So wenig Zins gibt es noch in der Säule 3a

Die Zinsen für Guthaben auf Säule-3a-Konten sinken nach dem Rekordtief vom Vorjahr weiter. Wer noch etwas Zins will, muss gezielt den richtigen Anbieter wählen. Leider, für das Vorsorgesparen wird ein immer kleineres «Sparschweinchen» benötigt.

1992 betrug der durchschnittliche Zinssatz auf den Schweizer Vorsorgekonten gemäss Berechnungen von Moneyland 7 Prozent. Von einem solchen Wert kann man heute als Sparer nur noch träumen: 2018 warfen 3a-Konten Zinsen von gerade mal 0,275 Prozent im Schnitt ab. Ein Rekordtief, welches in diesem Jahr nochmals unterboten wird.

Denn: Zum Vorjahr haben diverse Anbieter ihre Zinssätze weiter gesenkt. So kündigte am Montag Postfinance an, die Verzinsung beim Vorsorgekonto 3a per November auf 0,15 von zuvor 0,2 Prozent zu reduzieren. Das Niedrigzinsumfeld habe den Druck auf das Zinsdifferenzgeschäft erhöht, lautete die Begründung des Finanzinstitutes.

Auch die mit aktuell 0,4 Prozent Zins führenden Anbieter, die Tessiner Kantonalbank und die WIR Bank, haben zum Vorjahr nochmals einen Schritt nach unten gemacht (damals 0,75 bzw. 0,45 Prozent). Im Falle der Tessiner Kantonalbank kommt für den Kunden erschwerend hinzu, dass man auch ein Privatkonto bei der Bank haben muss – und von Vorteil gewisse Italienischkenntnisse mitbringen sollte. Die Website der Bank gibts nur in der entsprechenden Sprache.

Grosse Anbieter geben sich knausrig

Ebenfalls verhältnismässig attraktiv ist der Zinssatz bei der Neuen Aargauer Bank (0,375 Prozent) sowie bei Bank CIC, Bezirks-Sparkasse Dielsdorf, Caisse d’Epargne de Cossonay, Cornèr Bank und Generali (alle je 0,3 Prozent).

Tiefere Konditionen bieten hingegen die grossen Finanzinstitute Migros Bank (0,25 Prozent), Credit Suisse (0,2 Prozent), UBS (0,15 Prozent) und Zürcher Kantonalbank (0,05 Prozent) an.

Wer noch etwas Zins ergattern möchte, sollte seinen Säule-3a-Beitrag (im Jahr 2019 sind es maximal CHF 6826) also nicht bei einem der grossen Anbieter, sondern gezielt auf ein Konto bei einem Finanzinstitut mit besseren Konditionen einzahlen. Auch ein Transfer des bisherigen 3a-Vermögens zum neuen Anbieter ist möglich – und in der Regel sogar kostenlos.

Keine Besserung in Sicht, leider

Derweil bleibt der Druck zu weiteren Senkungen bestehen. Diese könnten sogar in negative Territorien abrutschen. Im Unterschied zum Obligatorium der zweiten Säule gebe es für die Säule 3a keine gesetzlich garantierte Mindestverzinsung des Vorsorgeguthabens.

Vorerst werden Banken jedoch von einem solchen Schritt absehen. Denn solange Privat- und Sparkonten noch nicht unter Null sind, werden es auch die leicht besser verzinsten 3a-Konten nicht sein. Zudem wären dem „First Mover“ Negativschlagzeilen gewiss, ein Abfluss der Gelder zu anderen Institutionen würde wohl bald folgen.

Anders sähe die Geschichte aus, wenn sich das Zinsumfeld nochmals deutlich eintrüben würde und etwa die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Negativzinsen von derzeit 0,75 Prozent ausweiten sollte. Dann könnte auch die Null-Prozent-Tabugrenze plötzlich fallen.

Auf einem Säule 3a-Konto oder Sparkonto wurde noch nie ein guter Aktivzins bezahlt. Meistens war die echte Inflation höher als die Zinsen. Wer mehr will muss das Geld anlegen in Aktien oder Immobilien. Das bringt zwar das Risiko von Wertschwankungen, ist aber langfristig lukrativ – wichtig ist ein langfristiger Anlagehorizont und monatliche Einzahlung, sowie können Sie vom Steuervorteil profitieren.

Unsere Kundenberater unterstützen Sie gerne bei der Geldanlage, rufen Sie uns unverbindlich an, oder vereinbaren Sie einen Termin.

Weiterarbeit im AHV-Alter

Auswirkungen auf die Vorsorgeleistungen bei Weiterführung der Erwerbstätigkeit im AHV-Alter

Nachdem im September 2017 die Reform zur Altersvorsorge 2020 durch das Stimmvolk abgelehnt wurde, wird im Parlament bereits an einer neuen Vorlage gearbeitet, wie unsere Vorsorge im Alter sichergestellt werden kann. Ein steter Diskussionspunkt ist dabei die Erhöhung des Rentenalters für Frauen, aber auch für Männer.
Unabhängig von den parlamentarischen Diskussionen arbeitet jedoch bereits heute ein nicht unbeachtlicher Teil der Bevölkerung über das ordentliche Pensionsalter (64 Jahre für Frauen / 65 Jahre für Männer) hinaus. Im Jahr 2018 lag das Durchschnittsalter der 58- bis 75-Jährigen beim Austritt aus dem Erwerbsleben bei 65,5 Jahren (Quelle: BFS).
Bei einer geplanten Weiterarbeit über das Pensionsalter hinaus sind in Bezug auf die Vorsorgeleistungen mehrere Punkte zu beachten.

