Was bei einem Stellenwechsel mit dem Pensionskassenkapital passiert

Bei einem Jobwechsel geht oftmals auch das Kapital in der beruflichen Vorsorge auf Wanderschaft – worauf dabei zu achten ist.

Wer eine neue Arbeitsstelle antritt, sollte auch auf dem Schirm haben, was mit seinem Pensionskassengeld geschieht.

Die Arbeitsstelle fürs Leben wird zunehmend zur Ausnahme – die meisten Arbeitnehmer wechseln in ihrer Berufslaufbahn mehrmals die Stelle. Andere wiederum legen ein Sabbatical ein oder machen eine berufliche Pause, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Solche Wechsel und Auszeiten haben auch Auswirkungen für die Pensionskasse. Verlässt man die Schweiz definitiv oder macht man sich selbständig, kann man sich das Pensionskassenguthaben samt Zinsen auszahlen lassen. Abgesehen von solchen Ausnahmefällen ist das Geld aber bis zur Pensionierung gebunden. Entweder wandert das Vorsorgekapital direkt in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers, oder es landet bei einer Freizügigkeitseinrichtung.

Qualität der Kasse einschätzen

Vorsorge-Spezialisten raten dazu, vor dem Stellenwechsel – sofern man die Wahl hat – unbedingt die Situation der neuen Pensionskasse zu prüfen. Eine gute Pensionskassen-leistung ist ein Lohnbestandteil. Dies vergessen viele Arbeitnehmer. Folglich sollten sie beim Stellenwechsel nicht nur auf den Lohn, sondern auch auf die Pensionskassen-leistungen schauen. Dabei sollten sie darauf achten, dass sich die Vorsorgeleistungen durch den Stellenwechsel zumindest nicht verschlechterten.
Grosskonzerne in den Branchen Finanzen, Assekuranz und Pharma böten oft die besten Pensionskassenleistungen, bei KMU seien die Leistungen oft weniger üppig. Früher haben Arbeitnehmer bei einem Stellenwechsel vor allem auf den Lohn geachtet. Mittlerweile schauten viele vor einem Wechsel aber sehr genau auf die Sozialleistungen und forderten von potenziellen Arbeitgebern provisorische Berechnungen ein.

Leistungen prüfen

Wie prüft man die Qualität einer Pensionskasse? Hier empfiehlt sich der Blick auf verschiedene Kennzahlen der Vorsorgeeinrichtung. So gibt der Deckungsgrad einen Anhaltspunkt, wie gut die finanzielle Lage einer Pensionskasse ist. Er setzt das angesparte Kapital in Verhältnis zu den Verpflichtungen. Bei einem Deckungsgrad von 100% sind diese vollständig abgedeckt. Liegt der Deckungsgrad darunter, ist dies ein schlechtes Signal, denn es könnte auf absehbare Zeit eine Sanierung drohen. Eine wichtige Kennzahl ist ausserdem der technische Zins, da von seiner Höhe auch der Deckungsgrad abhängt. Dieser sollte im derzeitigen Niedrigzinsumfeld nicht zu hoch angesetzt sein.
Zudem sollte man vor einem Jobwechsel unbedingt einen Blick auf den Umwandlungssatz der neuen Pensionskasse werfen. Dies ist der Satz, mit dem das in der Vorsorgeeinrichtung angesparte Kapital bei der Pensionierung multipliziert wird – was die jährliche Rente aus der beruflichen Vorsorge ergibt. Wichtig ist auch das Verhältnis von Aktiven zu Rentnern. Ist eine Pensionskasse «überaltert», ist dies kein gutes Zeichen. Ausserdem sollte man betrachten, welche überobligatorischen Leistungen eine Vorsorgeeinrichtung ausrichtet. Des Weiteren ist auch der Anteil an den Beiträgen, den der Arbeitgeber beim Vorsorgesparen übernimmt, ein wichtiges Kriterium. So übernehmen manche Arbeitgeber zwei Drittel der Beiträge, andere 50%. Einen Blick lohnt auch die Verzinsung des Alterskapitals.

Regeln bei der Übertragung

Bei einem Stellenwechsel erhält ein Versicherter das gesamte Kapital, das für ihn eingezahlt wurde, inklusive der Zinsen. Das Freizügigkeitsgesetz (FZG) regelt das genaue Prozedere. So muss die Pensionskasse für Versicherte, die sie verlassen, die Austrittsleistung berechnen. Tritt der Versicherte in eine neue Vorsorgeeinrichtung ein, muss sie die Austrittsleistung an diese überweisen. Der Versicherte hat dabei mindestens Anspruch auf die eingebrachten Eintrittsleistungen samt Zinsen sowie auf die von ihm während der Beitragsdauer geleisteten Beiträge samt einem Zuschlag von 4% pro Altersjahr ab dem 20. Altersjahr, höchstens aber 100%.
Die Altersgutschriften müssten für den obligatorischen Teil mit dem BVG-Mindestzinssatz für den entsprechenden Zeitraum verzinst werden. Derzeit liegt dieser Satz bei 1%. Was den überobligatorischen Teil angehe, seien die Vorsorgeeinrichtungen bei der Verzinsung frei. Dies gilt für Kassen, die nach dem Beitragsprimat organisiert sind. Bei Leistungsprimatkassen – die zunehmend zum Auslaufmodell werden – erfolgt die Berechnung anders. Bei einem Stellenwechsel geht das Pensionskassenkapital direkt von der alten zur neuen Vorsorgeeinrichtung. Nun kann es sein, dass die Austrittsleistung zu gering ist, um sich bei der neuen Pensionskasse vollständig einzukaufen. In diesem Fall sind freiwillige Einzahlungen in die Vorsorgeeinrichtung zu erwägen. Es könne aber auch sein, dass die Austrittsleistung so hoch sei, dass nach dem vollen reglementarischen Einkauf in die neue Pensionskasse ein Teil übrig bleibe. Mit diesem könne der Versicherte ein Konto bei einer Freizügigkeitseinrichtung eröffnen, hier gibt es sowohl Konto- als auch Wertschriftenlösungen. Versicherungen bieten auch Freizügigkeitspolicen an.

«Absicherung sicherstellen»

Wie es in Artikel 12 der Freizügigkeitsverordnung heisst, darf die Austrittsleistung von der bisherigen Pensionskasse an höchstens zwei Freizügigkeitseinrichtungen übertragen werden. Steuerlich gesehen, könne es möglicherweise sinnvoll sein, die Gelder auf zwei Einrichtungen zu überweisen. Sie könnten so später gestaffelt bezogen und auf mehrere Steuerperioden verteilt werden. Flössen die Gelder aber alsbald wieder in eine Vorsorgeeinrichtung, habe die Aufteilung vermutlich weniger Sinn.
Lege ein Arbeitnehmer ein Sabbatical bzw. eine berufliche Pause ein, müsse er unbedingt sicherstellen, dass er weiterhin gegen Unfall und Krankheit abgesichert sei, sagt Mueller. Im Vorsorgefall können hohe Kosten entstehen, und betroffene Personen sollten sich deshalb über einen Versicherungsschutz Gedanken machen. Als Möglichkeit nennt er sogenannte Abredeversicherungen beim bisherigen Versicherer, die einen zeitlich begrenzten Schutz etwa bei Nichtberufsunfällen bieten.

