert als Einkommen versteuern. Was viele aber nicht wissen: Hauseigentümer können eine Reihe von Abzügen geltend machen. Wir verraten, wie Eigenheimbesitzer mit Ihrer Immobilie Steuern sparen.

Steuerabzüge beim Eigenheim

Grundsätzlich sind Kosten abzugsfähig, welche Wert erhaltend sind und die dem Unterhalt des Wohneigentums dienen.

Unsere Tabelle zeigt, welche Ausgaben Eigenheimbesitzer vom steuerbaren Einkommen abziehen können:

Werterhaltende Arbeiten
  • Unterhaltsarbeiten wie Maler-, Sanitär oder Schreinerarbeiten etc.
Schuldzinsen
  • Bezahlte Schuldzinsen (Hypothekarzinsen) können vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden
Umweltschutz
  • Massnahmen für den Umweltschutz oder der Energieeffizienz wie zum Beispiel eine Installation von Solaranlagen oder eine Verbesserung der Isolation (wenn sie von einem fachkundigen Unternehmen durchgeführt werden)
Sachversicherung
  • Die Prämien der Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung, Wasserschadenversicherung, Feuerversicherung & Hagelschadenversicherung sind abzugsfähig
Verwaltung
  • Kosten der Verwaltung durch Dritte
Gartenunterhalt
  • Je nach Kanton können Kosten für den Gartenunterhalt abgezogen werden
  • Wichtig: Das erstmalige Pflanzen von Bäumen, Sträuchern, etc. ist nicht abzugsfähig
Hausgeräte
  • Reparatur oder Ersatz von Hausgeräten (Waschmaschine, Kühlschrank, etc.)
Abwassergebühren
  • Abwasserentsorgung, Abwasserreinigung etc.
Wichtig:
  • Massnahmen, die den Wert der Immobilie vermehren, sind nicht abzugsfähig. Beispielsweise die Vergrösserung des Hauses oder der Einbau einer Sauna.
  • Betriebskosten wie Heizungskosten, Strom, TV-Gebühren, Frischwasser etc. können nicht abgezogen werden.
  • Die einzelnen Belege für die Steuererklärung zusammenzutragen, lohnt sich nur bei grösseren Unterhaltsarbeiten. Falls nur kleinere Arbeiten getätigt werden, fährt man in der Regel besser, wenn die Unterhaltskostenpauschale geltend gemacht wird. Denn je nach Kanton können pauschal 10 bis 20 Prozent des Eigenmietwerts abgezogen werden, ohne Belege einzureichen.
  • Oft ist es von Vorteil, die werterhaltenden Arbeiten auf mehrere Steuerperioden zu verteilen, damit die Steuerprogression gebrochen wird. Diese werterhaltenden Arbeiten müssen aber auch tatsächlich zeitlich versetzt durchgeführt werden.
  • Für Hauseigentümer empfiehlt sich wertvermehrende Investitionen sorgfältig zu dokumentieren und entsprechende Nachweise aufzubewahren. Diese können zwar nicht direkt von den Steuern abgezogen werden, jedoch später bei einem möglichen Grundstückgewinn geltend gemacht werden. So sinkt die Grundstückgewinnsteuer.

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