Aufschub der AHV-Rente prüfen

Die AHV-Altersrente wird mit Erreichen des ordentlichen Pensionsalters zur Auszahlung fällig. Auf Antrag hin kann jedoch der Beginn der Auszahlung der Rente um 1 bis maximal 5 Jahre aufgeschoben werden. Mit dem Aufschub erhöht sich die Rente prozentual um bis zu 31.5%. Da der ordentliche Bezug der Rente bei einer Weiterarbeit meist zu einer deutlichen Erhöhung der Steuersituation führt und die Rente oft noch nicht benötigt wird, um die Lebenshaltungskosten zu decken, kann der Aufschub der Rente in Betracht gezogen werden. Die fehlenden Rentenzahlungen während der Aufschubsphase werden jedoch erst nach einigen Jahren durch die höhere Altersrente ausgeglichen. Welches Alter erreicht werden muss, damit der AHV-Aufschub einen finanziellen Vorteil bietet, ist aufgrund der individuellen Steuersituation von Person zu Person unterschiedlich.

Unterschiedliche Lösungen in der beruflichen Vorsorge

Während der Aufschub der Altersleistungen in der 1. Säule gesetzlich geregelt und für alle gleich ist, gibt es in der 2. Säule keine einheitliche Regelung. Bei einer Weiterarbeit über das ordentliche Pensionsalter hinaus können die Pensionskassen in ihren Reglementen den Aufschub der Altersleistungen vorsehen – können, müssen aber nicht. Ohne diese reglementarische Bestimmung werden die Altersleistungen aus der Pensionskasse spätestens bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters fällig.

Ist hingegen der Aufschub möglich, stellt sich die Frage, ob von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden soll. In welcher Höhe werden weiterhin Sparbeiträge geleistet? Wie hoch sind die Risiko- und Verwaltungskosten? In welchem Umfang beteiligt sich der Arbeitgeber an den Beiträgen? Welche Auswirkungen hat der Aufschub der Leistungen auf den Umwandlungssatz? Dies sind nur einige Fragen, die geklärt werden müssen, um eine Aussage darüber zu machen, ob die Altersleistungen bei der Pensionskasse bei Weiterarbeit über das Pensionsalter hinaus aufgeschoben werden sollen.

Auswirkungen auf die Säule 3a

Zudem hat die Entscheidung auch Auswirkungen auf die maximal mögliche Beitragshöhe in die Säule 3a. Wer weiterhin in der Pensionskasse versichert ist, kann auch weiterhin (bis maximal fünf Jahre nach dem ordentlichen Pensionsalter) den Maximalbetrag für Personen mit Pensionskasse (aktuell CHF 6’826) in die Säule 3a einzahlen. Wer hingegen die Altersleistungen aus der Pensionskasse mit Erreichen des ordentlichen Pensionsalters abruft und somit keine Pensionskassenbeiträge mehr leistet, kann neu 3a-Beiträge von bis zu 20% des Nettoerwerbseinkommen, maximal CHF 34’128, tätigen.

Im Pensionierungsjahr zweimal einzahlen

Werden die Altersleistungen aus der Pensionskasse nicht aufgeschoben, kann zudem im Pensionierungsjahr der Beitrag in die Säule 3a zweimal geleistet werden: Für die Monate bis zum Abruf der Altersleistungen aus der Pensionskasse der Maximalbetrag von CHF 6’826, und für die Monate danach 20% des Erwerbseinkommens (zusammen jedoch im Maximum CHF 34’128).

Unsere Kundenberater unterstützen Sie gerne bei der Planung Ihrer Pensionierung. Rufen Sie uns unverbindlich an, oder vereinbaren einen Termin.

Nachfolgeplanung – Wie bereite ich mich optimal vor?

Aus Erfahrung können wir sagen, dass sich Unternehmer tendenziell zu spät mit der Nachfolgeplanung auseinandersetzen. Während sich Firmeninhaber zwar der privaten und wirtschaftlichen Bedeutung einer Nachfolgeregelung bewusst sind, wissen viele nicht, dass der Wert des Unternehmens mit einer gezielten Vorbereitung gesteigert werden kann.

In Bezug auf die Umsetzung wertsteigender Massnahmen ist entscheidend, an welchem Punkt Sie sich hinsichtlich Nachfolgeregelung auf der Zeitachse befinden:

Je nachdem welchem der drei Punkte auf der Zeitachse Sie am nächsten stehen, leitet sich ein anderer Handlungsbedarf punkto Vorbereitungen ab.

Nachfolgeregelung innerhalb der nächsten 2 Jahre

Wenn Sie die Firma innerhalb der nächsten zwei Jahre übergeben möchten, fehlt schlicht die Zeit, um unternehmensintern Veränderungen bzw. Optimierungen vorzunehmen. Bei einer kurzfristigen Planung der Nachfolge, sollte der Fokus voll und ganz auf der bevorstehenden Transaktion liegen. Denn je nach Unternehmen kann es durchaus sein, dass es rund zwei Jahre dauert bis der Nachfolger die gesamte Verantwortung übernimmt bzw. das Vollzugsgeschäft stattfindet. Welche Aktivitäten genau eine unmittelbare Verkaufsvorbereitung beinhalten, erfahren Sie durch uns.