Spezielle Versicherungen

Nach dem Ausscheiden aus der Pensionskasse habe man eine «Nachdeckung» bis zum Antritt einer neuen Stelle, längstens einen Monat ab Austrittsdatum. Dauere die Arbeitspause länger, biete sich allenfalls eine Risikoschutzversicherung, wie sie durch einige Freizügigkeitseinrichtungen angeboten werden, an. Für ein kürzeres Sabbatical seien auch Abredeversicherungen, womit die Unfallversicherung nach UVG um bis zu sechs Monate verlängert werden kann, eine Variante.

 

Haben Sie noch Fragen, die Köppel-Legal AG hilft Ihnen in jeder Situation!

Gut versichert in die Auszeit – Sabbatical

Viele träumen von einem unbezahlten Urlaub. Damit dieser wirklich traumhaft wird, brauchts aber einige Vorarbeit – vor allem in Sachen Versicherungen.

Wer sich gut abgesichert hat, geht entspannt ins Sabbatical.

Time-out, Sozialzeit oder Sabbatical: Wie immer man es nennt – ein unbezahlter Urlaub muss angemessen geplant werden. Je nach Dauer sollte man sich bereits ein Jahr vorher Gedanken dazu machen.
Nicht alle Arbeitgeber haben Freude, wenn sie mit einem Urlaubsgesuch konfrontiert werden. Es gibt jedoch Firmen, zu deren Kultur es gehört, unbezahlte Zeiten zu ermöglichen. Diese Arbeitgeber haben festgestellt, dass auch sie profitieren von gut erholten Mitarbeitern, die vielleicht sogar mit einem neuen Diplom aufwarten können. Zugleich können Firmen flaue Zeiten mit unbezahlten Urlauben überbrücken oder gar einen Stellenabbau verhindern – eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Tipp:

Halten Sie die Bedingungen der Auszeit in einer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber fest:

  • Welcher zeitliche Anteil des Urlaubs wird als ordentliches Ferienguthaben verbucht?
  • Wie viel kann mit Überstunden kompensiert werden?
  • Welche Zeit ist unbezahlt?

 

Vergessen Sie nicht:

Wenn Sie unbezahlten Urlaub beziehen, darf der Arbeitgeber die ordentlichen Ferien kürzen. Pro vollen Monat um einen Zwölftel des Ferienanspruchs des laufenden Jahres.
Zudem stellt sich das Problem mit den Versicherungen. Die meisten hängen direkt vom Lohn ab – den man bei unbezahltem Urlaub nicht hat. Deshalb sollte man sich genau überlegen, welche Versicherung man während der Auszeit braucht respektive auf welche man vorübergehend verzichten kann. Oft ist es ein Abwägen zwischen Kosten und Nutzen. Die nachfolgende Übersicht kann dabei als Entscheidungshilfe dienen.

Unfallversicherung

Wenn Sie für mehr als acht Stunden wöchentlich angestellt sind, dann sind Sie automatisch gegen Nichtberufsunfall (NBU) versichert. Damit läuft bei einer Auszeit die Deckung 31 Tage weiter. Bis spätestens Ende dieser Nachdeckung können Sie für weitere sechs Monate eine sogenannte Abredeversicherung abschliessen. Sie kostet bei der Suva 45 Franken pro Monat, bei privaten Versicherern 25 bis 45. Damit sind Lohnausfall- wie Heilungskosten versichert. Bei lang andauernder Erwerbsunfähigkeit wird eine Rente bezahlt. Das ist bei der Unfallversicherung via Krankenkasse anders – sie ist zwar günstiger, zahlt aber keinen Lohnausfall, und bei einem Unfall werden Selbstbehalt und Franchise fällig.

Krankentaggeld

Die Krankentaggeldversicherung ist in der Schweiz nicht obligatorisch. Falls Sie beim Arbeitgeber gegen Krankheit versichert sind, sollten Sie sich erkundigen, welche Regelungen bei einem unbezahlten Urlaub gelten. Einige Anbieter versichern die Auszeit automatisch mit, andere bieten eine Nachdeckung, wieder andere stellen den Schutz ein. Informieren Sie sich, wie das bei Ihnen aussieht – und sichern Sie sich allenfalls privat ab.

Pensionskasse

Die Beiträge an die Pensionskasse teilen sich auf in Altersbeiträge und eine Risikoversicherung. Im Risikoteil sind Hinterlassenen- und Invalidenleistungen versichert. Invalidenleistungen werden bei Erwerbsunfähigkeit zusätzlich zur IV bezahlt. Da die IV-Rente sehr tief ist (aktuell maximal 2350 Franken monatlich), ist man auf die Rente der Pensionskasse angewiesen, wenn man nicht von Ergänzungsleistungen leben will.
Welche Versicherungsmöglichkeiten Sie während des Sabbaticals bei der Pensionskasse haben, hängt vom jeweiligen Reglement ab. Am besten erkundigen Sie sich bei der Kasse oder bei der Personalabteilung Ihrer Firma.

AHV

Die Beitragspflicht der AHV fordert während mindestens 9 Monaten pro Jahr mindestens eine 50-Prozent-Stelle mit Beitragszahlungen an AHV, IV und Erwerbsersatz (EO). Wenn Sie daher länger als 3 Monate unbezahlten Urlaub nehmen, melden Sie sich am besten bei der AHV-Zweigstelle Ihrer Gemeinde als nicht erwerbstätig an.

Krankenkasse

Sofern Sie während der Auszeit an Ihrem Schweizer Wohnsitz angemeldet sind, bleiben Sie bei Ihrer Krankenkasse versichert. Damit sind Sie in den EU- und EFTA-Ländern zu den gleichen Leistungen versichert wie die dortigen Einwohner. Denken Sie daran, die Versicherungskarte einzupacken – auf der Rückseite finden Sie die europäische Krankenversicherungskarte.
Ausserhalb der EU/EFTA bezahlt die Grundversicherung maximal den doppelten Betrag dessen, was dieselbe Behandlung in der Schweiz kosten würde. In Hochpreisländern wie etwa den USA, Kanada, Japan oder Australien reicht das nicht; die Kosten können bis zu dreimal höher sein als in der Schweiz. Hier empfiehlt sich unbedingt, eine Zusatz-versicherung bei der Krankenkasse abzuschliessen.

Reiseversicherung

Wenn Sie ins Ausland verreisen, kann die Jahres-Reiseversicherung eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie enthält eine Reiseassistance- und eine Annullierungskostenversicherung.
Die Reiseassistance ergänzt die Deckung von Krankenkasse und Unfallversicherung etwa bei Rettungs-, Reise- und Transportkosten. Die sind über die Unfallversicherung des Arbeitgebers nur bis maximal 29’640 Franken versichert. Und die Grundversicherung der Krankenkasse übernimmt für medizinische Transporte und Rettungen lediglich 50 Prozent bis zu einem jährlichen Maximalbetrag von 500 Franken, und das nur in der Schweiz.
Die Annullierungskostenversicherung Reiseversicherung zahlt, wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person erkrankt oder verunfallt oder wenn Sie wegen Diebstahls oder eines Elementarschadens zu Hause benötigt werden. Genaueres steht in den allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung können Sie während des unbezahlten Urlaubs nicht selber weiterbezahlen. Trotzdem können Sie nach einer längeren Auszeit noch anspruchsberechtigt sein. Massgebend ist, ob Sie, wenn Sie sich als arbeitslos melden, während der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate Beiträge abgerechnet haben.

Privathaftpflichtversicherung

Im Hotel das Lavabo beschädigt? Oder mit dem Fahrrad jemanden touchiert? Eine private Haftpflichtversicherung deckt diese Schäden. Sie gilt in der Regel weltweit.