Nachfolgeregelung innerhalb der nächsten 5 Jahre

Diese Zeitspanne ermöglicht die Umsetzung gewisser Aktivitäten, die zur Steigerung des Unternehmenswertes führen können. Konkret im Bereich der Vermarktung oder Organisation.

Optimierung im Bereich der Vermarktung

Eine klare Positionierung und auch das Wissen, wie Sie sich von Ihren Mitbewerbern abheben, ist entscheidend. Potenzielle Käufer werden von der expliziten Erfassung des Marktsystems beeindruckt sein, erhalten dadurch Sicherheit und werden sich besser in Ihr Unternehmen eindenken können, was den Verkauf positiv beeinflusst. Selbst-verständlich gehören zusätzlich zur Erfassung des Marktumfeldes und einer klaren Positionierung noch zahlreiche weiter Aspekte in den Bereich der Vermarktung. Erfahren Sie in einer Unternehmensanalyse wie Sie die Zeit bis zur Nachfolge optimal nutzen können.

Organisatorische Aspekte

Wir alle ärgern uns über Leerläufe und inneffizientes Arbeiten. Probleme wie falsche Datenerfassung im ERP, unklare Zuständigkeiten, fehlende Vorlagen oder Abläufe die nicht dokumentiert oder ins System integriert sind gehören oftmals zum Alltag. Durch diese Probleme im Work-Flow geht viel Zeit verloren, die für produktivere Arbeiten wie Akquise, Netzwerkausbau, Entwicklung neuer Strategien, Aufbau neuer Geschäftsfelder oder Aufbau von Partnerschaften einsetzt werden könnten. Hier kann ein Organisationshandbuch Abhilfe schaffen. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit einem Organisationshandbuch Mitarbeiter motivieren, Kosten senken und dank Zeitersparnis sogar den Umsatz und Gewinn steigern können.

Nachfolgeregelung innerhalb der nächsten 10 Jahre

Herzliche Gratulation, in diesem Szenario haben Sie mehr als genug Zeit, sich optimal auf die Nachfolgeregelung vorzubereiten. Mit diesem Planungshorizont können Sie sich Themen widmen, deren Umsetzung und Implementierung mehr als 5 Jahre in Anspruch nehmen:

  • Wertesettings, Leitbilder, Kultur
  • Strategien, konzeptionelles Vorgehen
  • Ausbau und Konzipierung von neuen Geschäftsfeldern

Egal zu welchem Zeitpunkt Sie an eine Nachfolge denken, eine adäquate und individuelle Planung macht in jedem Fall Sinn und wirkt sich oftmals positiv auf den Verkaufspreis aus. Wir helfen Ihnen gerne, strukturiert, diskret und professionell Ihre Nachfolge zu planen. Rufen Sie uns unverbindlich an, oder vereinbaren einen Termin.

Patchwork-Familien müssen ihre Erbfolge speziell regeln

Kinder aus früheren Beziehungen gehören heute in vielen Partnerschaften dazu. Ohne die richtigen Massnahmen kann in solchen Konstellationen aber jemand leer ausgehen, den man eigentlich begünstigen möchte.

Heute ist es selbstverständlich, dass Männer und Frauen Kinder aus früheren Beziehungen in neue Partnerschaften mitbringen. Das Erbrecht ist allerdings nicht auf Patchwork-Familien ausgerichtet. Ohne spezielle Regelung haben unverheiratete Partner und ihre Kinder darum keinen Anspruch auf das Erbe.

Besserung verspricht die Reform des Erbrechts, die in Vorbereitung ist. Der Bundesrat will den Pflichtteil der Kinder auf die Hälfte des gesetzlichen Anspruchs reduzieren. So kann man zum Beispiel den Lebenspartner und seine Kinder stärker begünstigen. Vor 2021 ist jedoch kaum mit der Revision zu rechnen.

Wie sollen Patchwork-Familien den Nachlass heute sinnvoll regeln? Möchte man den überlebenden Partner finanziell besser absichern, kann es sinnvoll sein, ihn in einem Testament für die freie Quote als Vorerben und die eigenen Kinder als Nacherben einzusetzen. Die Kinder erhalten dann beim Tod ihres Elternteils nur den gesetzlichen Pflichtteil, das restliche Vermögen geht an den Lebenspartner. Nach seinem Tod geht das, was von der freien Quote übrig ist, zurück an die Kinder.

Was darf der Vorerbe ?

Ein Vorerbe darf das Vermögen, das mit einer Nacherbschaft belastet ist, nur verwalten und die Erträge daraus behalten. Er kann nur dann frei über das Vermögen verfügen und es auch verbrauchen, wenn der Erblasser die Nacherben auf den sogenannten Überrest eingesetzt hat. Ist zum Beispiel ein Haus in der Erbmasse enthalten, darf es der Vorerbe dann ohne Einwilligung der Kinder verkaufen.

Es kann sinnvoll sein, den überlebenden Partner nur für die liquiden Vermögenswerte als Vorerben einzusetzen und ihm die Nutzniessung des Hauses einzuräumen. Als Nutzniesser kann der überlebende Partner weiterhin im Eigenheim wohnen oder es vermieten und die Erträge daraus behalten.

Möchte der Partner es aber umbauen oder renovieren, braucht er das Einverständnis der Kinder – denn sie sind die Eigentümer. Darum empfiehlt sich die Nutzniessung vor allem, wenn kein Streit zwischen dem überlebenden Partner und den Kindern zu befürchten ist.

Schenkungssteuern reduzieren

Unverheiratete Paare können die Schenkungssteuern deutlich reduzieren, indem sie zum Beispiel das Haus ihrem Partner schenken und ein lebenslanges Nutzniessungsrecht behalten. Dazu ein Beispiel: Ein 60-Jähriger überträgt seiner Partnerin ein Haus im Kanton Zürich im Wert von 900’000 Franken. Wenn er sich ein lebenslanges Nutzniessungsrecht vorbehält, spart seine Lebenspartnerin über CHF 158’640 Schenkungssteuern (siehe Tabelle).

Der Betrag, der als Schenkung angerechnet wird, vermindert sich nämlich um den kapitalisierten Wert der Nutzniessung. Je jünger der Nutzniesser ist, desto höher sind der kapitalisierte Wert des Nutzniessungsrechts und die Steuerersparnis.

Sie möchten sich und Ihren Lebenspartner absichern? Fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter. Vereinbaren Sie Heute noch einen Termin.

 

 

Negativzinsen – Die Verunsicherung beim Geldanlegen wird zunehmen

Es gibt kein Menschenrecht auf eine hohe Verzinsung des Bankkontos. Aber wenn mehr und mehr Banken Negativzinsen bei Normalkunden erheben, führt dies früher oder später zu Verunsicherungen im Umgang mit Geld.

Gross- und Privatbanken, die bei Millionären einen Strafzins auferlegen, verursachen noch kein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem. Wenn aber schon Vermögen von CHF 250’000 auf Sparkonten betroffen sind, wird es ungemütlich. Gegeben, dass die Hälfte aller Einwohnerinnen und Einwohner mehr als CHF 100’000 auf dem Konto haben, sind Negativzinsen nahe an den Vermögen vieler Leute angekommen.

Noch ist das Bewusstsein für das Problem gering. Die Schweiz ist eine der wichtigsten Volkswirtschaften der Welt, verfügt über einen der grössten Finanzplätze, zahlt einem grossen Teil der Bevölkerung ansehnliche Löhne und verlangt dabei noch vergleichsweise wenig Steuern – aber das Finanzwissen ist in der breiten Bevölkerung nicht sehr ausgeprägt.

Klar, den Negativzinsen kann man als Normalsparer entgehen, wenn man mehrere Konten unterhält oder die Bank wechselt. Vielleicht lässt die Bank auch mit sich reden. Sie wird einem dann dazu überreden wollen, einen Teil des Vermögens anzulegen.
Aber da fängt das Problem an. Aktien sind eine tolle und langfristig lohnende Anlage, aber wer Geld an der Börse investiert, muss über ein gewisses Grundverständnis von Finanzmärkten und Unternehmensanalyse verfügen. Anleihen wiederum geben kaum Rendite, und wer das bisschen Zins erhalten will, dass es noch auf Kassenobligationen gibt, muss der Bank mindestens einen sechsstelligen Betrag auf gewiss fünf Jahre überlassen – und kann auf das Geld nicht zugreifen.

Gold ist zwar gerade im Hoch, schwankt aber deutlich über die Jahre. Eine Immobilie wiederum kauft man nicht einfach so. Und wer beispielsweise in Crowd-Lending-Systeme einbezahlt, erhält zwar viel Rendite – dies allerdings gepaart mit einem erhöhten Ausfallrisiko. Von anderen Risiken ist wiederum auszugehen, wenn hohe Geldbeträge zuhause aufbewahrt werden.
Natürlich gibt es kein Menschenrecht darauf, dass einem die Bank ein Sparguthaben ansehnlich verzinst. Oder überhaupt verzinst: Zinsen spiegeln eine ökonomische Realität, und diese hat zu Tief- und Negativzinsen geführt. Sie sind das Resultat davon, wie Zentralbanken auf Bankenkrisen und überschuldete Staatshaushalte reagiert haben.

Dabei ist es nicht unrealistisch, davon auszugehen, dass die Negativzinsen in der Schweiz noch Jahre in Kraft sein werden. Noch kann man die Zahl der Betroffenen, die von Negativzinsen auf dem Bankkonto betroffen sind, als bedauernswerte Einzelfälle bezeichnen. Aber die Liste der Banken, die ihre Kunden belasten, wird länger.

Und damit steigt die Verunsicherung um die Frage, wie man sein Geld eigentlich noch aufbewahren soll. Erfahrungen zufolge wird Geld eher gehortet, wenn die Menschen dem Wirtschaftsgeschehen nicht mehr so richtig trauen. Damit wäre dann das Gegenteil dessen erreicht, was lockere Geldpolitik will: Das Wachstum wird gebremst, und nicht angekurbelt.

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Werden Sie grundlos betrieben?

Das ist nicht nur ärgerlich, es kann auch Ihren Ruf schaden. Denn jede Betreibung wird im Betreibungsregister eingetragen, egal ob sie gerechtfertigt ist oder nicht. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie alles über Betreibung wissen müssen und was Sie dagegen tun können.