 

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Der Mieter will nicht ausziehen

Mietrecht – ein erfolgreiches Ausweisungsverfahren gegen den Mieter setzt die Beachtung der Formvorschriften bei der Kündigung voraus. Darüber Bescheid zu wissen kann viel Ärger ersparen.

Ob bei Wohn- oder Geschäftsräumen: Kündigt der Vermieter ein Mietverhältnis, hat er bestimmte, vom Gesetz vorgeschriebene Formvorschriften zwingend zu beachten. Beachtet er sie nicht, hat, das für ihn gravierende Konsequenzen. Ignoriert der Mieter eine Kündigung, bei der die Formvorschriften nicht eingehalten wurden, hat eine Klage des Vermieters auf Ausweisung keine Chance.

Amtliches Kündigungsformular

Gemäss Art. 2661 des Obligationenrechts (OR) müssen Vermieter und Mieter von Wohn- und Geschäftsräumen schriftlich kündigen. Im Gegensatz zum Mieter muss der Vermieter für die Mitteilung der Kündigung aber ein Formular verwenden, das vom Kanton, in welchem das Mietobjekt liegt, genehmigt worden ist. Der Mieter kann diesem Formular entnehmen, wie er vorzugehen hat, falls er die Kündigung anfechten oder eine Erstreckung des Mietverhältnisses verlangen will. Damit soll auch der rechtsunkundige Mieter geschützt werden. Kündigt der Vermieter, ohne ein amtlich genehmigtes Formular zu verwenden, hat dies die Nichtigkeit der Kündigung zur Folge (Art. 266o OR). Die vom Vermieter ausgesprochene Kündigung entfaltet keinerlei rechtliche Wirkung, ohne dazu – analog einer rechtsmissbräuchlichen Kündigung – vom Mieter angefochten werden zu müssen.

Kündigung einer Familienwohnung durch den Vermieter

Dient eine Mietwohnung einem Ehepaar bzw. registrierten Partnern im Sinne des Partnerschaftsgesetzes als Familienwohnung, muss der Vermieter die Kündigung – und im Falle des Zahlungsverzugs gemäss Art, 257d OR auch die Zahlungsfristansetzung mit Kündigungsandrohung – beiden Ehegatten bzw. beiden Partnern separat zustellen (Art, 266n OR). Dies gilt unabhängig davon, ob beide oder nur einer der Ehegatten bzw. Partner im Mietvertrag als Mieter aufgeführt sind.
Unter Familienwohnung wird eine Wohnung verstanden, in der die Eheleute bzw. die Partner ihren gemeinsamen Haushalt haben bzw. die Familie ihren Lebensmittelpunkt hat, Eine Familienwohnung setzt also nicht die Existenz von Kindern voraus.
Unterlässt der Vermieter im Falle einer Familienwohnung die separate Zustellung einer Kündigung und/oder die separate Zustellung einer Zahlungsfristansetzung mit Kündigungsandrohung, ist die Kündigung unwirksam. Auch dann, wenn der Vermieter vom Zivilstand seines Mieters keine Kenntnis hatte. Der Mieter sollte daher unbedingt vertraglich dazu verpflichtet werden, allfällige Zivilstandsänderungen dem Vermieter zu melden. Kommt der Mieter dieser vertraglichen Mitteilungspflicht nicht nach und entsteht dem Vermieter deshalb einen Schaden, weil die verschickte Kündigung nichtig ist, wird der Mieter schadenersatzpflichtig.

Eingeschriebene Postsendung

Der Vermieter sollte die Kündigung aus Beweisgründen stets eingeschrieben versenden, wenn er sie nicht persönlich überbringen will. Für die Rechtswirksamkeit der Kündigung auf den vom Vermieter gewählten Termin ist das rechtzeitige Eintreffen der Kündigung beim Mieter spätestens am letzten Tag vor Beginn der Kündigungsfrist – erforderlich. Nicht massgebend ist, ob der Mieter vom Inhalt des Schreibens Kenntnis nimmt. Kann der eingeschriebene Brief von der Post nicht zugestellt werden, gilt die Kündigung an dem Tag als zugestellt, an dem sie vom Mieter erstmals auf der Poststelle hätte abge-holt werden können.

Mieter verlässt Mietobjekt nicht

Es kommt immer wieder vor, dass ein Mieter das Mietobjekt nicht zurückgibt, obwohl er auf die Einleitung eines Kündigungsschutzverfahrens (Anfechtung der Kündigung, Erstreckungsbegehren) bei der Schlichtungsbehörde verzichtet hat. Weigert sich der Mieter, das Mietobjekt rechtzeitig zu räumen, kann der Vermieter auf Ausweisung des Mieters klagen. In der Praxis am häufigsten sind summarische Ausweisungsverfahren nach einer Zahlungsverzugskündigung gemäss Art. 257d OR. Das Verfahren kann jedoch auch nach einer formgültigen ordentlichen Kündigung seitens des Vermieters durchge-führt werden, sofern der Mieter kein Kündigungsschutzverfahren bei der Schlichtungs-behörde angestrengt hat. Der Beizug eines auf solche Fälle spezialisierten Rechts-anwaltes ist für diesen Schritt ratsam.

Ausweisungsverfahren

Gemäss Art, 257 Abs. 1 ZPO gewährt das Gericht in klaren Fällen Rechtsschutz. Also dann, wenn der Sachverhalt unbestritten oder sofort beweisbar und die Rechtslage klar ist. Dazu gehört im Fall der Kündigung eines Mietverhältnisses selbstverständlich auch die Einhaltung der eingangs geschilderten Formvorschriften, Beim Nichtauszug des Mieters hat der Vermieter nachzuweisen, dass er die Formvorschriften für die Kündigung eingehalten hat. Kann der Rechtsschutz nicht gewährt werden, tritt das Gericht nicht auf das Ausweisungsbegehren ein (Art. 257 Abs. 3 ZPO), Dem Vermieter steht dann, die Klage im ordentlichen Verfahren offen.

Der Mieter muss Einreden und Einwendungen im Verfahren um, Rechtsschutz in klaren Fällen weder glaubhaft machen noch strikte beweisen diese machen das Ausweisungs-gesuch des Vermieters bereits ungültig, wenn sie vom Vermieter nicht sogleich als unerheblich oder unzutreffend entkräfte werden können. Das kostenpflichtige Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen kann direkt beim Gericht eingeleitet werden. Der Gang zur Schlichtungsbehörde erübrigt sich dann.

Haben Sie noch Fragen, die Köppel-Legal AG ist Ihnen in solchen Fällen behilflich!

Wer in die Schweiz zieht, sorgt richtig vor

Zuzug aus dem Ausland – was bedeutet das für die Vorsorge?

Das Vorsorgesystem in der Schweiz basiert auf drei Säulen. Die staatliche Vorsorge sorgt für eine Existenzgrundlage. Die berufliche Vorsorge leistet einen Beitrag an die Beibe-haltung des gewohnten Lebensstandards. Und die private Vorsorge unterstützt die individuellen Bedürfnisse. Die ersten beiden Säulen richten neben den Leistungen im Alter auch Leistungen bei Invalidität und Tod aus. Wie die zweite ist auch die dritte Säule steuerbegünstigt. Sie offeriert unterschiedliche Anlageprodukte und gewährt Spielraum im Hinblick auf Ihre persönlichen Anlagepräferenzen.

Das Schweizer Vorsorgesystem – getragen von drei Säulen – ein Ziel – die finanzielle Absicherung

Die 1. Säule, die staatliche Vorsorge, sorgt für eine Existenzsicherung

Personen, die in der Schweiz erwerbstätig sind, müssen ab dem 1. Januar nach vollendetem 17. Lebensjahr Beiträge in die 1. Säule entrichten. Zu diesem Zweck werden 5,125 Prozent ihres Lohnes direkt abgezogen (Stand 2017). Diese Zahlung ergänzt ihr Arbeitgeber mit demselben Betrag.
Die staatliche Vorsorge wird im Umlageverfahren finanziert. Sie deckt neben den Altersleistungen auch die Risiken Invalidität und Tod ab.
Die Höhe der AHV-Rente nach der Pensionierung hängt von der Anzahl der Einzahlungs-jahre und von der jeweiligen Höhe der Einzahlungen ab.
Für Selbstständigerwerbende werden die Beiträge nach Einkommen gestaffelt. Ab einem Erwerbseinkommen von 56’400 Franken beträgt der aktuelle Beitragssatz 9,65 Prozent auf das gesamte Einkommen (Stand 2017).

Die 2. Säule, die berufliche Vorsorge, ermöglicht den gewohnten Lebensstandard

Ab einem jährlichen Salär von 21’150 Franken ist der Arbeitgeber verpflichtet, Ihre berufliche Vorsorge zu organisieren (Stand 2017). Je nach Alter, Salär und Pensions-kasse wird ein entsprechender Prozentsatz vom Salär abgezogen.Ihr Arbeitgeber steuert mindestens denselben Betrag bei.
Mit der beruflichen Vorsorge sparen Sie für sich persönlich, das einbezahlte Guthaben wird verzinst. Der jährlich aus- gestellte Pensionskassenausweis sowie das Reglement informieren Sie über den jeweiligen Stand des Vermögens und die möglichen Leistungen im Alters-, Invaliditäts- oder Todesfall.
Freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse, sogenannte Einkäufe, dürfen grundsätzlich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Damit sparen Sie Einkommenssteuern.
Zuzüger, die noch nie einer Pensionskasse angehört haben, dürfen während der ersten fünf Jahre pro Jahr maximal 20 Prozent ihres versicherten Einkommens freiwillig einzah-len und steuerlich geltend machen.

Die 3. Säule, die private Vorsorge, unterstützt die zusätzlichen Bedürfniss

Die private Vorsorge ist die individuelle und in Eigenverantwortung wahrgenommene Vorsorge. Diese ist unterteilt in die gebundene Vorsorge Säule 3a und in die freie Vorsor-ge Säule 3b.
Die gebundene Vorsorge Säule 3a — steuerbegünstigt mit Vorzugszins
Mit Einzahlungen in die Säule 3a profitieren Sie von Vorzugszinsen und Steuer-erleichterungen. Erwerbstätige mit Pensionskasse dürfen Einzahlungen in die Säule 3a bis zum jährlich definierten Maximalbetrag von 6’768 Franken, Stand 2017, vom steuerbaren Einkommen abziehen.
Erwerbstätige ohne Pensionskasse dürfen bis 20 Prozent ihres Nettoerwerbs-einkommens, aber höchstens 33’840 Franken (Stand 2017) in die Säule 3a einzahlen.
Die freie Vorsorge Säule 3b — frei angelegt nach Risikoprofil
Wenn Sie Ihren gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand vollumfänglich beibehalten wollen, unterstützt Sie die Säule 3b, die verbleibende Lücke auf der Einkommensseite zu schliessen.
Je nach Anlegerprofil bieten sich Ihnen unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten an.

Ist Ihr Einkommen quellenbesteuert, dürfen Sie trotzdem in die Säule 3a einzahlen

Ausländische Staatsangehörige mit Niederlassung C werden gleich besteuert wie Schweizer Bürger. Verfügen Sie über die Aufenthaltsbewilligung B, unterstehen Sie der Quellensteuer. Steuerpflichtig sind die Erwerbseinkünfte und Ersatzeinkünfte wie zum Beispiel eine Invalidenrente.

Unabhängig von der Art Ihrer Besteuerung dürfen Sie als in der Schweiz wohnende, AHV-pflichtige erwerbstätige Person mit der Säule 3a Ihre persönliche Vorsorge auf-bauen.

Die 2. Säule und die Säule 3a stützen auch Ihr Eigenheim

Vorsorgegelder der 2. Säule und der Säule 3a dürfen Sie für die Finanzierung eines selbst bewohnten Eigenheims vorbeziehen. Mindestens 10 Prozent des Immobilienwerts müssen Sie mit Eigenkapital finanzieren, das nicht aus Ihrer beruflichen Vorsorge stammt.
Alternativ haben Sie die Möglichkeit, die Kapitalien zu verpfänden. Ihr Vorsorge-vermögen dient dabei lediglich als Sicherheit, wird also nicht reduziert.

Bei der Auszahlung können Sie Steuern sparen

Mit der Eröffnung von zwei Vorsorgekonten für die Säule 3a schaffen Sie die Möglichkeit, die darauf gesparten Kapitalien im Hinblick auf die Pensionierung gestaffelt auszahlen zu lassen. So verteilen Sie den Einkommensanstieg auf zwei Jahre, was eine allzu starke Progression verhindert. Durch eine Verteilung der Auszahlung auf zwei Jahre brechen Sie die Progression und können Steuern sparen.

Gute Idee

Damit Sie vor dem Zuzug in die Schweiz ihre Vorsorge optimal vorbereiten können, empfehlen wir Ihnen ein persönliches Gespräch mit der Köppel-Legal AG. Die breite Erfahrung und das Verständnis des Schweizer Vorsorgesystems bis in die Details macht sie zu einem wertvollen Gesprächspartner. Wir erkennen ihre individuellen Bedürfnisse und unterstützen Ihren «Neustart» mit Umsicht und Weitsicht.

 

Haben Sie noch Fragen, die Köppel-Legal AG wird sich um Ihre Vorsorge kümmern!

Wer wegzieht, der nimmt seine Vorsorge mit

Ins Ausland auswandern

Auch wenn Sie die Schweiz definitiv verlassen, profitieren Sie weiterhin von Ihrer Vorsorge. Abhängig von den geleisteten Beiträgen und der Anzahl Beitragsjahre wird bei der Pensionierung, bei Invalidität oder Todesfall von der AHV/IV eine Rente ausbezahlt. Je nach neuem Wohnsitz dürfen Sie das gesamte Guthaben oder nur den über-obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge beziehen.

Was Sie von der 1. Säule mitnehmen

Mit dem Wegzug sind Sie nicht mehr obligatorisch versichert und zahlen auch keine Beiträge mehr ein. Sie werden aber im Rahmen der geleisteten Beiträge und der Anzahl Beitragsjahre von Leistungen profitieren. So wird von der ordentlichen Pensionierung an und ebenso bei Invalidität oder Todesfall eine Rente ausbezahlt.
Sie können sich freiwillig versichern lassen und weiterhin Beiträge einzahlen, wenn Sie das Schweizer Bürgerrecht oder das Bürgerrecht eines EU/EFTA-Staates besitzen, einen Wohnsitz ausserhalb der EU/EFTA-Zone haben werden und vor Austritt während fünf Jahren ununterbrochen bei der AHV versichert waren.
Mit der freiwilligen Versicherung können Sie entsprechend der Höhe Ihrer Beiträge die Rentenleistungen verbessern. Ein Gesuch um freiwillige Versicherung muss bei der AHV innerhalb eines Jahres nach dem Wegzug gestellt werden.