Mit eingeschriebenen Briefen wehren Sie sich gegen eine Rechnung und die folgenden Mahnungen für etwas, das Sie gar nie bestellt hatten. Doch statt einer Entschuldigung erhalten Sie postwendend einen Zahlungsbefehl. Das ist nicht nur ärgerlich, Sie können auch Ihren guten Ruf verlieren. Wenn Sie mit einer Betreibung im amtlichen Register vermerkt werden, riskieren Sie ein Infragestellen Ihrer Zahlungsfähigkeit in aller Öffentlichkeit.

Das können Sie jedoch seit einer Gesetzesanpassung im Januar 2019 verhindern, wenn Sie schnell und vor allem richtig handeln. Auch wenn es ungerecht erscheint: Der betreibende Gläubiger muss für die Einleitung eines Betreibungsverfahren keinen Nachweis für den Bestand seiner Forderung erbringen. Erfüllt das Betreibungsbegehren die formellen Voraussetzungen, so wird dem Betriebenen der Zahlungsbefehl zugestellt mit der Aufforderung, die behauptete Forderung samt Betreibungskosten zu bezahlen oder dagegen Rechtsvorschlag zu erheben. Bei komplexen Fällen kann die Köppel-Legal AG Ihnen auch weiterhelfen.

Wenn Sie mit einer Betreibung im amtlichen Register vermerkt werden, riskieren ein Infragestellen Ihrer Zahlungsfähigkeit in aller Öffentlichkeit.

Wissenswertes über Betreibungen
  • Der Eintrag erfolgt auch dann, wenn die Betreibung ungerechtfertigt ist.
  • Der Eintrag bleibt grundsätzlich für fünf Jahre sichtbar.
  • Wichtig: Ein Rechtsvorschlag beseitigt den Eintrag nicht.
  • Auf dem Betreibungsregisterauszug sind alle Betreibungen der letzten fünf Jahre aufgeführt. Auch bezahlte Forderungen bleiben weiterhin im Register eingetragen.
  • Jede Person, die ein Interesse glaubhaft macht, kann beim Betreibungsamt Ihren Betreibungsregisterauszug verlangen, was vor allem bei der Suche nach Mietbüros oder bei Lieferanten ein Problem werden kann.
  • Behörden und Sie selbst haben Einsicht in alle Betreibungen, also auch solche, die älter sind als 5 Jahre.
So handeln Sie im Falle einer grundlosen Betreibung richtig

Ungerechtfertigte Betreibungen dürfen Sie jedoch nicht auf sich sitzen und im Sand verlaufen lassen. Erheben Sie umgehend Rechtsvorschlag. Ohne termingerechten Rechtsvorschlag, wird es extrem mühsam und zeitaufwendig das Register von der Betreibung zu säubern. Ein Erfolg ist in diesem Fall zudem auch nicht garantiert. Mit einem fristgerechten Rechtsvorschlag können Sie aber ruhig dem weiteren Verlauf der Dinge zusehen.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor
  • Den Rechtsvorschlag müssen Sie innert der gesetzten Frist von 10 Tagen erheben. Sie können das entweder mündlich direkt beim zuständigen Betreibungsamt machen, wo dies protokolliert wird. Oder Sie schicken den Rechtsvorschlag per eingeschriebenem Brief an das zuständige Betreibungsamt. Im Schreiben sollten Sie immer die Betreibungsnummer, den Namen des Gläubigers und das Zustelldatum des Zahlungsbefehls erwähnen.
  • Nach Zustellung des Zahlungsbefehls und einer Wartefrist von drei Monaten beim zuständigen Betreibungsamt stellen Sie ein Gesuch um Nichtbekanntgabe an Dritte. Dies ist mündlich möglich, besser ist aber schriftlich und geht nur, wenn Sie einen Rechtsvorschlag auch tatsächlich erhoben haben. Ein einfacher Brief mit detaillierten Angaben und dem Wunsch um Nichtbekanntgabe an Dritte genügt.
  • Das Betreibungsamt gibt dann dem Gläubiger 20 Tage Zeit nachzuweisen, dass seine Betreibung gerechtfertigt ist. Bleibt diese Frist unbenutzt, wird Ihr Gesuch gutgeheissen. Sie erreichen damit, dass Ihre Betreibung Dritten nicht mitgeteilt wird. Da die Betreibung grundlos war, wird der Gläubiger auch keine Beweismittel vorlegen können und Sie sind Ihren Makel los.

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Testament und Erbvertrag – die wichtigen Fakten dazu

Stellt man keine Regeln auf, entscheidet das Gesetz, wer wie viel vom Vermögen erbt. Oft ist das nicht im Sinne der verstorbenen Person. Es lohnt sich, klare Verhältnisse zu schaffen.

Wer mit der gesetzlichen Aufteilung seines Erbes nicht einverstanden ist, kann die Erbfolge innerhalb eines gewissen Rahmens mit einem Testament ändern. Man kann zum Beispiel den Erbteil der Kinder auf den Pflichtteil reduzieren und gleichzeitig dem Ehepartner eine höhere Quote zuweisen.

Weiter kann man eine Person als Erbin einsetzen, die nach dem Gesetz nichts erben würde, zum Beispiel den Lebenspartner. Oder man bestimmt mit konkreten Teilungsvorschriften, wer welche Vermögenswerte bekommen soll – unter Anrechnung des Erbteils.

Das Testament ist eine einseitige Anordnung: Wer ein Testament verfasst, bestimmt allein, wie der Nachlass zu verteilen ist. Die Pflichtteile müssen dabei gewahrt bleiben. Zu den pflichtteilsgeschützten Erben gehören der Ehepartner und die Nachkommen (siehe Grafik).

Anders sieht es bei einem Erbvertrag aus. Er wird von mehreren Personen abgeschlossen, die gemeinsam festlegen, wer was erben soll. Im Gegensatz zum Testament muss der Erbvertrag vor zwei Zeugen unterschrieben und öffentlich beurkundet werden. Eine Änderung oder Aufhebung des Vertrags ist nur möglich, wenn alle Parteien damit einverstanden sind. Ein Testament kann man dagegen jederzeit ändern oder annullieren.

Im Erbvertrag kann ein Erbe freiwillig auf seinen gesetzlichen Anspruch verzichten. Ein Beispiel: Ein Ehepaar vereinbart mit seinen Kindern, dass sie beim Tod des ersten Elternteils auf ihr Erbe verzichten und der überlebende Elternteil den ganzen Nachlass bekommt.

Ein Erbvertrag ist vor allem dann sinnvoll, wenn man den Nachlass zusammen mit der Familie regeln möchte und sicherstellen will, dass pflichtteilsgeschützte Erben bei der Erbteilung nicht Ansprüche geltend machen können, auf die sie zu Lebzeiten des Erblassers eigentlich verzichten wollten.

Sie möchten erfahren, ob für Sie ein Testament oder ein Erbvertrag besser geeignet ist? Rufen Sie uns unverbindlich an, oder vereinbaren Sie Heute noch einen Termin.

Mehrere Jobs? Nachteile bei der Pensionskasse

Vor allem Frauen und Teilzeitbeschäftigte kommen bei der Pensionskasse oft sehr schlecht weg. Der Grund dafür ist der so genannte Koordinationsabzug.

Über 395’000 Menschen haben in der Schweiz mehr als einen Job. Der Arbeitgeberverband sieht darin Vorteile: Viele hätten mehrere Jobs, um ein zweites Standbein oder etwas Abwechslung zu haben. Die Gewerkschaften sehen darin Nachteile, weil viele oft aus wirtschaftlicher Not oder familiärer Zwänge mehrere Beschäftigungen hätten.

Wir von der Köppel-Legal AG sehen Nachteile vor allem in der beruflichen Vorsorge. Dies wegen dem unsäglichen Koordinationsabzug. Das geht so: Man nimmt den Jahreslohn und zieht davon den Koordinationsbeitrag von derzeit CHF 24’885 ab. Das ergibt den versicherten Lohn, auf dem die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge berechnet werden. Je tiefer der versicherte Lohn, desto tiefer die Beiträge und somit auch desto tiefer die Rente.

Der Koordinationsabzug ist folglich frauenfeindlich resp. Teilzeitbeschäftigten-feindlich. Benachteiligt sind aber auch Berufstätige mit mehreren Arbeitgebern.

Verdient eine Person CHF 60’000 im Jahr, kommt sie nach Abzug des Koordinationsbeitrags von CHF 24’885 auf einen versicherten Lohn von CHF 35’115. Hat aber die Person zwei Jobs, wo sie je CHF 30’000 verdient, so wird der Koordinationsabzug zweimal geltend gemacht. Der kumulierte versicherte Lohn beträgt dann lediglich CHF 10’230. Nochmals: Je tiefer der versicherte Lohn, desto schlechter die Leistungen im Alter.

Zudem muss man wissen: Erst ab einem Einkommen von CHF 21’330 hat man Anspruch auf eine berufliche Vorsorge. Verdient eine Person bei zwei Arbeitgebern weniger, insgesamt aber mehr als CHF 21’330, besteht die Möglichkeit, sich bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG versichern zu lassen.

Dies machen aber nur die wenigsten: 2018 standen bloss 223 Personen im Dienste mehrerer Arbeitgeber. Das ist womöglich auf eine Wissenslücke zurückzuführen. Manchen dürfte nicht bekannt sein, dass ein gesetzlicher Anspruch besteht, dass sich der Arbeitgeber an den Beiträgen zu mindestens der Hälfte beteiligt. Wohlgemerkt: Der Arbeitgeberbeitrag ist so etwas wie ein zusätzlicher Lohnbestandteil, der sich später in einer höheren Rente niederschlägt. Noch einmal: je höher der versicherte Lohn, desto besser die Leistungen im Alter.

Gemäss dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) besteht ferner die Möglichkeit, dass einer der beiden Arbeitgeber die teilzeitbeschäftigte Person in die Pensionskasse aufnimmt, obschon sie bei ihm weniger als CHF 21’330 verdient. Gleichzeitig würde seine Pensionskasse vom anderen Arbeitgeber die Beiträge kassieren. Das muss aber im Reglement der betreffenden Pensionskasse ausdrücklich vorgesehen sein. Die Vorsorgeeinrichtungen sind jedoch nicht wirklich erpicht darauf, das Reglement entsprechend anzupassen. Das ist nur mit Aufwand verbunden.

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So können Sie eine Hypothek mit der Säule 3a abzahlen

Ähnlich wie ein Pfand kann die Säule 3a zur Finanzierung eines eigenen Zuhauses dienen. Je nach Hypothek muss die Kreditschuld direkt und indirekt abbezahlt werden.