Wie Sie die 2. Säule mitnehmen können

Wenn Sie in ein EU/EFTA-Land wegziehen und dort obligatorisch versichert sind für Alter, Invalidität und Tod, verbleibt das obligatorische Pensionskassenguthaben vorläufig in der Schweiz. Zum Beispiel auf einem Freizügigkeitskonto. Frühestens fünf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung nach schweizerischer Gesetzgebung können Sie das Gut-haben beziehen. Ziehen Sie in ein Land ausserhalb des EU/EFTA-Raums, können Sie das Guthaben aus der obligatorischen Pensionskasse beim Wegzug beziehen.
Hat Ihr Arbeitgeber Sie mit höheren als den obligatorischen Beiträgen versichert, dürfen Sie diese Guthaben beim Wegzug uneingeschränkt beziehen.

Wie Sie die Säule 3a mitnehmen

Die Vorsorgeguthaben aus der gebundenen Vorsorge Säule 3a können Sie ohne Ein-schränkungen beziehen.

Vergessen Sie die Steuern nicht

Lassen Sie sich Pensionskassengelder oder Guthaben aus der Säule 3a auszahlen, wenn Sie bereits im Ausland sind, wird eine Quellensteuer abgezogen. Sieht das Doppel- besteuerungsabkommen zwischen dem Wohnsitzland und der Schweiz eine Quellen-steuer-Rückforderung vor, kann die in der Schweiz erhobene Quellensteuer zurück-gefordert werden. Voraussetzung ist, dass die Auszahlung im entsprechenden Wohnsitzland von Ihnen ordnungsgemäss deklariert wird.
Versteuerung ist nicht zwingende Voraussetzung für Rückforderung; die ausländischen Steuerbehörden müssen bloss Kenntnis von der Auszahlung haben.

Gute Idee

Beginnen Sie möglichst früh mit dem Zusammentragen von Informationen über Ihre Wahlheimat.
Erkundigen Sie sich bei Krankenkasse und Versicherungen über die zukünftigen Leistungen und die Möglichkeiten, diese zu optimieren.
Überprüfen Sie Ihre Anlagestrategie mit einer Fachperson von Köppel-Legal AG. Wie viel Ihres Vermögens wollen Sie in Ihrer neuen «Heimat» anlegen? In welchen Bereichen? Politische und wirtschaftliche Stabilität haben einen grossen Einfluss auf die Finanzlage, auf Zinsen und Inflation. Das kann Ihre Anlagevorhaben signifikant beeinflussen.

 

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Zu welchem Zeitpunkt entsteht eine GmbH oder AG?

Für die Firmengründung ist das Gründungsdatum einer Unternehmung vor allem bei einer GmbH und AG entscheidend. Dabei sind verschiedene Daten zu unterscheiden. Welche das sind und worauf bei einer Eintragung ins Handelsregister geachtet werden muss, erfährst du hier.

Eine Gesellschaft erlangt ihre Rechtsgültigkeit erst mit dem offiziellen Eintrag ins Handelsregister. Dieses befindet sich in der Schweiz meist in der Kantonshauptstadt. Als erstes muss die Unternehmung im Tagesregister eingeschrieben werden, wo die Daten des Unternehmens zusammen mit denen des Gründers aufgenommen und geprüft werden. Diese Einträge gehen dann, nach der Genehmigung durch das EHRA (Eidgenössisches Amt für das Handelsregister) ins offizielle Handelsregister über. Während der Zeit zwischen dem Eintragungsdatum und der Publikation im SHAB (Schweizerisches Handelsamtsblatt), befindet sich die Unternehmung in einer „Schwebe“. Mit diesem Schritt haben die gesellschaftsinternen Wirkungen der Firmengründung begonnen. Die externe Publikation hingegen, d.h. diejenige gegenüber Dritten, erfolgt erst an dem auf die Publikation im SHAB folgenden Werktag.

Beispiel: Der Gründer einer AG gründet mit der Köppel-Legal AG seine AG. Die Juristen und Notare der Köppel-Legal AG gründen die Aktiengesellschaft und übermitteln alle Unterlagen dem kantonalen Handelsregisteramt. Das Handelsregisteramt trägt die neue Firma mit Nummer und Datum im Tagesregister (TR) ein: #267 am 24.01.2017.
Damit die AG auch gegen aussen als rechtsgültige Firma anerkannt werden kann, wird sie am 27.01.2017 im SHAB publiziert. Am folgenden Werktag, d.h. am 30.01.2017, ist sie nun offiziell als Aktiengesellschaft im Handelsregister eingetragen.

Haben Sie noch Fragen, die Köppel-Legal AG hilft Ihnen bei der professionellen Unternehmensgründung!

Erbrecht: Die Verfügungsarten

a) Gewillkürte Erbfolge

Der Erblasser kann auf sein Ableben hin Anordnungen über die Zuwendung der zu seinem Nachlass gehörenden Vermögenswerte treffen (sog. gewillkürte Erbfolge). Diese Anordnungen werden in Verfügungen von Todes wegen getroffen.

b) Verfügungen von Todes wegen

Verfügungen von Todes wegen stellen den Oberbegriff für alle Anordnungen dar, welche erst auf den Tod der verfügenden Person hin Wirkung entfalten. Dazu zählen:

  • letztwillige Verfügungen (Testamente): Dies sind einseitige und jederzeit widerrufbare Erklärungen des letzten Willens des Erblassers
  • Erbverträge: Dies sind zweiseitige und bindende Rechtsgeschäfte mit dem Erblasser
c) Testierfreiheit

Im pflichtteilsfreien Bereich kann der Erblasser grundsätzlich nach Belieben durch Testament oder Erbvertrag die Erbfolge individuell gestalten. Diese Testierfreiheit ist letzter Ausdruck der lebzeitigen Eigentumsfreiheit. Begrenzt ist diese Freiheit wie erwähnt insbesondere durch das Pflichtteilsrecht.

d) Verhältnis zum Gesetz

Trifft der Erblasser keine Anordnungen, was mit seinem Vermögen auf sein Ableben hin geschehen soll, greift die gesetzliche Erbfolge und es werden jene Erben bedacht, welche vom Gesetz berufen sind. Trifft der Erblasser dagegen entsprechende Anordnungen, greift die individuelle Erbfolge und es erben grundsätzlich die vom Erblasser berufenen Erben.
Die individuell geregelte Erbfolge geht der gesetzlichen grundsätzlich vor, obwohl sich beide Ordnungen ergänzen. Individuelle Anordnungen sind oft auf einzelne Objekte beschränkt und regeln nicht den gesamten Nachlass. Sieht der Erblasser keine Regelung vor, kommt in diesem von ihm ungeregelten Bereich die gesetzliche Ordnung zum Zuge (ZGB 481 II).

e) Wirkungszeitpunkt

Aufgrund des Zeitpunkts des Eintritts der Rechtswirkungen werden unterschieden:

  • Rechtsgeschäfte unter Lebenden: Diese wirken bereits zu Lebzeiten, so z.B. schon lebzeitig wirkende Vereinbarungen über Compte- und Depot-Joint-Verhältnisse oder Vollmachten über den Tod hinaus (OR 35 I)
  • Verfügungen von Todes wegen: Diese wirken erst nach dem Tod, so z.B. ein Testament, ein Erbvertrag oder eine Schenkung auf den Tod hin (OR 245 II).
f) Prinzip der Höchstpersönlichkeit