„Für Eigenheimbesitzer wäre es sicher auch prüfenswert, alle zehn Jahre die angesparten Säule-3-Guthaben zur Amortisation der Hypothek zu verwenden – Darf man das?“ Die Antwort ist: Ja, man darf. Die Säule 3a erlaubt regelmässiges und steuerlich begünstigtes Sparen mit einem definierten jährlichen Höchstbetrag. Sie kann aber auch für die Abzahlung einer Hypothek verwendet werden.

In der Regel nimmt jemand für einen Haus- oder Wohnungskauf zwei Hypotheken auf. Die Ersthypothek deckt normalerweise 65 bis 70 Prozent der Belehnung, der Rest wird über Eigenkapital und eine zweite Hypothek finanziert. Der Unterscheid zwischen der ersten und der zweiten Hypothek ist, dass letztere normalerweise komplett innerhalb von 15 Jahren resp. bis zur Pensionierung amortisiert werden muss.

Möglich ist, beim Hypothekenfinanzierer ein Säule-3a-Konto einzurichten, das gewissermassen als Pfand für den Hauskredit gilt. Jahr für Jahr wird in diese 3. Säule einbezahlt – aktuell maximal CHF 6’826 für Angestellte. Durch den Bezug der Guthaben wird dann die Hypothekarschuld mindestens für die zweite Hypothek getilgt.

Im Detail verhält es sich aber einiges komplexer. Folgende Fragen sind im Zusammenhang mit Wohnfinanzierung und 3a-Vorsorge wichtig:

In welcher Höhe soll man Hypotheken amortisieren?

Eine allgemeingültige Antwort lässt sich darauf nicht geben. Generell lässt sich sagen: Die Hypothek zurückzahlen lohnt sich dann, wenn das Geld auf andere Weise nicht besser rentieren würde. Vom Hypothekarzins abgezogen werden muss noch der Grenzsteuersatz (Steuerbelastung durch zusätzliches Einkommen). Bei einem Hypothekarzins von 1,2 Prozent und einem Grenzsteuersatz von 25 Prozent bleibt ein Wert von 0,9 Prozent.
Wenn andere Anlagen mehr als 0,9 Prozent Rendite einbringen, lohnt sich die Amortisierung streng genommen nicht. Über die Frage der Amortisierung entscheidet aber auch die Frage, wie gross die verfügbaren Mittel sind und wie finanziell flexibel Hypothekarnehmer sind.

Was sind die Vorteile der indirekten Amortisation über die Säule 3a?

Mit Einzahlungen in die dritte Säule können Jahr für Jahr steuerliche Abzüge getätigt werden. Die Steuerersparnis ist unter anderem vom Einkommen, Wohnort und Höhe der Einzahlung abhängig, kann aber schnell CHF 1’500 bis CHF 2’000 im Jahr betragen. Ausserdem sind Säule-3a-Gelder prinzipiell höher verzinst als Sparguthaben. Nur ist in der heutigen Tiefzinswelt dieser Vorteil leider (sehr) gering geworden.
Für Hypothekarschuldner mit höheren Einkommen steigt die Attraktivität der Amortisation über die Säule 3a – wegen des höheren Grenzsteuersatzes.

Was sind Nachteile der indirekten Amortisation?

Bei der indirekten Amortisation verändern sich die Höhe der Hypothek und die Zinsbelastung nicht. Bei der direkten Amortisation – wenn periodisch Teile der Hypothekarschuld abbezahlt werden – sinkt die Höhe des Kredits und die Zinslasten sinken dabei mit. Allerdings verringert sich auch der Schuldzins, der in der Steuererklärung angegeben werden kann.

Kann oder soll man gleichzeitig direkt und indirekt amortisieren?

Ja, das kann man. Gleichzeitiges direktes und indirektes Abzahlen der Hypothek wird dann zum Thema, wenn der Hypothekarfinanzierer eine jährliche Amortisation verlangt, die den maximalen Betrag der Säule 3a übersteigt. Um gleichzeitig direkt und indirekt zu amortisieren, müssen genügend verfügbares Einkommen und Vermögen vorhanden sein.

Wird eine 3a-Auszahlung zugunsten der Hypothek bevorzugt besteuert?

Die Kapitalauszahlungssteuer beim Bezug der Säule 3a ist niedriger als der normale Einkommensteuersatz. Die Besteuerung des Bezugs hängt ab vom Kanton, der Progression sowie der Ausgestaltung der Progression. Ob das bezogene Geld ins eigene Vermögen fliesst oder zur Amortisation einer Hypothek verwendet wird, macht hier keinen Unterschied.

Können Säule-3a-Gelder für die Abzahlung der ersten Hypothek verwendet werden?

Ja. Alle fünf Jahre ist ein Teilbezug möglich. Erst wenn jemand fünf Jahre vor der Pensionierung steht, muss der ganze Betrag bezogen werden. Säule-3a-Gelder sind zwar in der Tat bis zum Bezugsalter gesperrt, aber eine der wenigen Ausnahmen für den vorzeitigen Bezug besteht, wenn Geld für selbstbewohntes Wohneigentum benötigt wird. Voraussetzung für Teilbezüge ist aber, dass mehrere Säule-3a-Konten geführt werden.

Wenn eine Liegenschaft einem Ehepaar gehört, dürfen die beiden Ehepartner jeweils alle fünf Jahre einen Bezug tätigen. Auf diese Weise kann im Schnitt alle zweieinhalb Jahre ein Bezug getätigt werden.