Gemäss dem Prinzip der Höchstpersönlichkeit hat der Erblasser sowohl formal wie auch inhaltlich selbständig alles Erforderliche vorzukehren. Testamentarische Anordnungen dürfen nicht durch Dritte konkretisiert werden. So würde z.B. die erblasserische Anordnung, wonach die Witwe dereinst nach Geeignetheit bzw. Affinität zu bestimmen habe, welcher der Nachkommen als Unternehmensnachfolger in Frage komme oder im Sinne einer Teilungsvorschrift einen bestimmten Sachwert übernehmen dürfe, das Prinzip der materiellen Höchstpersönlichkeit verletzen. Die Anordnung wäre nichtig.

g) Erbeinsetzung

Die erbrechtliche Anordnung kann den Begünstigten als Erben (ZGB 483) einsetzen. Die Erbenstellung wird mit dem Ableben des Erblassers ipso iure erlangt. Aufgrund der Universalsukzession gehen alle Aktiven und Passiven (Schulden) des Erblassers auf den Erben über. Diesem kommt eine dingliche (Gesamt-) Eigentümerstellung zu. Der Erbe haftet zudem für alle Passiven mit seinem eigenen Vermögen.

h) Vermächtnis

Die erbrechtliche Anordnung kann den Begünstigten als Vermächtnisnehmer (ZGB 484) einsetzen. Dem Vermächtnisnehmer ist ein individualisierter Vermögenswert zuge-wiesen. Der Vermächtnisnehmer ist nicht Erbe, sondern hat nur einen obligatorischen Herausgabeanspruch gegenüber der Erbengemeinschaft (ZGB 562) auf Übertragung des Vermögenswerts. Diesen Anspruch kann der Vermächtnisnehmer sofort, insbesondere vor Teilung der Erbschaft geltend machen. Der vermachte Gegenstand geht mittels Singularsukzession auf den Vermächtnisnehmer über. Den Vermächtnisnehmer trifft keine Haftung für Passiven des Nachlasses.

i) Verschaffungsvermächtnis

Beim Verschaffungsvermächtnis ist der Nachlass verpflichtet, bestimmte Objekte zu beschaffen (ZGB 484 III; BGE 101 II 29 f.).

j) Wahlvermächtnis

Das Wahlvermächtnis ermöglicht das «Aussuchen» durch den Vermächtnisnehmer.

k) Vorausvermächtnis

Das Vorausvermächtnis stellt die Begünstigung eines Erben dar, der zusätzlich zu seinem Erbteil (schon vor der Teilung) ein Vermächtnis bekommt (ZGB 486 III). Das Voraus-vermächtnis kann insbesondere auch vor der Erbteilung gefordert werden. Das Vorausvermächtnis ist nicht dasselbe wie ein Vorvermächtnis und mit diesem nicht zu verwechseln.

l) Vorvermächtnis

Beim Vorvermächtnis erwirbt der Vorvermächtnisnehmer ein Vermächtnis unter der Bedingung, das Vermächtnis zu einem späteren Zeitpunkt dem Nachvermächtnisnehmer auszuliefern. Vgl. ergänzend die nachfolgenden Ausführungen zur Vor-/Nacherbeschaft.

m) Auflagen und Bedingungen

Die Stellung eines Erben oder Vermächtnisnehmer kann mit Auflagen und Bedingungen versehen werden (ZGB 482):

  • Auflagen sind Anordnungen, die den Belasteten verpflichten, zu bestimmtem Zweck etwas zu tun oder zu unterlassen (BGE 94 II 91). Das Verhalten der Begünstigten kann im Sinne des Erblassers gesteuert werden.
  • Bedingungen machen die Verfügung vom Eintritt oder Nichteintritt eines zukünftigen ungewissen Ereignisses abhängig (OR 115 ff.). Es können zukünftige Entwicklungen in die erblasserische Anordnung einbezogen werden.
    Schranken für die Anordnung von Auflagen und Bedingungen bilden u.a. das Recht auf den unbeschwerten Pflichtteil der Erben, deren autonome Zukunftsverantwortung und die Einschränkung ihrer Persönlichkeitsrechte.
n) Privatorische Klauseln

Privatorische Klauseln oder Straf- oder Verwirkungsklauseln (BGE 85 II 378, BGE 117 II 243 ff.) wie z.B. «wer dieses Testament anficht, wird auf den Pflichtteil gesetzt» oder « … verliert die ihm zugewendete Begünstigung» bereiten Schwierigkeiten. Insbesondere bei heiklen Fragen, wie z.B. bei Zweifel an der Urteilsfähigkeit des Erblassers kann die Prozessführung durchaus sinnvoll sein. Bei Vorliegen triftiger Gründe zur Prozessführung darf der Klägerschaft ein negativer Prozessausgang daher nicht automatisch zum Nachteil gereichen.

o) Teilungsvorschriften

Teilungsvorschriften sind Vorschriften des Erblasser über die Zusammensetzung der auf die einzelnen Erben entfallenden Teile (ZGB 608 I und IIII) und dadurch Anordnungen über die Zuweisung konkreter Objekte. Der Erbe erhält nur seinen Erbteil. Die Teilungsvorschrift wirkt daher nur innerhalb des Erbteils oder der Erbquote. Der Erbe kann das konkrete Objekt aber unabhängig von ZGB 610 ff. übernehmen. Teilungsvorschriften haben die Qualität von Auflagen, sind nicht zwingend und können bei Einstimmigkeit der Erben missachtet werden. Eine gewisse Sicherung ist mittels privatorischer Klauseln möglich. Besser wäre eine erbvertragliche Abmachung unter Einbindung aller Beteiligten.

p) Abgrenzung und Auslegung

Ob Teilungsvorschrift oder Vorausvermächtnis beabsichtigt war, ist durch Auslegung zu ermitteln (BGE 115 II 323). Entscheidend ist, ob die Begünstigung zum Erbteil hinzutreten (zusätzliche Begünstigung = Vorausvermächtnis) oder in diesem mit enthalten sein soll (Anrechnung = Teilungsvorschrift). Bei Unklarheit vermutet ZGB 608 III das Vorliegen einer blossen Teilungsvorschrift.

q) Ersatzverfügung

Mit Ersatzanordnungen trifft der Erblasser Regelungen für die Situation, dass der Begünstigte vor ihm sterben sollte (ZGB 487). Es gibt nur einen Begünstigten. Der Erb-lasser sieht den späteren Begünstigten nur subsidiär für den Fall vor, dass der primär gewollte im Zeitpunkt des Erbgangs weggefallen sein sollte. Bei der Nachbegünstigung bzw. Nacherbeneinsetzung sieht der Erblasser dagegen zeitlich gestaffelt mehrere Begünstigte vor.

r) Vor-/Nacherbeneinsetzung

Mit der zeitlich gestuften, konsekutiven Nachbegünstigung durch Einsetzung eines Nacherben bzw. Nachvermächtnisnehmers kann der ursprüngliche Erblasser Anordnungen über das Schicksal der seinen Erben (Vorerben) angefallenen Werte in einem späteren Zeitpunkt treffen.

Bei der Vor-/Nacherbeneinsetzung erwirbt der Vorerbe eine Erbschaft unter der Bedingung, das Erbe zu einem späteren Zeitpunkt (meist beim Versterben des Vorerben) dem Nacherben auszuliefern.

s) Vorerbe

Der Vorerbe ist faktisch blosser Nutzniesser. Im Rahmen seines Pflichtteils muss er sich eine Nacherbeneinsetzung nicht gefallen lassen. Der Vorerbe ist verpflichtet, die Erb-schaft zu erhalten und diese ordnungsgemäss zu verwalten. Bei Verschulden haftet er. Er hat für die Verwaltungskosten (analog ZGB 755 ff.) aufzukommen. Der Vorerbe kann von der Sicherstellungspflicht befreit werden (ZGB 490 II) und eine Nachbegünstigung bloss auf den Überrest anordnen. Aber selbst bei Nacherbeneinsetzung auf den blossen Überrest ist der Vorerbe nach Treu und Glauben zur schonenden Rechtsausübung verpflichtet.

Der Vorerbe tritt den Vorerbfall mittels Universalsukzession an. Er haftet und wird Eigentümer. Die Vorerbenstellung ist resolutiv bedingt. Der Vorerbe ist verpflichtet, diese im massgeblichen Zeitpunkt (ZGB 489 I) zu Gunsten des Nacherben aufzugeben.

t) Nacherbe

Auch der Nacherbe erwirbt nach dem allgemeinen erbrechtlichen Regeln. Er tritt die Rechtsnachfolge des ursprünglichen Erblassers und nicht des Vorerben an. Bis zum Nacherbfall besitzt der Nachberechtigte eine blosse Anwartschaft. Zu deren Schutz ist ein Sicherungsinventar anzuordnen (ZGB 490 I; ZGB 553).

Zulässig ist nur die einmalige Einsetzung eines Nacherben (ZGB 488 II).

u) Wegfall des Vor-/Nacherben

Bei Wegfall des:

  • Nachberechtigten ist der Vorerbe vermutungsweise sein Ersatzerbe (ZGB 492 II)
  • Vorerben ist der Nacherbe vermutungsweise Ersatzbegünstigter (ZGB 492 III).
v) Stiftungen

Eine Stiftung kann durch eine Verfügung von Todes wegen gegründet werden (ZGB 493). Sie ist nur im pflichtteilsfreien Bereich möglich. Eine derartige sog. «Erbstiftung» entsteht erst durch den Tod des Erblassers. Diese Erbstiftung ist für irgendeinen (ZGB 493 I), gesetzlich zulässigen (ZGB 493 II), und zugunsten familienfremder Dritter auch für einen wirtschaftlichen (BGE 123 III 337) Zweck möglich. Soll die Stiftung dagegen den Familienmitgliedern dienen (sog. «Familienstiftung»), besteht eine Einschränkung des Zwecks auf die Bestreitung der Kosten der Erziehung, Ausstattung oder Unterstützung von Familienangehörigen oder zu ähnlichen Zwecken (ZGB 335).

w) Erbvertrag

Der Erbvertrag ist nicht nur (vertragliche) Verfügung von Todes wegen, sondern auch Gestaltungsmittel, indem Stabilität und Planungssicherheit geschaffen wird. Die Parteien dürfen keinem Willensmangel unterliegen und nicht übervorteilt werden. Wegen der Bindung auf die Zukunft ist die öffentliche Beurkundung des Erbvertrages zwingend (ZGB 512). Der vertragliche Gestaltungsspielraum reicht weiter als die Testierfreiheit. Die Bindung ans Pflichtteilsrecht entfällt bei zustimmender Mitwirkung der Pflichtteilserben.

Es werden positive Erbverträge (sog. Erbzuwendungsverträge) und negative Erbverträge (sog. Erbverzichtsverträge) unterschieden.

x) Erbzuwendungsvertrag

Im Erbzuwendungsvertrag nach ZGB 494 wird vertraglich ein Begünstigter bezeichnet. Im Unterschied zur Vor-/Nacherbeneinsetzung:

  • fällt der Nachlass des Vorverstorbenen ohne jede Einschränkung an den Überlebenden
  • ist der Nachlass des Überlebenden nicht fremdbestimmt, sondern durch diesen erbvertraglich mitgestaltet

Der Umfang der Bindungswirkung ist durch Auslegung, vorab Wortlaut, zu ermitteln.

y) Erbverzichtsvertrag

Im Erbverzichtsvertrag nach ZGB 495 verzichtet ein Erbe zu Lebzeiten auf seine allfällige erbrechtliche Beteiligung am Nachlass des Erblassers. Dogmatisch liegt darin keine erblasserische Anordnung von Todes wegen. Häufig wird eine Abfindung als Gegenleistung für den Verzicht vereinbart (sog. Erbauskaufvertrag). Eine Abfindung ist für die Pflichtteilsberechnung massgebend (ZGB 535 i.V.m. 527 Ziff. 2).

Der Erbverzichtsvertrag ist heikel:

  • indem der Erbverzicht gemäss ZGB 495 III auch zulasten der Nachkommen gilt (Vertrag zu Lasten Dritter)
  • hinsichtlich der angemessenen Abfindungssumme, da weder die aktuellen noch künftigen Verhältnisse des erblasserischen Vermögens abschätzbar sind.
z) Numerus clausus

Bei den Verfügungsarten gilt der Grundsatz des numerus clausus. ZGB 482 – 497 regelt die möglichen Verfügungsarten vollständig und abschliessend.

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Der Bundesrat erhöht 2019 die AHV-Renten

Erstmals seit 2015 erhöht der Bundesrat wieder die AHV- und IV-Renten. Die Kosten belaufen sich auf 430 Millionen Franken.

Weil Preise und Löhne steigen, erhöht der Bundesrat die AHV- und IV-Renten. 2019 steigt die Minimalrente um 10 Franken, die Maximalrente um 20 Franken. Die Kosten belaufen sich auf 430 Millionen Franken pro Jahr. Nach den Beschlüssen des Bundesrats vom Freitag beträgt eine AHV/IV-Minimalrente neu 1185 Franken pro Monat, die Maximalrente 2370 Franken. Erhöht werden auch die Beträge für die Deckung des Allgemeinen Lebensbedarfs bei den Ergänzungsleistungen. Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige zahlen etwas höhere Mindestbeiträge.

Der Bundesrat prüft alle zwei Jahre, ob die Renten erhöht werden müssen. Zuletzt hat er sie 2015 angepasst. In den folgenden Jahren sind Löhne und Preise so schwach gestiegen, dass die Renten nicht angepasst wurden. Der Bundesrat stützt seinen Entscheid auf die Empfehlung der Eidgenössischen AHV/IV-Kommission. Er basiert auf dem so genannten Mischindex, dem Mittel aus Preis- und Lohnindex.

Die Rentenerhöhungen kosten insgesamt 430 Millionen Franken. 380 Millionen Franken entfallen auf die AHV, 50 Millionen Franken auf die IV. Die Anpassung der Ergänzungs-leistungen verursacht Zusatzkosten von 1,3 Millionen Franken.
Auch bei der obligatorischen beruflichen Vorsorge hat der Bundesrat Änderungen beschlossen. Der Koordinationsabzug steigt von 24’675 Franken auf 24’885 Franken, die Eintrittsschwelle von 21’150 Franken auf 21’330 Franken. In die Säule 3a können maximal 6826 Franken statt wie heute 6768 Franken eingezahlt werden. Wer keine 2.Säule hat, kann bis zu 34’128 Franken einzahlen. Heute beträgt das Maximum 33’840 Franken.

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Schweizer wählen oft die erstbeste Hypothek

70 Prozent der Hypothekarnehmer finanzieren ihr Eigenheim bei ihrer Hausbank. Damit entgehen ihnen oft Einsparungen von Tausenden von Franken.