Lohnt sich eine solche schrittweise Abzahlung über die dritte Säule?

Normalerweise ist der Hypothekarzins höher als die Verzinsung der Säule 3a. Dadurch reduziert sich der steuerliche Vorteil, wenn das Geld länger in der dritten Säule bleibt. Somit lohnt es sich, Säule-3a-Geld periodisch für Rückzahlungen zu verwenden. Anders verhält es sich unter Umständen, wenn ein Teil des Säule-3a-Guthabens in Wertpapiere investiert ist. Dann kann die Rendite durchaus höher sein als bei der Verzinsung von Sparguthaben.

Wie verhält es sich bei Säule-3a-Konten mit Wertschriftenanteil?

Auch mit Wertschriftenkonten kann eine Hypothek amortisiert werden. Man muss sich einfach bewusst sein, dass Aktien und andere Wertschriften Kursschwankungen unterliegen.

Können auch Selbständige diesen Weg gehen?

Ja, auch Selbständigerwerbende können einen Eigenheimkredit über die dritte Säule amortisieren. Für sie ist der erlaubte jährliche Maximalbetrag für die dritte Säule wesentlich höher als bei Angestellten. Sie können bis zu 20 Prozent ihres Erwerbseinkommens einzahlen, wobei der Betrag CHF 34’128 im Jahr nicht übersteigen darf. Voraussetzung ist, dass Selbständigerwerbende keiner Pensionskasse, sprich keiner Vorsorgeeinrichtung der zweiten Säule angehören.

Haben sie Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Vereinbaren Sie Heute noch einen Termin.

Wen sollen wir als Willensvollstrecker einsetzen?

Wir (Ehepaar, 73 und 69) wollen unseren Nachlass in einem Testament regeln. Wir möchten einen Willensvollstrecker einsetzen. Wir fragen uns, ob es sinnvoll ist, für diese Funktion eine Person, die in irgendeiner Weise mit der Erbschaft verbunden ist, zu bestimmen, oder ob wir doch eher eine neutrale Person dafür einsetzen sollten?

Jede handlungsfähige natürliche Person kann das Amt des Willensvollstreckers wahrnehmen. Besondere Fähigkeiten sind dafür von Gesetzes wegen nicht vorausgesetzt. Es besteht weiter die Möglichkeit, eine juristische Person dafür einzusetzen. Auch verwandte oder verschwägerte Personen oder der Ehepartner können als Willensvollstrecker ernannt werden.

Um allfällige Interessenkonflikte zu vermeiden, empfehle ich Ihnen allerdings, eine möglichst neutrale Person einzusetzen, d.h. eine Person, die am Nachlass keine eigenen Interessen hat, also weder Erbe (gesetzlicher oder eingesetzter) noch Vermächtnisnehmer ist. Die Auswahl sollte primär auf eine Ihrer Vertrauenspersonen fallen. Von Vorteil ist zudem, wenn sich die Person mit Erbschaftsangelegenheiten generell auskennt und gegebenenfalls bereits mit Ihren Wünschen und Absichten sowie Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen vertraut ist.

Die Ernennung eines Willensvollstreckers muss durch Verfügung von Todes wegen erfolgen, d. h. entweder durch ein eigenhändiges oder öffentliches Testament oder durch einen Erbvertrag.

Nach Versterben des Erblassers werden die vorhandenen letztwilligen Verfügungen eröffnet, und der Willensvollstrecker wird über seine Ernennung informiert. Dieser ist nicht zur Annahme des Mandats verpflichtet, sondern hat die Möglichkeit, die Einsetzung abzulehnen. Deshalb ist es empfehlenswert, die Person, welche Sie als Willensvollstrecker einsetzen möchten, vorgängig über Ihre Absicht zu informieren und abzuklären, ob diese zu einer Mandatsannahme grundsätzlich überhaupt bereit ist.

Die Entschädigung für den Willensvollstrecker richtet sich nach den Vorgaben des Erblassers in der letztwilligen Verfügung. Fehlt eine solche Bestimmung, so bemisst sich die Höhe der Entschädigung nach dem effektiven Arbeitsaufwand zu einem Stundentarif, welcher den Qualifikationen des Willensvollstreckers (Ausbildung und Berufserfahrung) sowie der Komplexität des Mandats und der damit verbundenen Verantwortung angemessen Rechnung zu tragen hat.

Bei komplexen Verhältnissen

Die Einsetzung eines Willensvollstreckers empfiehlt sich insbesondere bei komplexen Familien- und Vermögensverhältnissen und bei Fällen mit Auslandbezug. Allerdings kann ein Willensvollstrecker auch zur Entlastung der Erben von administrativen Arbeiten hilfreich sein. Die Aufgabe des Willensvollstreckers ist die Umsetzung des Willens des Erblassers, wobei der Umfang seines Aufgabenbereichs vom Willen des Erblassers abhängt.

Zu seinen einzelnen Aufgaben gehören grundsätzlich die Verwaltung der Erbschaft, die Begleichung der Schulden des Erblassers, die Ausrichtung allfälliger Vermächtnisse und die Vorbereitung der Teilung des Nachlasses nach den Anordnungen des Erblassers, subsidiär nach den Vorschriften des Gesetzes. Der Entscheid über die Teilung liegt aber nicht mehr in der Kompetenz des Willensvollstreckers, sondern in derjenigen der Erben.

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