Bei der Eigenheimfinanzierung geht es um Hunderttausende bis Millionen von Franken. Schon eine kleine Zinsdifferenz führt deshalb zu erheblichen Preisunterschieden bei der Hypothek.

Trotz des offensichtlichen Sparpotenzials wählen 70 Prozent der Hypothekarnehmer die Hausbank zur Finanzierung ihres Eigenheims. Ein Viertel der Hypothekarnehmer verzichtet komplett auf einen Zinsvergleich der verschiedenen Anbieter. Und nur gerade jeder Zehnte schliesst nicht bei einer Bank ab – obwohl alternative Anbieter wie Versicherungen und Pensionskassen oft günstigere Konditionen bieten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Online-Vergleichsdienstes Comparis.ch hervor.

Nachlässige Hausbank-Kunden

Über 30 Prozent der Hypothekarkunden holen vor Vertragsabschluss nur eine Offerte ein. Eigenheimkäufer, die bei der Hausbank eine Hypothek abschliessen, zeigen sich besonders passiv: Fast zwei Drittel von ihnen haben nur eine oder zwei Offerten eingeholt. Und 27 Prozent haben nicht einmal die Zinsen der Anbieter verglichen. Bei den Hypothekarnehmern, die nicht die Hausbank gewählt haben, hat nur die Hälfte so wenige Offerten angefordert; und nur gerade 14 Prozent haben sich nicht mit den Zinskonditionen befasst.

Besonders vergleichsfaul: Landbewohner und Romands

Insgesamt sind vor allem die Bewohner der ländlichen Regionen und die Romands vergleichsfaul. Auf dem Land übernehmen mit rund 30 Prozent fast doppelt so viele Hauskäufer unkritisch die erste Offerte wie in städtischen Gebieten. In der Romandie verzichten 28 Prozent vor Vertragsabschluss auf einen Zinsvergleich (Deutschschweiz: 22 Prozent, Tessin: 19 Prozent).
Zudem fällt auf, dass sich vor allem die über 60-jährigen Hypothekarnehmer nicht mit den Angeboten auf dem Markt auseinandersetzen. Fast jeder Dritte dieser Altersgruppe hat keinen Zinsvergleich durchgeführt. Bei den 40- bis 59-Jährigen ist es rund jeder Vierte, bei den unter 40-Jährigen nur noch knapp jeder Neunte.

Bindung zur Hausbank hemmt Vergleichslust

Als wichtigsten Grund für einen Vergleichsverzicht nennen die Befragten ihre Bindung zur Hausbank: Rund jeder zweite vergleichsfaule Hypothekarkunde gab an, sowieso bei seiner Hausbank abschliessen zu wollen. 27 Prozent nannten die persönliche Beziehung zum Berater. Gut jeder zehnte Hypothekarnehmer hat den Anbieter aufgrund einer Empfehlung von Familienmitgliedern oder Freunden gewählt. Knapp fünf Prozent nennen den zeitlichen Aufwand als Hürde für den Zinsvergleich.

Unterschätztes Sparpotenzial

Rund acht Prozent der Befragten erachteten das Sparpotenzial als zu klein. «Der Eindruck, dass sich bei geringen Zinsunterschieden ohnehin nicht viel sparen lässt, täuscht», relativiert Dominik Weber, Banken-Experte bei Comparis.ch. «Gerade bei hohen Hypothekarsummen und langen Laufzeiten lassen sich schnell mehrere Tausend Franken sparen.» Wer beispielsweise eine Hypothek über CHF 700’000.- aufgenommen hat, spart bei einer zehnjährigen Festhypothek mit einem günstigen Anbieter und einem Zins zu 1,4 Prozent gegenüber dem publizierten Richtzins von 1,6 Prozent satte CHF 14’000.-.
Weber empfiehlt, neben Banken auch alternative Anbieter als mögliche Finanzierungs-partner zu prüfen. Denn auch Versicherungen und Pensionskassen bieten Hypotheken an – in vielen Fällen sogar zu besseren Konditionen als die Banken. Gemäss der Comparis-Umfrage schliesst nur gerade jeder Zehnte seine Hypothek nicht bei einer Bank ab.

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Warum sich der Kauf einer Immobilie auszahlt

Für viele Menschen ist ein Eigenheim ein Lebenstraum. Ob man eine Immobilie kaufen soll oder doch lieber zur Miete wohnen will, hängt von vielen Faktoren ab. Das Ein-kommen, die eigenen finanziellen Rücklagen, aber auch das Miet- und Kaufpreisniveau am Wunschort sind Faktoren, die über den Kauf oder die Miete der Immobilie entscheiden.

Vorteile der gekauften Immobilie

Der Erwerb einer Immobilie kann eine gute Altersvorsorge darstellen. Besonders in guten Lagen, ist auch künftig mit Wertsteigerungen der Immobilien zu rechnen. Ob sich ein Immobilienkauf jedoch wirklich lohnt, sollte gründlich nachgerechnet werden. Der sogenannte Mietpreismultiplikator gibt Aufschluss darüber, wie viele Jahresmieten für eine Immobilie für den gesamten Kaufpreis zu zahlen wären. Angenommen eine Wohnung kostet jährlich CHF 28’800.- zur Miete, der Kaufpreis der gleichen Immobilie beträgt CHF 700’000.- und man nun den Kaufpreis durch die jährliche Miete rechnet, ergibt der Mietpreismultiplikator, dass für die Immobilie 24,3 Jahre Miete bezahlt werden muss, bis der Kaufpreis abbezahlt ist. In der Regel sprechen Multiplikatoren, die über 20 liegen, für tendenziell höhere Immobilienpreise, jedoch auch dafür, dass eine hohe Nachfrage besteht. Ein hoher Multiplikator muss daher nicht ein Grund sein, auf den Kauf der Immobilie zu verzichten.

Untersucht werden hierbei die laufenden Kosten beim Kauf eines Eigenheims im Wert von CHF 700’000.- und die Kosten für die Miete im gleichen Objekt.

Ausgehend von den unten dargestellten Zahlen spart der Käufer gegenüber dem Mieter CHF 1374.- im Monat. Des Weiteren lebt der Eigenheimbesitzer im Alter mietfrei. Diese muss der Vermieter oder Hausbesitzer regelmässig zur Seite legen. Im Gegenzug dazu muss der Mieter jedoch jederzeit damit rechnen, dass der Mietzins durch den Vermieter erhöht wird. Ob sich der Kauf einer Immobilie langfristig lohnt, ist zudem davon abhängig, ob die Bedingungen so bleiben, wie sie im Moment sind. Da momentan keine bis sehr tiefe Zinsen von den Banken ausbezahlt werden, lohnt sich die Investition in ein Eigenheim umso mehr.

Fazit

Ob Mieten oder Kaufen günstiger ist, hängt von zahlreichen Parametern ab. Zum einen vom Eigenkapital, das man mitbringt, zum anderen aber etwa auch von der erwarteten Wertsteigerung des Objekts und der künftigen Miete. Sind die Zinsen niedrig, kann sich der Erwerb einer selbst genutzten Immobilie oft finanziell selbst dann lohnen, wenn in vielen Regionen die Kaufpreise steigen. Betrachtet man die laufenden Kosten in einem Objekt jeweils zur Miete und beim Kauf, so ergibt sich wie im Beispiel unten dargestellt, dass sich der Kauf der Immobilie auf längere Sicht durchaus lohnt.

Haben Sie noch Fragen, die Köppel-Legal AG hilft Ihnen weiter!